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Test-Fazit: Technics SB-G90

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Technics SB-G90

Neutrale und im Bass kontrolliert agierende Verstärker – der Technics SU-G700 wäre zum Beispiel so einer – und eine gewisse Hörraumgröße zählen zu den Rahmenbedingungen, die man den Technics SB-G90 nicht vorenthalten sollte. Denn die SB-G90 langen bassseitig tief hinunter und warten zudem mit einem wenn auch eher schmalbandigen (Oberbass und Grundton sind außen vor) Extrapfund im Bass auf, was ihren spielfreudigen Auftritt im Grunde nur unterstreicht, allerdings eine wandnahe Aufstellung und Räume unter 25 qm wenig erfolgsversprechend erscheinen lässt: Mit größeren Räumen – ich traue den schlanken Japanern zu, selbst 40 qm noch amtlich zu beschallen – sollten die SB-G90 keine Probleme haben.

Mit leisen Pegeln und/oder kurzen Hörabständen (in meinem 28 qm großen Hörraum hatte ich mich versuchsweise mal auf knapp zwei Meter angenähert) allerdings auch nicht. Das Koax-Konzept entfaltet hier seine segensreiche Wirkung – und sorgt zudem für ein unmittelbar ins Blut gehendes Klangbild:

Die Eingängigkeit, Schlüssigkeit, Kohärenz des Mittelhochtonbereichs liegen auf einem absolut highendigen Niveau, das auch deutlich teureren Lautsprechern zur Ehre gereichen würde – flankiert von einem anspringend lebendigen Dynamikverhalten. Unterm Strich sind die Technics SB-G90 dicke Probehörempfehlung für Hörer, die weniger auf erbsenzählerische, nüchtern berichterstattende Studioabhören stehen (wenngleich sich die Technics SB-G90 auch von dieser Warte aus keine grundlegenden Eskapaden leisten) als auf im positiven Sinn unkomplizierte sowie spielfreudige, „fesselnde“ Klangbilder, die zudem in Sachen Langzeittauglichkeit nichts anbrennen lassen.

Technics SB-G90 Hoch-/Mittelton

Die Technics SB-G90 zeichnen sich aus …

  • durch ein insbesondere im Mittelhochtonbereich sehr schlüssiges, emotionales Klangbild beziehungsweise die Fähigkeit den Hörer mühelos mit der Musik zu „verdrahten“.
  • eine involvierende, sehr natürlich wirkende Bühnenabbildung.
  • neutrale Mitten, die tendenziell eher luzid denn betont warm-sonor anmuten.
  • einen langzeittauglichen, neutralen und anstandslos luftigen Hochton, der im Grunde gut auflöst und auch feine Details offenbart, diese aber minimal weniger klar „eingefasst“, einen Tick weniger klar fokussiert präsentiert, als das manch andere Lautsprecher in dieser Preisklasse vermögen.
  • ein sehr gutes Dynamikverhalten im Mittelhochtonbereich, der Tiefton liefert nicht ganz so „auf den Punkt“ aus, lässt aber auch nichts anbrennen.
  • einen guten Tiefgang und ein schmalbandiges tonales Extrapfund im unteren Bassbereich.
  • eine ordentliche Pegelfestigkeit, aber zugleich auch ein sauberes Klangbild bei sehr leisen Pegeln.
  • ein gelungenes, gleichsam wertig wie zeitlos anmutendes Design.

 Fakten:

  • Modell: Technics SB-G90
  • Konzept: Dreiwege-Standlautsprecher (Bassreflex) mit Koaxial-Treiber
  • Preis: 3.998 Euro (Paar)
  • Maße & Gewicht: 302 x 1114 x 375 mm (B x H x T); 32 kg/Stück
  • Wirkungsgrad: 88 dB /2,83 V (m)
  • Nominalimpedanz: 4 Ohm
  • Farben: Hochglanzlack Schwarz
  • Zubehör: Frontabdeckung, Spikes, Spiketeller sowie Gummifüße
  • Garantie: 2 Jahre

Hersteller & Vertrieb:
Technics
Winsbergring 15 | 22525 Hamburg
Telefon: +49(0)40–8549-0
E-Mail: support_DE@eu.technics.com
Web: www.technics.com

Test: Technics SB-G90 | Standlautsprecher

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Über den Autor

Equipment

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Linnenberg Telemann, Electrocompaniet ECD 2 CD-Player: Fonel Simplicité Streamer: SOtM sMS-200 ultra & SOtM sPS-500, Auralic Aries Computer/Mediaplayer: Laptop mit JRiver MC

Vollverstärker: Abacus Ampino

Vorstufen: Hochpegel: MTX-MONITOR.V3b-4.2.1 (Upgrade von V3b), Funk LAP-2.V3 (Upgrade von Lap-2.V2)

Endstufen: Bryston 7B³

Lautsprecher: Sehring 903, Quadral Megan VIII

Kopfhörer: Audeze LCD-2, AKG K812, AKG K712 Pro, RHA T20, Soundmagic E80, Shure SRH 1840, AAW Q

Kopfhörerverstärker: NuPrime DAC-10H, Reußenzehn Harmonie III

Mobiles HiFi: Onkyo DP-X1, iBasso DX-80

Kabel: Lautsprecherkabel: HMS Armonia, WSS Platin Line LS4, Real Cable BW OFC 400, HMS Fortissimo NF-Kabel: Straight Wire Virtuoso Digitalkabel: USB-Kabel: BMC Pure USB1, AudioQuest Carbon, Boaacoustic Silver Digital Xeno Netzkabel: Furutech FP-S022N: konfektioniert mit FI-E 50 NCF & FI 50 NCF, Tellurium Q Black, Quantum-Powerchords, Swisscables Reference Netzleiste: HMS Energia MkII

Rack: Lovan Classic II

Zubehör: Stromfilter: HMS Energia MkII Sonstiges: AudioQuest Jitterbug

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 29 m² Höhe: 3,3 m

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