Test: Sonus Faber Sonetto II G2 | Kompaktlautsprecher
Charakterfest
von Stefan Gawlick
Im Test: Sonus Faber Sonetto II G2 | Kompaktlautsprecher
UVP zum Testzeitpunkt: 2.750 Euro
Klassisches Problem vieler Lautsprecherhersteller: Ihre unter optimierten Bedingungen entwickelten Schöpfungen fristen später nicht selten ein klanglich karges Dasein – eingezwängt zwischen Sofa und Schrankwand oder in eine Ecke des Wohnzimmers verbannt. Wie kann man als Lautsprecherentwickler also sicherstellen, dass die eigenen Kreationen möglichst viele ihrer Fähigkeiten „im echten Leben“ ausspielen? Richtig – indem man im Vorfeld die Zahl der Variablen reduziert. Sonus Faber geht mit der Sonetto II G2 dabei einen eigenen Weg (Vertrieb: www.audio-components.de; Preis: 2.750 Euro).

Schon seit geraumer Zeit versuchen Entwickler solche Variablen zu minimieren beziehungsweise Lautsprecher für bestimmte Einsatzszenarien zu entwickeln. Naim Audio machte es einst vor und konzipierte seine Lautsprecher konsequent für die wandnahe Aufstellung und empfahl, sie entsprechend aufzustellen. Die Boxen von Audio Note fühlen sich klassischerweise in Zimmerecken am wohlsten. Sonus Faber geht einen etwas eleganteren Weg. Die Italiener sind der Ansicht, dass ein Großteil der klanglichen Probleme aus der unberechenbaren Ankopplung von Bassreflexöffnungen an den Raum resultiert. Also entwickelten sie ein Bassreflexsystem, das unter realen Wohnraumbedingungen Schwierigkeiten minimieren soll, ohne gleich den Aufstellungsort „festzunageln“. Ob das klappt, werden wir überprüfen.
Die Technik der Sonus Faber Sonetto II G2
Die sogenannte Lautenform gehört bei Sonus Faber gewissermaßen zur Marken-DNA – und die Sonetto II G2 macht hier keine Ausnahme. Gefertigt wird sie aus MDF, das anschließend furniert wird. Interessant dabei: Statt schlichte, gerade MDF-Platten zu verwenden, werden die einzelnen Elemente mithilfe von Feuchtigkeit, Hitze und Druck gebogen und gepresst. Das sorgt für die charakteristische Linienführung. Ziel dieser Konstruktion ist – neben der gefälligen Optik – auch die Vermeidung stehender Wellen im Gehäuseinneren. Die entstehen vor allem dann, wenn sich viele parallele Flächen gegenüberstehen – die durch ihre Abstände definierten Moden innerhalb des Lautsprechers können ein unerwünschtes Eigenleben entwickeln.

Auch bei diesem innerhalb der Produkt-Hierarchie eher niedriger positioniertem Modell verlässt sich Sonus Faber bei den Chassis nicht auf externe Zulieferer, sondern setzt auf selbstentwickelte Treiber.
Der Hochtöner hat die hauseigene „Damped Axis Technology“ spendiert bekommen. Ein filigraner Bügel überspannt die Seidenkalotte und integriert ein kleines Dämpfungselement, das gezielt auf das Zentrum der Kalotte wirkt. So soll ein Aufbrechen bei sehr hohen Frequenzen verhindert werden. Seitens Sonus Faber verspricht man sich davon eine besonders reine und verzerrungsarme Wiedergabe – insbesondere oberhalb von 15 Kilohertz. Nun ließe sich einwenden, dass dieser Frequenzbereich eher für Hunde als für ihre Halter relevant sei. Doch auch wenn wir dort oben keine einzelnen Töne mehr bewusst wahrnehmen, trägt ein sauberes, unverzerrtes „Airband“ maßgeblich zu einer entspannt-detailreichen Gesamtwiedergabe bei.

