Testfazit: Rega Mercury und Solis
Die Vor-End-Kombination Rega Mercury/Solis hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Verarbeitet für die Ewigkeit, richtig elegant designt und mit einem eigenständigen, fein justierten Klangbild gesegnet, ist sie eine Bereicherung in dieser gehobenen Preisklasse.

Eine, die vielen, wenn – wie immer – auch nicht allen Hör-Geschmäckern zusagen wird: Wer hartnäckig auf reine Lehre pocht oder gar auf einen strahlend/drahtigen Tonfall aus ist und sich vor allem an maximal scharf umrissenen Klangsprengseln ganz weit hinten links im Orchestergraben delektiert – nun, der findet Alternativen. Das Rega-Duo überzeugt dagegen mit einem kräftig-konturierten Bass, leicht sonoren Mitten und einen im Sinne der Langzeittauglichkeit verträglichen, doch nie zu dezenten Präsenzbereich – und vor allem mit seinem sehr dynamischen, mitreißenden Zugriff auf die Musik und diese wunderbar dazu passende, sich mutig nach vorne und in die Breite öffnende Bühne, die den Hörer mehr verführen denn belehren will. Das hier ist Audiophilie mit Augenzwinkern und ordentlich Pepp.
Steckbrief Rega Mercury & Solis:
- Etwas kräftigerer, schön konturierter Bass, der ein tragfähiges Fundament für das rhythmische Grundnaturell dieser Verstärkerkombi schafft. Nie übertrieben, aber doch etwas nachdrücklicher. Klassentypsicher Tiefgang.
- Leicht sonore Mitten, die sich aus einem minimal unterfüttertem Grundton und etwas dezenteren Präsenzen ergeben. Das Ganze wirkt sehr fein justiert.
- Ein im „normalen Bereich“ ehrlicher Hochton, sodass Impulse und rhythmische Akzente authentisch rüberkommen und nicht wattiert/zu höflich wirken. Im Air-Band ein wenig zurückhaltender.
- Gutes Auflösungsvermögen, das zur Preisklasse passt, sie aber auch nicht überragt. Details werden eher eingebunden als solo in Szene gesetzt.
- Sehr überzeugende Feindynamik, grobdynamisch noch besser. Die Kombi bietet Schwung, Kontrolle und ein stimmiges Rhythmusgefühl, auch bei hohen Pegeln. Eine echte Stärke.
- Die virtuelle Bühne öffnet sich oft ein gutes Stück vor der Stereobasis, und es wird ein breites Panorama aufgezogen – das zieht den Hörer in die Musik und unterstützt die Dynamik insofern, als es nie distanziert oder akademisch tönt. Gute, normale Tiefenstaffelung.
- Stimmen und Instrumente werden etwas größer gezeichnet und besitzen bei aller Präzision eine etwas weichere „Randeinfassung“. Es wirkt organisch-natürlich.
- Das DAC-Modul der Mercury-Vorstufe überzeugt und passt zum Klangbild, wer hier mehr will, muss noch einmal deutlich Geld in die Hand nehmen.
Fakten:
Rega Mercury
- Konzept: Hochpegel-Vorstufe mit DAC
- Preis: 8.449 Euro
- Maße & Gewicht: 97 x 435 x 380 mm (HxBxT), Gewicht: 14 kg
- Farben: Schwarz
- Eingänge: analog: 4 × RCA (unsymmetrisch), 1 × XLR (symmetrisch), Tape-Schleife; digital: 1 x USB-B, 2 x S/PDIF koaxial, 2 x Toslink
- Ausgänge: 1 x RCA (unsymmetrisch), 1 x XLR (symmetrisch), Tape-Schleife, Kopfhörerausgang (6,35-mm-Klinke)
- Sonstiges: Metall-Fernbedienung
- Garantie: 2 Jahre; lebenslange Garantie auf Fabrikationsfehler
- Weitere technische Informationen auf der Website des Vertriebs
Rega Solis
- Konzept: Stereo-Transistor-Endverstärker
- Preis: 8.449 Euro
- Maße und Gewicht: 140 x 435 x 385 mm (HxBxT), 24,8 kg
- Farben: Schwarz
- Eingänge: 1 x RCA, 1 x XLR
- Ausgänge: Stereo-Lautsprecherterminal
- Leistung: 2 x 168 Watt an 8 Ohm, 2 x 305 Watt an 4 Ohm
- Sonstiges: Trigger in/Out
- Garantie: 2 Jahre; lebenslange Garantie auf Fabrikationsfehler
- Weitere technische Informationen auf der Website des Herstellers
Vertrieb:
TAD Audiovertrieb GmbH
Hallwanger Straße 14 | 83209 Prien am Chiemsee
Telefon: +49 (0)8052 – 9573273
E-Mail: hifi@tad-audiovertrieb.de
Web: https://www.tad-audiovertrieb.de/
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