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Test-Fazit: Technics SL-1200GME/ SL-1210GME

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Technics SL-1200GME: Klangtest und Vergleiche
  2. 3 Test-Fazit: Technics SL-1200GME/ SL-1210GME

Der Technics SL-1200GME

Der Technics SL-1200GME fordert seinen Hörer aktiver heraus als die meisten anderen in seiner Klasse. Das prädestiniert ihn vor allem für ebensolche Musik – für knackigen und flirrenden Elektro, flotten und komplexen Metal, Großorchestrales und die populärmusikalischen Spielarten. Wer nicht derart musikalisch und klanglich involviert werden möchte oder vor allem stereomikrofonierte Orgel- und Kammermusik mit Betonung der Raumtiefe hört, kann zu gesetzter spielenden Drehern greifen. Passende Angebote – meist aus der Masse-Kategorie mit Riemenantrieb – gibt es genug.

Mit der Wahl des Tonabnehmers lassen sich die Qualitäten des Technics SL-1200GME in Maßen steuern. Bereits das günstige, neutral und dynamisch aufspielende Ortofon 2M Bronze steht ihm hervorragend. Es schlägt in dieselbe Kerbe und beide Komponenten feuern sich sozusagen gegenseitig an. Oder man kann mit einem ansatzweise wärmer und softer klingenden System ein wenig gegensteuern und die klassisch audiophilen Talente des Technics fördern. Mit dem runder und satter klingenden, aber nicht weniger dynamischen Sumiko Songbird kommen ein wenig mehr Fülle und eine feinere, luftigere Auflösung ins Spiel. Für mich markiert diese Kombi den Sweet Spot, auch in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis. Wird der verbaute Tonabnehmer viel teurer, hört man das selbstverständlich auch – doch die Exzellenzsteigerungskurve verläuft deutlich flacher.

Wer noch immer grobschlächtige DJ-Plattenspieler mit den 1200ern assoziiert, muss spätestens jetzt umdenken. Der SL-1200GME ist ein im besten Sinne audiophiler Plattenspieler, der es zudem schafft, die unkomplizierte Bedienbarkeit und die Robustheit seiner Disco-Ahnen ins Musikliebhaberwohnzimmer zu bringen. Wäre ich gerade auf der Suche nach „meinem Dreher“ – der Technics SL-1200GME wäre es.

Der Technics SL-1200GME …

  • ist ein Ausbund an lebensechter Dynamik – grob- ebenso wie feindynamisch überzeugend.
  • spielt mit straffem, druckvollem, knackig-präzisem Bass und schließt einen genau richtig proportionierten, erdigen Grundton an.
  • bietet transparente, klare Mitten ohne Fettansatz. Die Darstellung feiner Details wirkt außerordentlich realistisch.
  • strahlt mit klaren und ehrlichen Höhen. Bei aller Prägnanz sind sie keinesfalls betont, geschweige denn zu prominent.
  • kann mit einer faszinierenden Detailauflösung im Hochton punkten, die auch Tonabnehmern höherer Preisklassen gerecht wird.
  • überzeugt mit sehr ruhigem Antrieb und präzisem Gleichlauf, was sich in einem sehr „schwarzen“, grisselfreien Klanghintergrund bemerkbar macht – beziehungsweise ja genau nicht.
  • projiziert fokussiert und plastisch, tendenziell auf oder leicht vor die Lautsprecherebene. Eher weniger Ausdehnung in die Tiefe hinter die Lautsprecher.
  • empfiehlt sich besonders für Elektro, Metal, Orchester und Pop – der Technics ist gemacht für involvierendes Hören mit Spaßfaktor und höchster Impulspräzision.
  • punktet in der Praxis mit seiner einfachen Handhabung; die einzige kleine Kritik: Die Cinch- und Erdungsbuchsen sind recht schwer zugänglich unter dem Chassis versteckt.
  • ist herausragend verarbeitet und fühlt sich auch bei der Bedienung mega-solide an.

Fakten:

  • Modell: Technics SL-1200GME
  • Konzept: Direktangetriebener Plattenspieler
  • Preis: 5.499 Euro
  • Maße & Gewicht: 453 x 173 mm x 372 (BxHxT), 18 kg
  • Farben: Schwarz, Silber
  • Garantie: 2 Jahre
  • Sonstiges: weltweit limitiert auf 1200 Exemplare
  • Weitere Informationen finden Sie auf der Produktseite des Herstellers

Hersteller & Vertrieb:

Panasonic Marketing Europe GmbH
Winsbergring 15
22525 Hamburg
Telefon: +49 (0)40 8549-0
E-Mail: panasonic.de@eu.panasonic.com
https://www.technics.com

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Test: Technics SL-1200GME | Plattenspieler

  1. 2 Technics SL-1200GME: Klangtest und Vergleiche
  2. 3 Test-Fazit: Technics SL-1200GME/ SL-1210GME

Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: J. Sikora Initial Max mit Alu-Base und geregeltem Netzteil Plattenspieler: Pro-Ject Celebration 40 mit Ortofon SPU Celebration 40 (MC) Tonarm: J. Sikora KV12 VTA Tonabnehmer: Aidas Cu Durawood (MC)

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Norma Audio REVO DAC-Modul Streamer: Métronome DSS 2 Computer/Mediaplayer: MacBook Pro

Vollverstärker: SVS Prime Wireless Pro Soundbase

Vorstufen: Hochpegel: Norma Audio REVO SC-2, Rotel DX-3 Phonoverstärker: Linnenberg Bizet MKI (MC), Norma Audio PH3 (Modul, MM), Pro-Ject Phono Box DS3 B, Pro-Ject Step up Box S3

Endstufen: Norma Audio REVO PA-150

Lautsprecher: ATC SCM50PSL, ATC HTS7, KSD Home PUNKT 10 (aktiv)

Kopfhörer: Final Audio D8000 Pro Limited Edition, Denon AD-H7200, Teufel Real Blue PRO, Beyerdynamic Free BYRD

Kopfhörerverstärker: Mytek Liberty THX AAA HPA

Kabel: Lautsprecherkabel: Ortofon Reference SPK Black, Audioquest Rocket 22, Fastaudio Black Science SPK NF-Kabel: Gutwire EON-Z Xhadow-XLR, Gutwire Synchrony 2 SE XLR, Ortofon Reference 7NX-705 RCA, Graditech Kide 1 & Kide 3 RCA, Audioquest Yukon RCA, Audioquest Mackenzie RCA & XLR, fastaudio Black Science NF RCA Digitalkabel: Supra Cables Sword Excalibur USB, AudioQuest Vodka & Cinnamon Ethernet, Graditech Kide Digital RCA, AudioQuest Carbon RCA Netzkabel: Supra Cables LoRAd 2.5 SPC, Gutwire SV-8, Gutwire G Clef 2, AudioQuest NRG-2 Sonstiges: Erdungskabel Gutwire Perfect Ground

Rack: Roterring Belmaro 33 (Customized)

Zubehör: Stromfilter: Supra Cables LoRad Netzleiste MD08 DC 16 EU Mk 3.1 Sonstiges: Audioplan PowerStar S4, bFly BaseTwo M, YDOL Relax 60 und fastaudio Absorber, Acoustic System Resonatoren Silver & Gold, The Gryphon De-Magnetizer, Audioplan Sicomin Antispikes und Gerätefüße, Solidsteel SS6 (Lautsprecherständer)

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 24,5 m² Höhe: 2,7 m