Unterhalb von 3100 Hertz übernimmt – mit einer Flankensteilheit von 24 Dezibel pro Oktave recht straff gefiltert – der 17 Zentimeter durchmessende Tiefmitteltöner. Seine Zellstoffmembran, ebenfalls eine Eigenentwicklung, wird von einer markant geformten Sicke gehalten. Deren sich kontinuierlich verändernder Abstand zwischen Zentrum und Rand soll zuverlässig stehende Wellen innerhalb des Materials verhindern. Die Camelia-Mitteltöner der teureren Serien standen hier Pate.
Im Hintergrund, für uns unsichtbar, arbeitet eine weitere hauseigene Innovation, auf die die Italiener stolz sind: der sogenannte „Organic Basket“. Üblicherweise bemühen sich Hersteller, Membranen nach hinten möglichst frei atmen und schwingen zu lassen, deshalb werden die Körbe oft filigran gestaltet. Um jedoch auch hier Resonanzen gar nicht erst entstehen zu lassen, wurde der Sonus-Faber-Korb – die Natur zum Vorbild nehmend – scheinbar zufällig und asymmetrisch geformt. Dass sich auf diese Weise zugleich die mechanische Stabilität erhöhte, nahm man dabei gerne in Kauf.

Das Bassreflexsystem – ich erwähnte es schon – stellt eine weitere Besonderheiten der Sonetto II G2 dar. Der Bassreflexkanal öffnet nicht vom Boxeninneren direkt in die Umwelt, sondern erst einmal in eine Art Zwischenkammer, die durch Form und Bedämpfung unerwünschte Signalanteile eliminieren soll, bevor der Schall nach außen geleitet wird. Hier kommt dann die besagte „Reduzierung der Variablen“ zum Tragen: Die Reflexöffnung atmet nach unten auf eine Bodenplatte aus Beton. Da Abstand und Materialbeschaffenheit stets gleich sind – im Gegensatz zu nach hinten öffnenden Reflexöffnungen mit unterschiedlichen Entfernungen zur Rückwand und deren jeweiliger Beschaffenheit (Vorhang, Glas, Bücherregal etc.) –, soll sich ein von der Aufstellung unabhängigeres, vorhersehbares klangliches Verhalten ergeben.

Sonus Faber Sonetto II G2: Hörtest, Setup, Vergleiche
Wer die Sonus Faber Sonetto II G2 in die Anlage integrieren möchte, sollte einige Punkte beachten. So geht ihre ausgeprägte Detailfreude im Hochton mit einer leichten Betonung einher. Das ist grundsätzlich zwar nicht problematisch, sollte aber im Hinterkopf behalten werden. Allzu kühl abgestimmte Verstärker empfehlen sich nicht, und Ähnliches gilt für die Verkabelung – auch hier ist eine sorgfältige Auswahl ratsam.

