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Testfazit: Rockna Wavedream Reference Signature

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Rockna Wavedream Reference Signature: Hörtest und Vergleiche
  2. 3 Testfazit: Rockna Wavedream Reference Signature

Den meisten Audiophilen dürften es angesichts des Rockna Wavedream Reference Signature ähnlich wie mir gehen: Es ist schon eine tolle Sache, ihn mal erleben zu können – doch wirklich erreichbar ist er nicht. „Wahrscheinlich geht es wieder um die letzten Millimeter“, so mein erster Gedanke vor dem Test, und: „Mein Wavelight ist ja schon vernünftiger.“ Und ganz zweifellos ist er das. Das Dumme ist nur: Unvernünftig klingt besser, und zwar deutlich.

Der Rockna Wavedream Reference Signature aus leichter Vogelperspektive

Auflösungsvermögen, Raumdarstellung und die Über-alles-Natürlichkeit des Rockna Wavedream Reference Signature sind umwerfend. Leider gilt das auch für den Preis

Tonal sticht der Wavedream Reference Signature dabei nicht aus dem Gros moderner D/A-Wandler heraus. Er gibt sich balanciert und ziemlich neutral, allenfalls ein kleines Faible für einen wohlernährten Bassbereich lässt sich erkennen, aber wirklich nur ein kleines. Was den großen Rockna aber zu etwas sehr Besonderem macht, ist zweierlei: Zum einen das nachgerade abartige Auflösungsvermögen, das nicht einfach nur hochinformativ im Kleinen – bei besagten letzten Millimetern – ist, sondern die Basis dafür bildet, dass das klangliche Gesamtbild unheimlich natürlich wirkt. Zum anderen die Raumdarstellung: ein Schritt nach vorne, eine weite, weite Ausleuchtung nach hinten, und dann diese 3D-hafte Modellierung einzelner Klänge, wie man es sich kaum besser wünschen kann. Man spiele einfach zwei-drei Lieblingsstimmen über den Wavedream Reference Signature ab, und es ist um einen geschehen.

Jedenfalls habe ich Schwierigkeiten, mir vorzustellen, wer darauf denn nicht stehen würde. Vielleicht, wenn man sich mehr Distanz zum klanglichen Geschehen wünscht? Oder tonal eine ganz anderer Richtung? Ja, vielleicht … aber irgendwie klingt mir das doch ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Wie auch immer: Schön war die Zeit mit dem großen Rockna, doch jetzt muss er schnell wieder weg, sonst gewöhne ich mich noch zu sehr an ihn.

Steckbrief Rockna Wavedream Reference Signature:

  • Perfekt breitbandig und tonal balanciert mit geringfügig kräftigerem Bassbereich – der Rest des Frequenzschriebs gibt sich neutral.
  • Sehr akkurat durchgezeichneter Tiefton, kein „Nachschlabbern“, aber auch kein „artifizielles Trockenlegen“. Akustische Instrumente klingen authentisch, Synthi-Tiefbasseskapaden ebenso. Quantitativ ist der Level im Bass wohl immer Geschmackssache, qualitativ gehört Rocknas Top-Wandler zum Besten, was mir untergekommen ist.
  • Überhaupt ist das Auflösungsvermögen eine der großen Stärken des Wavedream Reference Signature, was sich nicht nur im Bass, sondern auch im Mitten- und Hochtonbereich zeigt. Das gilt in der „Mikro“-Perspektive, wenn man ganz genau auf Feinheiten und die leise Details einer Aufnahme achtet – bis dato hat mir noch kein anderer DAC ein akkurateres Klangbild präsentiert –, wie auch aus „Makro“-Sicht, wenn man einfach nur entspannt Musik hört: Die Akkuratesse bei den kleinen Details summiert sich nämlich auf, so meine Theorie, und ergibt eine Natürlichkeit und Authentizität, die frappierend ist. Das ist im Grunde das Beste daran: Natürlichkeit durch Auflösung.
  • Es wird eine weitläufige Bühne geboten, wobei die Breite als realistisch-normalformatig durchgeht. Die Tiefenstaffelung fällt stärker auf, denn die ist enorm. Interessant dabei: Das Rockna-Flaggschiff lässt die Bühne gerne schon mal vor der Stereobasis starten und leuchtet gleichzeitig sehr weit nach hinten aus. Zweite Besonderheit: Die Abbildungsqualität ist an den Rändern der Bühne so wie in der Mitte, da wird nichts schwammig.
  • Apropos Abbildung: Plastischer und konkreter habe ich es noch nicht geboten bekommen. Die Kombination aus hoher Auflösung, dem Schritt nach vorne und 3D-hafter Abbildung macht insbesondere die Stimmwiedergabe zu einer echten Show, die berührt.
  • Dynamik und Timing werden wie selbstverständlich beherrscht und fallen deshalb spontan nicht groß auf. Der Wavedream Reference Signature spielt auf den Punkt und zeichnet kleine wie große Lautstärkeunterschiede sehr genau nach. Er „swingt“ also nicht in dem Sinne, dass er zur Hebung der Laune Fünfe schon mal gerade sein lässt und drauflos jammt. Vielmehr gibt er sich auch in diesem Bereich sehr transparent und präzise – und überzeugt deshalb rhythmisch-dynamisch.
  • Sehr akkurate und massive Verarbeitung, wie man sie zu diesem Preis erwarten darf. Intuitive Bedienlogik, sei’s über das Display, sei’s über die App. Solide, schöne Metallfernbedienung mit hinterleuchteten Tasten – die allerdings ein bisschen arg schnell „anspringen“.
  • Gute Schnittstellenauswahl, aber kein WLAN oder HDMI ARC, native Einbindung gängiger Streamingdienste und -standards. Update-fähig via Internet.

