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Test-Fazit: Rogers LS3/5a Classic 15 Ohm

Rogers LS3/5a Classic seitlich von vorne

Die LS3/5a sind nicht ohne Grund Legenden, und mit der aktuellen Rogers-Variante hat das BBC-Design einen Höhepunkt erreicht. Dabei entziehen sich die Rogers LS3/5a handelsüblicher Preis-Leistungs-Bewertungsversuche weitgehend, wollen gar nicht jedermanns Ding sein, sondern sind auf eine faszinierende Art spezielle Lautsprecher mit klarem Fokus auf Transparenz und Kohärenz sowie Klangfarben- und Impulstreue.

Bassseitig decken sie nicht ansatzweise den gesamten hörbaren Bereich ab – und schaffen mithin kein physisch spürbares Erlebnis per krachender Grobdynamik. Zudem sind sie keine romantisierenden Schönfärber, sondern servieren Details ziemlich ungeschminkt. Die Gesamtbalance kann daher im ersten Moment eventuell etwas schlank wirken, insbesondere, wenn die gerade mal kinderschuhschachtelgroßen Boxen zu weit von der Rückwand wegstehen oder die Elektronik ins Analytische tendiert.

Die tonalen und dynamischen Eigenheiten der Rogers LS3/5a lassen auf die Musikgenres schließen, die man besonders gerne über sie hören mag. So würde ich Techno und Hip-Hop weniger als ausgemachtes Metier der Rogers bezeichnen. Dafür gefallen mir Heavy Metal und gute elektronische Musik gut mit den kleinen Britinnen – beides kommt geschlossen, aus einem Guss und in sich schlüssig rüber.

In Sachen Raumgröße wage ich zu behaupten, dass alles ab knapp unter zehn und bis knapp über 30 Quadratmeter geht, wenn man entsprechend mit der Aufstellung arbeiten kann. Und die Elektronik sollte neutral bis leicht warm und vor allem qualitativ hochwertig sein. Wer das Geschwindigkeitstalent der Rogers LS3/5a nutzen möchte, sollte in entsprechend schnelle Elektronik investieren. Aber Achtung: Vordergründig extrovertiert spielende Elektronik entlarven die Rogers sofort.

Wenn in der Peripherie alles stimmt (Raum, Abstand, Elektronik), dürften die Rogers LS3/5a Classic für so manchen Musikliebhaber das Ideal darstellen. Sie zählen zu den am stärksten musikalisch involvierenden Lautsprechern, die ich kenne. Nicht, weil sie „attackig“ nach vorne spielen und man quasi dauernd gespannt wie ein Flitzebogen aufs nächste Impulsgewitter wartet, sondern weil man sich mühelos-ablenkungsfrei auf die Musik konzentrieren kann und jegliches Schielen auf klangliche Parameter entfällt, da sie auf so hohem Niveau „komponiert“ wurden.

Die Rogers LS3/5a Classic …

  • bieten eine in ihrer Preisklasse selten anzutreffende Transparenz und Durchzeichnung vom Grundton bis in den Superhochton.
  • spielen homogen und mit herausragendem Timing.
  • sind schnell, präzise und unverschliffen in der Impuls- und Transientenantwort.
  • lösen im Hochton sehr gut auf und lassen bis in den Superhochton hinein keine Schwäche erkennen. Qualitativ schlagen sie sich hier eher auf die klare und knackige als auf die feinseidige, dezente Seite.
  • virtualisieren eine große Bühne, die sich bis weit in die Tiefe des Raums hinter den Lautsprechern erstrecken kann. Dabei verschwinden die Boxen als Objekte vollständig aus dem Klangbild.
  • projizieren außerordentlich dreidimensionale Klangskulpturen von der Boxenebene an bis deutlich dahinter, die erst deutlich teurere Konkurrenten noch sauberer voneinander trennen.
  • müssen einigermaßen wandnah und in Räumen bis maximal etwa 35 Quadratmeter auftreten. Dann spielen sie im Bass bis etwa 50 Hertz hinab zwar nicht unbedingt druckvoll, doch substanziell genug, um glaubhaft zu klingen.
  • geben feindynamischer Nuancierung den Vorrang vor grober Hauruck-Attacke.
  • besitzen einen erdigen und natürlich-warmen Grundtonbereich.
  • bezaubern mit offenen, klaren und doch farbstarken Mitten. Ihre Stimmwiedergabe gerät herausragend natürlich, detailliert und emotional.