Mit einem Vollverstärker wie dem ASR Emitter I ist klanglich freilich alles in bester Ordnung, wenngleich die Preisrelationen dabei etwas aus dem Gleichgewicht geraten. Eine stimmigere Kombination ergibt sich beispielsweise mit einem Rega Elicit, dessen sanftere Hochtonabstimmung und kräftiger Punch in den unteren Mitten der Sonetto entgegenkommen.
Natürlich sollte man auch bei der Aufstellung gewissenhaft vorgehen, um kein Potenzial zu verschenken. Direkt auf Achse kann der Hochton aufgrund der leichten Betonung jenseits des Präsenzbereichs – also oberhalb von etwa zwei Kilohertz – auf Dauer etwas fordernd wirken. Empfehlenswert ist deshalb, mit der Einwinkelung zu experimentieren. Eine Position auf ungefähr 30 Grad stellte sich bei mir als idealer Kompromiss heraus. Vollständig gerade positioniert klangen die Sonus Faber zwar noch spürbar milder, allerdings geriet die Raumdarstellung dann nicht mehr so glaubhaft. In der Vertikalen zeigt sich die Sonetto II wenig flexibel, die Ohrhöhe sollte möglichst exakt getroffen werden.
Kommen wir zur Frage nach dem Bassreflexsystem: Hat sich der konstruktive Aufwand gelohnt? Ich meine: ja. Zwar lässt sich die Bassmenge durch die Nähe zur Rückwand oder zu einer Zimmerecke fein dosieren, doch die klangliche Qualität bleibt dabei unangetastet. Häufig greifen solche Positionsveränderungen über Auslöschungen bis in den Mittenbereich ein, und eine ungünstige Wechselwirkung mit den Wänden kann den Stimmbereich dann hörbar verfärben. Bei der kleinen Sonus Faber Sonetto II zeigt sich dieses Verhalten erfreulicherweise nicht. Ihre klangliche Signatur bleibt unabhängig vom Wandabstand konsistent. Die Bassquantität lässt sich also durch behutsames Vor- oder Zurückrücken des Lautsprechers variieren, ohne qualitative Einbußen in Kauf nehmen zu müssen.
Raumdarstellung
Da gibt es kein Vertun: Dies ist eine Paradedisziplin der kleinen Sonus Faber Sonetto II G2. Deutlich vor der Lautsprecherebene beginnend und sich klassenüblich nach hinten ausdehnend, baut sie die Bühne in leicht überdurchschnittlicher Breite auf. Innerhalb dieses Raumes sind die Positionen klar umrissen verteilt, die Ortung einzelner Schallereignisse gelingt mühelos und präzise.
Gerade bei halbszenisch aufgenommenen Opern ist das ein wahrer Genuss. Beim sogenannten „Jahrhundertring“, den die DECCA in den 1950er- und 1960er-Jahren mit Sir Georg Solti und den Wiener Philharmonikern produzierte, verfolgte man das Ziel, ein möglichst liveähnliches Klangerlebnis zu schaffen. Anstatt jeden Sänger vor einem statischen Stützmikrofon zu platzieren, deckte man mit drei bis fünf Mikrofonen eine gesamte „Sängerbühne“ ab, auf der sich die Protagonisten frei bewegen konnten. Um diese Bewegungen exakt reproduzierbar zu machen, wurde mit Klebeband eine Art Schachbrett auf dem Boden markiert – etwa mit der Anweisung, dass „Sopran 1“ in den Takten 750 bis 790 von A2 nach D3 zu gehen habe.
Diese szenischen Elemente stellt die Sonus Faber lebensecht und plastisch dar. In Verbindung mit der insgesamt leicht nach vorne orientierten Abbildung entsteht ein außerordentlich involvierendes, packendes Klangbild. Dies ist eindeutig nicht die entspannte elfte Reihe, sondern ein Platz mindestens direkt an der Rampe. Mitten drin und nicht nur dabei!

Wenn ich schon dabei bin, möchte ich gleich in das nächste Drama hineinhören. Sollten Sie die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach noch nicht kennen, ist jetzt die Gelegenheit, diese Lücke mit Hans-Christoph Rademann und der Gächinger Cantorey (Carus, Qobuz) zu schließen. Es gibt wohl nur wenige Werke, die diesem ebenbürtig sind, und manch ein Komponist hat sich nach einer Aufführung dieser Passion gefragt, warum er überhaupt noch einmal zu Stift und Papier greifen sollte.
Das geteilte Orchester eröffnet mit dunklen Farben; die Musik kennt von der ersten Sekunde an keine Entspannung, sondern treibt einen mit düsterem Pulsieren unmittelbar ins Geschehen. Geteilte Chöre, mehrere Solistengruppen – hier ereignet sich so viel Szene, dass es beinahe zur Oper wird, obwohl Rademann jeder Versuchung widersteht, auf schnelle Effekte zu setzen. Er lässt die Spannung aus dem Inneren der Musik erwachsen, äußere Gesten sind überflüssig.
Mit den Sonus Faber werde ich vom ersten Moment an in die Handlung hineingezogen, höre das Geschehen nicht vor mir, sondern bin Teil der Geschichte – sie fasst mich an. Aus dem kurzen Reinhören wird nichts – eine ganze Passion später sitze ich noch eine Weile etwas benommen im Sessel. Wenn Musik das vermag und die Anlage sie dabei so kongenial unterstützt, sind wir auf dem richtigen Weg.
Ruf aus der Tiefe
Nun gut: Wirklich tiefer Bass ist aus kompakten Lautsprechern naturgemäß nicht zu erwarten – und auch die Sonus Faber Sonetto II G2 bilden hier keine Ausnahme. Entscheidend ist vielmehr, wie offen oder wie geschickt kaschierend ein Entwickler mit dieser physikalischen Grenze umgeht.