Fakten:

  • Modell: Rockna Wavedream Reference Signature
  • Konzept: Netzwerkplayer und DAC mit Pegelregelung
  • Preis: 26.490 Euro
  • Maße & Gewicht: 450 x 390 x 105 mm (BxTxH), 10 kg
  • Digitale Eingänge: je 1 x S/PDIF koaxial, Toslink, AES/EBU, USB-B, I2S (HDMI), LAN (RJ45)
  • Analoge Ausgänge: Cinch, XLR
  • Kompatibilität: PCM bis max. 32 Bit/ 768 kHz und DSD512 (LAN, USB und I2S)
  • Konnektivität/Musikdienste: Roon Bridge, UPnP, OpenHome, HQPNAA, Airplay, Spotify, Qobuz Connect, Squeezelite
  • Farben: Silber, Schwarz
  • Sonstiges: Fernbedienung
  • Garantie: 3 Jahre
  • Weitere Informationen auf der Website des Vertriebs

Vertrieb:

Kircher Hi-Fi
Körblergasse 30 | A-8010 Graz
Telefon: +43 (0)664 – 4499275
E-Mail: walter@walterkircher.com
Web: https://www.walterkircher.com/

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Test: Rockna Wavedream Reference Signature | D/A-Wandler, Netzwerk-Player

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Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: SME Model 15 Tonarm: SME 309 Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201 Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), Stack Audio Serene Mat & Stabiliser, VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Rockna Wavelight+ Musikserver: Antipodes K22 G4 Sonstiges: Network Acoustics Eno2 (Ethernet-Filter), Pink Faun LAN Isolator, Silent Angel Bonn N8 (Switch)

Vorstufen: Hochpegel: Electrocompaniet EC 4.8 MKII Phonoverstärker: BMC Audio MCCI Signature ULN

Endstufen: Electrocompaniet AW 800 M

Lautsprecher: Acapella High BassoNobile MK2

Kopfhörer: Audeze LCD-2, Beyerdynamic DT-990, Sennheiser HD 800 S, Sony MDR-1000X, Teufel Supreme In

All-In-One: Ruark Audio R4

Kabel: Lautsprecherkabel: Dyrholm Audio Phoenix, fis Audio Studioline NF-Kabel: Dyrholm Audio Phoenix XLR, Boaacoustic Blueberry Signal.xlr, fis Audio Livetime (Cinch), Vovox und andere Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Audioquest Vodka 48 (HDMI/I2S), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), fis Audio Magic (LAN-Kabel), Wireworld Series 7 Starlight Gold (S/PDIF koaxial) Netzkabel: fis Audio Blackmagic, fis Audio Studioline Netzleiste: fis Audio Blackmagic

Rack: Creaktiv Trend 3 (Rack) auf bFly Audio b.DISC (Spikeaufnahmen) stehend, Stack Audio Auva EQ (Geräte-Entkopplungsfüße)

Zubehör: Stromfilter: Audes ST-3000 Power Conditioner (Trenntrafo)

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 40 m² Höhe: 2,45 m