Fakten:

  • Modell: Rogers LS3/5a Classic
  • Konzept: Passiver Zweiwege-Monitor-Lautsprecher mit geschlossenem Gehäuse
  • Preis: 4.600 Euro
  • Abmessungen & Gewicht: 19 x 31 x 16 (B x H x T), 4,9 kg/Stück
  • Ausführungen: RAL-Farben, Echtholzfurniere in Walnuss, Palisander, Olive als Standard, andere Ausführungen auf Anfrage
  • Nennimpedanz: 15 Ohm
  • Wirkungsgrad: 83 dB 2,83 V/m
  • Sonstiges: 19-mm-Mylar-Kalotte, 11-cm-Bextren-Tiefmitteltöner, Gehäuse aus Birkensperrholz mit Buchenversteifungen.
  • Garantie: 2 Jahre
  • weitere technische Informationen auf der Website des deutschen Vertriebs

Vertrieb:

KlangLoft München
Otto-Hahn-Straße 14 | 85609 Aschheim
Telefon: +49 (0)89-960 58 981
E-Mail: info@KlangLoft.de
Web: https://www.mediabit-vertrieb.de/


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    Über die Autorin / den Autor

    Profilbild von Michael Bruss Michael Bruss

    Equipment

    • Analoge Quellen:
      • Festplatte: J. Sikora Initial Max mit Alu-Base und geregeltem Netzteil
      • Plattenspieler: Pro-Ject Celebration 40 mit Ortofon SPU Celebration 40 (MC)
      • Tonarm: J. Sikora KV12 VTA
      • Tonabnehmer: Aidas Cu Durawood (MC)
    • Digitale Quellen:
      • D/A-Wandler: Norma Audio REVO DAC-Modul
      • Streamer: Métronome DSS 2
      • Computer/Mediaplayer: MacBook Pro
    • Vollverstärker:
      • SVS Prime Wireless Pro Soundbase
    • Vorstufen:
      • Hochpegel: Norma Audio REVO SC-2, Rotel DX-3
      • Phonoverstärker: Linnenberg Bizet MKI (MC), Norma Audio PH3 (Modul, MM), Pro-Ject Phono Box DS3 B, Pro-Ject Step up Box S3
    • Endstufen:
      • Norma Audio REVO PA-150
    • Lautsprecher:
      • ATC SCM50PSL, ATC HTS7, KSD Home PUNKT 10 (aktiv)
    • Kopfhörer:
      • Final Audio D8000 Pro Limited Edition, Denon AD-H7200, Teufel Real Blue PRO, Beyerdynamic Free BYRD
    • Kopfhörerverstärker:
      • Mytek Liberty THX AAA HPA
    • Kabel:
      • Lautsprecherkabel: Ortofon Reference SPK Black, Audioquest Rocket 22, Fastaudio Black Science SPK
      • NF-Kabel: Gutwire EON-Z Xhadow-XLR, Gutwire Synchrony 2 SE XLR, Ortofon Reference 7NX-705 RCA, Graditech Kide 1 & Kide 3 RCA, Audioquest Yukon RCA, Audioquest Mackenzie RCA & XLR, fastaudio Black Science NF RCA
      • Digitalkabel: Supra Cables Sword Excalibur USB, AudioQuest Vodka & Cinnamon Ethernet, Graditech Kide Digital RCA, AudioQuest Carbon RCA
      • Netzkabel: Supra Cables LoRAd 2.5 SPC, Gutwire SV-8, Gutwire G Clef 2, AudioQuest NRG-2
      • Sonstiges: Erdungskabel Gutwire Perfect Ground
    • Rack:
      • Roterring Belmaro 33 (Customized)
    • Zubehör:
      • Stromfilter: Supra Cables LoRad Netzleiste MD08 DC 16 EU Mk 3.1
      • Sonstiges: Audioplan PowerStar S4, bFly BaseTwo M, YDOL Relax 60 und fastaudio Absorber, Acoustic System Resonatoren Silver & Gold, The Gryphon De-Magnetizer, Audioplan Sicomin Antispikes und Gerätefüße, Solidsteel SS6 (Lautsprecherständer)
    • Größe des Hörraumes:
      • Grundfläche: 24,5 m²
      • Höhe: 2,7 m