Sonus Faber setzt auf eine leichte Anhebung knapp oberhalb von 100 Hertz – allerdings so elegant umgesetzt, dass nicht der Eindruck von „dicken Backen“, sondern von einem größeren Lautsprecher entsteht. Sehr gut nachvollziehen lässt sich das in der „Jagdszene“ aus Der wunderbare Mandarin von Béla Bartók (Toronto Symphony Orchestra, Gustavo Gimeno, Qobuz HiRes Files). Große Trommel, Kontrabässe und tiefe Bläser legen hier ein martialisches Fundament, auf dem sich das musikalische Geschehen entfaltet. Die kleine Sonetto lässt die große Trommel und Kontrabässe tatsächlich groß und kraftvoll erscheinen, ohne durch übertriebene Betonung die Konturen zu verwischen. Das Tiefton-Fundament bleibt klar umrissen und stabil, sodass sich das düstere Geschehen darüber frei entwickelt. Der Detailreichtum in diesem Bereich ist beachtlich – gerade angesichts der kompakten Abmessungen. Preisklassen- und größenbezogen sind Durchhörbarkeit, Farbigkeit und Dynamik vorne mit dabei.
Der Vergleich mit anderen Lautsprechern hilft bei der Einordnung: Im Tiefbassbereich bietet die Sonus Faber mehr Information und vor allem mehr Masse als eine ähnlich bepreiste Harbeth P3ESR. Wer noch mehr erleben möchte, kann das natürlich – zum Beispiel, indem er sich für einen größeren Lautsprecher entscheidet, wofür man oft aber auch mehr Stellfäche braucht, beispielsweise wenn man eine Wharfedale Super Linton (circa 2.000 Euro) ausfahren möchte. Oder man plant (deutlich) mehr Budget ein – beispielsweise für eine Aretai Contra 100S –, natürlich geht dann auch meist mehr.

Was bedeutet das für unsere Sonus Faber? Nun, in einer Welt, in der alles seinen Preis hat, bietet die Sonetto II natürlich nicht alles – aber doch einen ausgesprochen stimmigen und fair austarierten Kompromiss aus Wohnraumfreundlichkeit und Performance fürs Geld. Bis ungefähr 20 Quadratmeter ist man mit ihr gut im Rennen.
Die Mitten
Kommen wir zu den Mitten und damit zu dem Bereich, der mich bei Lautsprechern am meisten interessiert. Die Sonus Faber Sonetto II G2 agiert hier klangfarblich differenziert – und ziemlich entspannt.
In Franz Schuberts Nachtstück (Werner Güra, Christoph Berner, Harmonia Mundi, Qobuz Hires) beginnt die Musik stark verschattet: Nach einem zurückhaltenden Klaviervorspiel setzt der Tenor mit abgedunkelter Klangfarbe ein. Bei „Du heil’ge Nacht“ treten deutlich mehr Obertöne hinzu, bei „bald ist’s vollbracht“ verdunkelt sich das Timbre erneut. Ein intelligenter Sänger wie Werner Güra registriert dabei nicht wie eine Orgel um, sondern moduliert mikroskopisch fein, lässt Klangfarben ineinander übergehen und differenziert Nuancen mit größter Sorgfalt.

