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J. Sikora

Test-Fazit: Technics SL-40CBT

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Technics SL-40CBT: Hörtest & Vergleiche
  2. 3 Test-Fazit: Technics SL-40CBT

Der Technics SL-40CBT auf dem Sideboard

Der aktuell günstigste Plattenspieler von Technics macht so ziemlich alles richtig, was man in der Preisklasse erwarten kann. Das beginnt bei einer technisch und audiophil absolut sinnstiftenden Grundkonstruktion. Laufwerk, Antrieb und Tonarm bieten ein Qualitätslevel, das sich in dieser Preisklasse wahrlich nicht verstecken muss. Der Technics SL-40CBT macht direkt aus dem Karton sofort Freude und liefert eine bodenständige, einwandfreie Performance, auch und gerade mit dem internen Phonovorverstärker. Deutlich upgradefähig – und das würde ich tatsächlich jedem Käufer und jeder Käuferin anempfehlen – ist das Tonabnehmersystem. Gönnen Sie dem Technics entweder einen ambitionierteren Nadeleinschub aus der Audio-Technica-Produktlinie oder halten Sie nach einem passenden anderen System Ausschau: Das bringt im Zweifelsfall erheblich mehr als der vorschnelle Wechsel auf einen externen Phonovorverstärker (wenngleich auch dies natürlich noch Verbesserungspotenziale heben lässt).

Bereits ab Werk gefallen Laufruhe und Geräuschspannungsabstand auf hohem Niveau, und der verbaute Tonabnehmer schlägt sich insbesondere durch sein angenehm verfärbungsfreies Mittenband erstaunlich gut. An den Frequenzgangenden geht indes noch mehr – und auch in puncto Auflösung und stereofoner Bühnenabbildung ist das alles grundsätzlich noch steigerbar. Mir gefällt bei diesem Konzept die Mischung aus guter Basis und attraktiven Tuningmöglichkeiten. Ganz klar: Der Technics SL-40CBT ist für deutlich unter 1.000 Euro ein attraktives Angebot, das nicht zuletzt auch optisch stimmig ist und klassische Technics-Tugend zum bezahlbaren Kurs in den heimischen Hörraum bringt.

Steckbrief Technics SL-40CBT 

  • Was im Phono-Pflichtenheft an erster Stelle steht, liefert der SL-40CBT ohne Abstriche: Laufruhe, konstante Geschwindigkeit, prima Geräuschspannungsabstand meint man jedenfalls akustisch wahrzunehmen. Etwas anderes dürfte man von Technics wohl auch nicht erwarten, selbst bei einem Budget-Dreher.
  • Mit dem eingebauten Audio-Technica-Tonabnehmer zeigt sich ein überwiegend neutrales Klangbild mit sauber gezeichnetem Mittenband, das verfärbungsfrei und farbstark agiert.
  • Richtung Frequenzgangenden hin fadet der Plattenspieler in der Basiskonfiguration mit dem mitgelieferten Tonabnehmer dann doch ein Stück weit aus: Richtig Tiefbass oder strahlende Höhen sind seine Sache nicht – trotzdem wirkt das Klangbild insgesamt gefällig und sauber.
  • Die Bühne ist mit dem mitgelieferten Tonabnehmer nicht überbreit und auch nicht sehr tief, dafür gelingen jedoch die Ordnung und Manifestation der Schallquellen vor allem im horizontalen Panoramabereich erfreulich präzise.
  • Auflösung und Detailreichtum sind der Preisklasse angemessen – aber in der Grundausstattung mit dem Tonabnehmer auch nicht überragend.
  • Feindynamisch überraschen die Qualitäten, grobdynamisch in der Basiskonfiguration durchschnittlich.
  • Bemerkenswert ist die Upgradefähigkeit. Hier kann man getreu dem Baukastenprinzip noch ganz viel machen: Besitzer haben die Wahl, in Sekundenschnelle unkompliziert alternative Nadeleinschübe anzubringen – oder durch den Wechsel auf ein ambitionierteres Tonabnehmersystem ganz neue audiophile Höhenflüge zu erleben.
  • Die verbaute Phonovorstufe muss sich nicht hinter externen Lösungen bis zu einer Preisklasse von sagen wir mal: rund 400 Euro verstecken. Das ist weitaus mehr als Standard oder Alibi-Lösung und eine sehr positive Überraschung.
  • Verarbeitung und Look sind wertig und elegant.


Fakten:

  • Modell: Technics SL-40CBT
  • Konzept: Direktgetriebener Schallplattenspieler mit vormontiertem Tonabnehmer Audio-Technica AT-VM95,  internem Phonovorverstärker (MM) und Bluetooth
  • Tonarm: S-förmig, Überhang 15 mm, Kröpfungswinkel 22°
  • Plattentellergeschwindigkeiten: 33-1/3, 45 U/min
  • Plattenteller: 30-cm-Aluminium-Druckguß, 1,26 kg (einschließlich Plattentellerauflage)
  • Ausgänge: Phono, Line, Bluetooth
  • Verstärkung interner Preamp: 36,5 dB
  • Bluetooth: Version 5.4, aptX Adaptive, SBC
  • Maße (BxTxH): 430 x 353 x 128 mm
  • Gewicht: 7,1 kg
  • Farben: Schwarz, Grau, Terrakotta
  • Lieferumfang: Plattentellerauflage, Staubschutzhaube, EP-Schallpllattenadapter, Ausgleichsgewicht, Tonabnehmerkopf mit Tonabnehmer, Phono-Kabel, Erdungskabel, Netzkabel, Bedienungsanleitung
  • Preis: 799 Euro
  • Garantie: 2 Jahre
  • Weitere technische Informationen auf der Website des Herstellers


Hersteller & Vertrieb:

Panasonic Marketing Europe GmbH
Winsbergring 15
22525 Hamburg
Telefon: +49 (0)40 8549-0
E-Mail:  panasonic.de@eu.panasonic.com
Web: https://www.technics.com

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Test: Technics SL-40CBT | Plattenspieler

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Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Plattenspieler: Rega Planar 3 RS-Edition mit NEO PSU Mk2 Tonarm: RB330-Tonarm Tonabnehmer: Rega Nd5 (MM), Rega Ania (MC)

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Denafrips ENYO 15TH, HenryAudio DAC256 CD-Player: Rotel CD11 Tribute, C.E.C. CD 5, QUAD 3 CDT Streamer: Cambridge Audio CXN (V2) Sonstiges: Farad Power Supplies Super3 (PSU)

Vollverstärker: Audio Note Cobra, Marantz PM7000N

Vorstufen: Hochpegel: Khozmo Passive ZFoil-Ladder-Vorstufe, Tsakiridis Alexander (Röhre) Phonoverstärker: Tsakiridis Alexander (Röhre)

Endstufen: Valvet A4 MKII Monos, Abacus Electronics Ampollo Dolifet

Lautsprecher: Audes Maestro 116, Fyne Audio Classic VIII SM, Harbeth P3ESR XD

Kopfhörer: Sennheiser HD 800S

Kabel: Lautsprecherkabel: Analog Tools CU-Line, StudioConnections Reference NF-Kabel: Boaacoustic Evolution Black.xlr und Black.rca2 Digitalkabel: Oehlbach XXL Series 7 MKII (Coax), Oehlbach XXL Serie 80 (Toslink)

Zubehör: Stromfilter: Adam Hall AHPCS10 Power Conditioner/Netzfilter Sonstiges: bFly Pure Absorber, bFly Talis, Auralex Subdude Lautsprecherbasen, Creaktiv SC 440 Gerätebasen

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 18 m² Höhe: 2,70