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Hifi Test Stand-Lautsprecher Expolinear T-220 Serie 2 – Fazit – Testbericht Lautsprecher, High End-Hifi-Magazin fairaudio

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  1. 3 Hifi Test Stand-Lautsprecher Expolinear T-220 Serie 2 - Fazit - Testbericht Lautsprecher, High End-Hifi-Magazin fairaudio

Expolinear T-220 L Serie 2: Bändchen von hinten

Wenn man die tonale Sache „ganzheitlich“ betrachtet, so scheint mir die Expolinear-T-220 recht balanciert zu sein – mit kleiner Schlagseite zur frischen Seite. (Das wäre übrigens mal was Neues: dunkel timbrierte Lautsprecher mit HT-Bändchen.) Ich habe mir mithilfe verschiedener Platten viel Mühe gegeben, dass mir die T-220 auf den Wecker geht. Schwieriges Unterfangen. Häufig braucht man bei solchen Konstruktionen ja auch nur lauter zu drehen, und die „leichte Tendenz“ wird deutlicher und deutlicher (sprich mehr und mehr Schlagseite) und schließlich kippt die ganze Chose. Die Volent Paragon VL-2 ist so ein Wandler, der ab einer gewissen Lautstärke eher nervt. Bei der T-220 macht man’s lauter und es nervt weiterhin nix – gut so, sie kippt nicht. Zwar könnte ich auch ohne diesen „Tick ins Helle“ leben – schon richtig herausgelesen -, aber das ist freilich Geschmackssache, andere finden’s genau so gut.

Expolinear Bändchen

Apropos gut: Die musikalische Bühne, die die Expolinear ins Wohnzimmer transportiert, ist ganz vorzüglich. Erwähnte ich bereits? Nun, doppelt hält besser. Nicht zu frontal, nicht zu weit weg; nicht überbordend breit, aber verdammt tief, wenn es die Aufnahme erlaubt. Vor allem aber ist die Lokalisationsschärfe gut und Instrumente und Stimmen geraten plastisch, körperlich und randscharf – und zwischen ihnen ist die berühmte „Luft“. Sie zählen in den Orchesterreihen gern mal durch? Viel Spaß dabei, mit der T-220 ist der Job schnell getan. Und trotz aller Präzision Podszus/Görlich-Chassishat das alles eine selbstverständlich-lässige Note. So wie das sehr hohe Auflösungsvermögen dieses Lautsprechers. Da schwenkt keiner hektisch mit ’nem Spot durch die Gegend und ruft „schaut mal, schaut mal!“. Das Terrain ist gleichmäßig ausgeleuchtet und passiert dort ’ne Kleinigkeit, dann bekommt man dies natürlich mit – so ist das eher.

Was bleibt also unterm Strich? Nun, die Malaise mit dem Kreuz ist nicht wirklich besser geworden …

Expolinear T-220 L Serie 2

Fazit:

Pegelfreaks und Bassfetischisten werden sich wohl keinen Wandler wie die gediegene Expolinear T-220 Limited Serie 2 ins Haus holen. Es ist ein Lautsprecher für feiner differenzierende Geschmacksknospen. Für mich ist das Besondere die Kombination aus hoher Akkuratesse und Lässigkeit, Selbstverständlichkeit, Flow. Irgendwie fließt’s alles, aber es läuft nichts aus dem Ruder – selber hören ist angesagt, wenn Sie das erleben wollen. Ist sowieso ’ne gute Idee:

  • Die Lokalisationsschärfe ist hoch, Klänge besitzen Körper und Kontur, die Bühne gestaltet sich großzügig – insbesondere in Sachen Tiefenstaffelung. Die „Anfassfaktoren“ der Musikwiedergabe stimmen allesamt. Sehr gut.
  • Das Auflösungsvermögen dieses Wandlers ist sehr hoch und dies betrifft den gesamten Frequenzumfang.
  • In puncto Bass erstaunt, wie artikuliert tief unten noch rangegangen wird – freilich droht keine Erdbebengefahr. Insgesamt eine ausgewogene Mischung mit Faible für Dezenz im Oberbass, was zur eher frischen Note des Gesamtklangbildes beiträgt.
  • Der Mitten-/Hochtonbereich gerät neutral, offen und „klangfarbentechnisch“ schön ausdifferenziert.
  • Druckbeschallung ist nicht der Expolinears Sache.
  • Impulsfreudigkeit, Rhythmusgefühl, exaktes Timing und Fluss – alles Eigenschaften, die die T-220 reichlich besitzt. Sie verknüpft die Noten und präsentiert unangestrengt, leicht federnd und locker: Musik. Manchmal schnippt sie dabei mit den Fingern.

Fakten:

  • Model: Expolinear T-220 Limited Serie 2
  • Konzept: 2-Wege-Bassreflex-Standlautsprecher
  • UVP: 3.700 Euro / Paar
  • Wirkungsgrad: 87 dB/W/m
  • Nennimpedanz: 8 Ohm (6,2 minimal)
  • Maße und Gewicht: 96x19x32 cm (HxBxT) / 47 kg pro Stück
  • Web: www.expolinear.de
  • Telefon: +49(0)30 / 8 73 94 54

Test: Expolinear T-220 L Serie 2 | Standlautsprecher

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Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: SME Model 15 Tonarm: SME 309 Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201 Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Luxman DA-06 CD-Player: NAD C546BEE SE Musikserver: Audiodata MusikServer MSII, Readynas Duo NAS-Server Streamer: Auralic Aries Computer/Mediaplayer: HP Notebook mit JRiver Sonstiges: iFi iPurifier II (USB-Filter)

Vollverstärker: Denon PMA-2010AE

Vorstufen: Hochpegel: Octave HP300 MK II Phonoverstärker: BMC Audio MCCI Signature ULN, Octave HP300-Phonoboard

Endstufen: Musical Fidelity M8 700m (Monos)

Lautsprecher: Blumenhofer Acoustics Genuin FS 1 Mk2

Kopfhörer: Beyerdynamic DT-990, Sony MDR-1000X

All-In-One: Ruark Audio R4

Kabel: Lautsprecherkabel: fis Audio Studioline, Ascendo Tri-Wire-Kabelsatz, Dynamikks Speakerlink, Ecosse ES 2.3, Zu Audio Libtec NF-Kabel: fis Audio Premiumline Lifetime, Ecosse, Vovox und andere Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), Wireworld Series 7 Starlight Gold (Koax-S/PDIF) Netzkabel: fis Audio Studioline Netzleiste: fis Audio Black Magic

Rack: Creaktiv Trend 3

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 30 m² Höhe: 3,4 m

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