Die Sonetto II G2 bildet diese Farbpalette überzeugend ab und legt den Fokus dabei leicht auf die gedeckten Töne. Das mag angesichts ihrer durchsetzungsfähigen Höhen zunächst widersprüchlich erscheinen, dürfte aber damit zusammenhängen, dass sie im Mittelton weniger beherzt oder gar harsch zupackt, sondern es eher fließen lässt. Eine Wharfedale Super Linton markiert Tonanfänge jedenfalls klarer und zeigt sich insbesondere feindynamisch etwas bestimmter, hängt etwas lockerer am Gas. Gleichzeitig agiert die Wharfdale eine Spur wärmer als neutral, während die Sonetto minimal kühler aufspielt.
Forscht man hier genauer, hilft die wunderbar aufgenommene Einspielung von Prokofievs Ballettmusik zu Romeo und Julia (Los Angeles Philharmonic, Gustavo Dudamei, DGG; HiRes Qobuz). Im „Morning Dance“ spielen sich viele exponierte Instrumente nach vorne. Wenn der Woodblock einsetzt und danach Celli und Fagotte dazu kommen, wirken diese Instrumente zugleich „objektiv“ und eine Spur distanziert, weil den einzelnen Tönen die letzte „Kantenschärfe“ im Präsenzbereich fehlt. So bieten die Mitten nicht ganz den Informationsgehalt, den Bässen und Höhen der Sonus aufweisen. Diese Eigentümlichkeit fällt im Grunde aber nur an solchen delikaten Stellen in der Klassik auf, weniger bei Musik aus dem Pop-Bereich.
Höhen
In den Höhen ist die Sonus Faber wieder voll dabei, hier lässt sie sich keine Bescheidenheit anmerken, im Gegenteil. Wie erwähnt, sollte man bei der Aufstellung mit der Einwinkelung experimentieren, bis einem die Dosis zusagt.

Vielleicht liegt es an der schon erwähnten Damped Axis Technology, vielleicht legt die Sonus jenseits der zehn Kilohertz auch noch eine Schippe drauf – auf alle Fälle gerät der Superhochton ausgesprochen luftig und fein. Die Höhen oberhalb des Präsenzbereiches sind ungemein detailliert und „schnell“, starke Impulse werden ansatzlos in den Raum geschickt.
Cindy Blackman ist eine Jazz-Schlagzeugerin mit einem außergewöhnlich feinen Klanggespür bei der Auswahl ihrer Becken. Wer einmal eines ihrer Signature-Beckensets live gehört oder gar ausprobiert hat, weiß, wovon ich rede. Wenn sie in „In the Now“ virtuos auf den unterschiedlichen Instrumenten spielt, Farben mischt und die bei ihren Ridebecken besonders klare und definierte Stockansprache ausarbeitet, können Hochtöner an ihre Grenzen kommen, wenn sie alle Nuancen dieser Kunst darstellen sollen. Eine Audio Physic Avantera zeigte mir einmal, was hier alles an Differenzierung in Farben und Dynamikstufen möglich ist. Völlig in den Gesamtklang eingebunden, unauffällig, jedoch immer „da“, definiert sie für mich einen Maßstab. Doch interessant ist: Die um ein Vielfaches günstigere Sonetto lässt nichts anbrennen und stellt ohne Mühe fast ähnlich viele Farbschattierungen in den Raum. Ohne Kompression, ganz entspannt, offen, frei. Dass die Becken nach oben heraus völlig locker ausschwingen, beweist ihr gut geführtes Airband.

Dynamik
Die dynamischen Fähigkeiten wurden bis jetzt in den einzelnen Frequenzbereichen erwähnt, allerdings lohnt noch einmal ein Blick auf das Ganze. Insgesamt agieren die Sonus Faber Sonetto II G2 ausgesprochen spielfreudig und sprinten mit einer ordentlichen Grobdynamik vor allem in den Höhen und Bässen voran. Im Hochton gehen sie auch bei den feinsten Abstufungen ungemein differenziert vor, ohne dabei den Fluss der Musik zu torpedieren – und im Tiefton geht die Leistung angesichts der Größe von Treiber und Gehäuse voll in Ordnung; dass ein relativ kleiner Tieftöner, der ziemlich viel Hub absolvieren muss, feindynamisch nicht alles zeigen kann, was man von einer Box mit vielen spezialisierten Chassis bekommt, dürfte klar sein. In diesen Bereich fallen wohl auch die Mitten, die sich im Vergleich zu ihren Frequenznachbarn dynamisch etwas zurückhalten.
PREMIUM-HÄNDLER, die Sonus faber führen
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