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Testfazit: Scansonic M15.2

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Scansonic M15.2: Hörtest und Vergleiche
  2. 3 Testfazit: Scansonic M15.2

Die M15.2 von Scansonic zeigen eindrucksvoll, wie viel audiophile Substanz in einem kompakten Format stecken kann. Dank des hochwertigen Materialeinsatzes – etwa beim Honeycomb-Mitteltöner und dem präzise arbeitenden magnetostatischen Hochtöner – liefern sie ein transparentes, detailreiches Klangbild mit realistischer Raumabbildung und präziser Feindynamik. Die Passivmembran sorgt für einen konturierten, impulsschnellen Bass ohne künstliche Betonung, wenngleich die tiefsten Frequenzen bauartbedingt außen vor bleiben. Im Hochtonbereich zeigen die Lautsprecher beeindruckende Luftigkeit und Auflösung, ohne auf der Langstrecke zu ermüden.

Die Kompaktlautsprecher Scansonic M15.2 - Front- und Seitenansicht

Die Kompaktlautsprecher Scansonic M15.2 liefern ein transparentes, detailreiches Klangbild mit realistischer Raumabbildung

Klar: Wer einen richtiggehend warmen Grundton mag und es im Zweifel gar nicht sooo genau wissen will, Hauptsache es klingt immer schön sonor … nun, für den sind diese dänischen Monitore nicht das Richtige. Die Scansonic M15.2 besitzen eine leichte Tendenz zur etwas frischeren Mitten- und Hochtonwiedergabe, legen sehr großen Wert aufs Auflösungsvermögen und eignen sich deshalb insbesondere für Hörer, die das Offenlegen feiner Strukturen und ein klar durchgezeichnetes Klangbild schätzen, ohne dass dabei die „Musikalität“ auf der Strecke bleibt.

Steckbrief Scansonic M15.2:

  • Die Bässe kommen straff und präzise. Kein Tiefbassmonster, aber für Größe und Preisklasse dank des Passivstrahlers erstaunlich kontrolliert – und druckvoll: Etwas Abstand zur Rückwand ist ratsam, sonst kann es schon mal zu viel des Guten werden.
  • Die Mitten werden klar und strukturiert wiedergegeben, die Scansonic M15.2 spielen dabei eher etwas heller denn wärmer auf.
  • Ein echter Lichtblick sind die neutral bis minimal angehobenen Höhen, die man so in dieser Preisklasse selten findet: Sie begegnen einem sehr fein aufgelöst, luftig und seidig – der Hochtöner liefert Glanz ohne Härte, was ermüdungsfreies Hören auch auf der Langstrecke oder bei höheren Pegeln ermöglicht.
  • Die hohe Detailtreue sowohl in den oberen Mitten wie in den Höhen offenbart feinste Nuancen wie Atemgeräusche, Raumanteile – und auch digitale Artefakte. Die Lautsprecher liefern eine nachvollziehbare Durchzeichnung auch komplexer Klangszenerien. Eine echte Stärke.
  • In punkto Dynamik reagieren die Scansonic M15.2 schnell und differenziert –plötzliche Pegelwechsel werden ebenso sauber abgebildet wie nuancenreiche Texturen im Feindynamischen.
  • Die Bühne ist stabil und startet zumeist auf/bei der Stereobasis, die Tiefenstaffelung wirkt angemessen: weder flach noch extrem tief. Ein zu enger Sweet Spot ist nicht erkennbar. Die Abbildung ist präzise. Der Raum wirkt insgesamt normal dimensioniert, weder uferlos noch wirklich kompakt.
  • Die Verarbeitung ist hochwertig, die Materialwahl solide – und das Design für skandinavische Verhältnisse nicht übertrieben schlicht.

Fakten:

  • Modell: Scansonic M15.2
  • Kategorie: Zwei-Wege-Kompaktlautsprecher mit Passivmembran
  • Preis: 1.500 Euro
  • Empfindlichkeit: 87 dB (2,83 V/1 m)
  • Nennimpedanz: 8 Ohm
  • Maße: 240 x 390 x 340 (BxHxT)
  • Gewicht: 8,3 kg
  • Farben: Schwarz, Weiß
  • Garantie: 5 Jahre
  • Weitere Informationen auf der Webseite des Hersteller

Vertrieb:

DANTAX Radio A/S
Bransagervej 15 | 9490 Pandrup
Telefon: +45 9824-7677
E-Mail: info@scansonic.dk
Web: https://scansonic.dk/de/

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Test: Scansonic M15.2 | Kompaktlautsprecher

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Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Plattenspieler: Thorens TD-320 Tonabnehmer: Grado Reference Platinum (MI)

Digitale Quellen: CD-Player: Creek Evo 2, Cambridge Audio CXN V2

Vollverstärker: Creek Evo IA

Vorstufen: Phonoverstärker: Pro-Ject Phonobox RS

Lautsprecher: Neat Acoustics Momentum 4i, Bryston Mini A, Focal Alpha 80 (aktiv)

Kabel: Lautsprecherkabel: ELAC Sensible