Demnächst im Test:

Abacus Preamp 14 Abacus Preamp 14 Audio Note AN-K/SPe Acapella High BassoNobile MKII Acapella High BassoNobile MKII Vincent DAC-1MK Vincent DAC-1MK
Billboard
Genelec G-Serie

Testfazit: Soulution 330

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Soulution 330: Klangeindruck
  2. 3 Soulution 330: Einordnung und Vergleiche
  3. 4 Testfazit: Soulution 330

Geräte kommen und gehen, das ist der normale Arbeitsalltag als HiFi-Redakteur. Manche bleiben aber dauerhaft in Erinnerung, sei’s wegen eines tollen Preis-Leistungs-Verhältnis, sei’s wegen absoluter Top-Performance. Der Vollverstärker Soulution 330 reiht sich leicht in die Gattung der Top-Performer ein, er gehört zu den besten Verstärkern, die mir in den letzten Jahren untergekommen sind.

Soulution 330, Anschnitt

Seine grundsätzliche Devise lautet: reine Lehre. Tonal neutral und mit sehr hohem Auflösungsvermögen gesegnet, überzeugt er den Hörer mit einem ungewöhnlich differenzierten Vortrag, der gleichwohl nie etwas Oberlehrerhaftes an sich hat, denn er beherrscht auch das dynamische Spiel und weiß den Hörer mit einer sich leicht nach vorne öffnenden, freien Bühnendarstellung zu verführen.

Schwächen lassen sich nicht ausmachen – allenfalls lässt sich anführen, dass man fürs Geld anderenorts durchaus mehr Leistung bekommen kann, was bei fordernden Lasten in großen Räumen und hohem Pegelbedürfnis Vorteile bietet mag. Die 120 Watt an 8 Ohm, die die Schweizer angeben, scheinen mir aber ausnehmend stabil zu sein.

Natürlich ist der 330er nicht für jeden Hörgeschmack das Rechte, aber welches Gerät ist das schon? Wer es wärmer oder frischer mag oder ein bewusst emotional gesoundetes Röhren-Klangbild präferiert, wird kaum zum Soulution neigen. Zu ihm neigt, wer über solcherlei „Soundspielereien“ (wieder) hinaus ist.

Steckbrief Soulution 330:

  • Tonal mustergültig neutral und breitbandig, dieser Verstärker ist ganz unten und ganz oben „da“ – und dazwischen ehrlich.
  • Zu den größten Stärken zählt das auch für die Preisklasse sehr hohe Auflösungsvermögen. Nicht nur quer über alle Frequenzlagen macht sich das bemerkbar, sondern auch im minutiösen Timing – akkurate Impulse und akkurates Decay – sowie mit einer hochdifferenzierten klangfarblichen Darstellung. Mit ihm zu hören ist wie der Wechsel auf eine Vollformatkamera: Dank größerem Sensor und höherer Auflösung wirken Bilder echter, ja, analoger/weicher.
  • Sehr gutes, der Liga entsprechendes Dynamikverhalten, grob wie fein.
  • Der Bassbereich wird ausnehmend konturiert dargeboten, auch im Tiefbass wird nicht aufgeweicht, was in dieser Leistungsklasse fast erstaunlich ist.
  • Das Klangbild wirkt ausgesprochen rein und grauschleierfrei, das macht sich insbesondere im Mitten- und Hochtonbereich sehr positiv bemerkbar.
  • Angenehm involvierendes, sich nach vorne öffnendes Bühnenbild. Breite und Tiefe des virtuellen Klangraums orientieren sich an der Aufnahme, der Soulution beherrscht die intim-kleine und die ausladende Darstellung. Das letzte Wort in Sachen Tiefenstaffelung ist der Soulution aber nun auch nicht.
  • Hohe Lokalisationsschärfe und Plastizität der Klänge, wobei manche Verstärker durchaus noch dreidimensionaler vorgehen. Dessen ungeachtet ist es nicht weniger als famos, wie stabil, sauber und eben auch in räumlicher Hinsicht hochdifferenziert der Soulution jeden einzelnen Klang „durchzieht“. Gerade das Vermögen, leise Signalanteile auch während lauter Passagen nie aus den Augen zu verlieren und akkurat nachzuzeichnen, macht das Klangbild so authentisch.

Fakten:

  • Modell: Soulution 330 INT
  • Konzept: Vollverstärker (Transistor)
  • Preis: 17.000 Euro
  • Eingänge: 4 x Line-level (2 x Cinch, 2 x XLR)
  • Ausgänge: 1 x Pre-Out (Cinch), 1 x Lautsprecherterminal
  • Leistung: 2 x 120 Watt/8 Ohm, 2 x 240 Watt/4 Ohm
  • Leistungsaufnahme: circa 100 Watt im Leerlauf
  • Maße und Gewicht: 430 x 490 x 142 mm (BxHxT), 17,5 kg
  • Sonstiges: Fernbedienung, umfangreiche Einstellmöglichkeiten (Home-Cinema-Through, Maximallautstärke etc.), optionales MC-Phono-Board (+3.000 Euro) und DAC-Modul (+4.000 Euro)
  • Garantie: 2 Jahre

Vertrieb:

My Sound GmbH
Würmstraße 4 | 82319 Starnberg
Telefon: +49(0)8151-9982261
E-Mail: info@my-sound.net
Web: https://my-sound.net/

Billboard
Ikon Avara

Test: Soulution 330 INT | Vollverstärker

  1. 2 Soulution 330: Klangeindruck
  2. 3 Soulution 330: Einordnung und Vergleiche
  3. 4 Testfazit: Soulution 330

Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: SME Model 15 Tonarm: SME 309 Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201 Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Luxman DA-06 Musikserver: Innuos Zenith Mk3, Audiodata MusikServer MSII Streamer: Auralic Aries Computer/Mediaplayer: HP Notebook mit JRiver

Vollverstärker: Unison Research Triode 25

Vorstufen: Hochpegel: Pass XP-12 Phonoverstärker: BMC Audio MCCI Signature ULN

Endstufen: Pass X250.8 (Stereo)

Lautsprecher: Blumenhofer Acoustics Gran Gioia 2x10

Kopfhörer: Beyerdynamic DT-990, Sony MDR-1000X

All-In-One: Ruark Audio R4

Kabel: Lautsprecherkabel: Boaacoustic Silver Actinium, fis Audio Studioline, Ascendo Tri-Wire-Kabelsatz, Dynamikks Speakerlink, Ecosse ES 2.3, Zu Audio Libtec NF-Kabel: Boaacoustic Blueberry Signal.xlr, fis Audio Premiumline Lifetime, Ecosse, Vovox und andere Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), Wireworld Series 7 Starlight Gold (Koax-S/PDIF) Netzkabel: fis Audio Studioline Netzleiste: fis Audio Black Magic

Rack: Creaktiv Trend 3

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 40 m² Höhe: 2,45 m