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Test-Fazit: Raidho X1.6

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Hörtest und Vergleiche: Raidho X1.6
  2. 3 Test-Fazit: Raidho X1.6

Raidho X1.6 Lautsprecher: Schallwand und seitlich

Die tonale Balance der Raidho X1.6 präsentiert sich für den einen oder anderen womöglich mit einer angesichts der Bestückung überraschenden Tendenz zur Wärme – in Abgrenzung zur ätherischen Analytik. Die dänischen Kompaktlautsprecher setzen sich mit Talenten wie bestechender Feindynamik, ebenso stressfreier wie hoher Auflösung sowie einer schön „greifbaren“ dreidimensionalen Abbildung in einigen Disziplinen von der Konkurrenz ab.

Dank ihrer Souveränität im Bass kommen sie selbst mit gröberem Material wie Metal oder Hip-Hop in Räumen von etwa 20 bis knapp 40 Quadratmetern gut zurecht. Musikalische Einschränkungen kann ich mir kaum denken – außer vielleicht, wenn es einem explizit um extrem harte Kickbässe geht. Blechblasinstrumente und Akustikgitarren, quirlige Electronica und Percussion könnte ich mir hingegen stundenlang über die Raidho X1.6 anhören.

Diese unkompliziert zu betreibenden Lautsprecher sollten Verstärker abseits von 300B-Trioden vor keinerlei elektrische Probleme stellen. Eher warm oder dunkel abgestimmte Ketten könnten die hochtonpegelseitig etwas dezenter abgestimmten Raidho-Folien-Tweeter jedoch im Trend bestärken und so das Klangbild eventuell übermäßig abmildern. Die Elektronik darf daher im breiten Spektrum von tonal neutral bis analytisch unterwegs sein – die fantastischen Tweeter dürften selbst höchste Auflösung und leichte tonale Betonungen obenrum stressfrei durchreichen.

Die Raidho X1.6 …

  • besitzen einen über alles sehr angenehmen und langzeittauglichen, minimal „warmen“ Charakter.
  • binden den im Verlauf sehr linearen Hochton in der Gesamtschau tonal leicht zurückgenommen ein. Die wunderschön feinseidigen, bis in den Superhochton hinein schwerelos schwebenden oberen Oktaven setzen Klassenmaßstäbe in Sachen „unaufdringlicher Auflösung“.
  • kommen mit einem Plus an Energie im Bass, das vielleicht nicht dem strengen Neutralitätsgebot entspricht, dafür im Verbund mit dem sehr guten Tiefgang für ein überraschend erwachsenes Klangbild sorgt. Die allerletzte Präzision und Kontrolle exerziert der Bass dabei nicht unbedingt.
  • sind auch im Mittelton und bei Stimmen minimal körperhafter abgestimmt als hundertprozentig neutrale Monitore der Studioklasse, was gleichermaßen am kräftigen Bass wie an einer klitzekleinen Zurückhaltung im Präsenzbereich liegt. Die geht zum Glück nicht zu Lasten der Mittendurchzeichnung.
  • malen satte, strahlende Klangfarben und lassen so Streich- und Blechblasinstrumente sowie Akustikgitarren angenehm und differenziert erklingen.
  • können erstaunlich laut spielen, …
  • … zeigen aber auch schon bei niedrigen Pegeln alle Details.
  • halten sich mit grobdynamischen Impuls-Attacken gefühlt minimal zurück – extrem knalliger Kickbass ist nicht so sehr ihr Ding.
  • zaubern umso feinere und bezauberndere feindynamische Abstufungen.
  • bilden herausragend dreidimensional und klar umrissen ab. Die Plastizität der X1.6 kann geradezu atemberaubend sein.
  • bilden die virtuelle Bühne abhängig von der Aufnahme mal vor, auf und hinter der Lautsprecherebene ab, wobei die virtuelle „Distanzspanne“ nicht die allergrößte ist, die ich bisher gehört habe.
  • sind recht einfach zu betreiben und für die meisten Musikstile geeignet.

Fakten

  • Modell: Raidho X1.6
  • Konzept: Passiver 2-Wege-Monitorlautsprecher mit Bassreflexgehäuse
  • Preis: 7.300 Euro, Ständer 850 Euro (Paare)
  • Abmessungen & Gewicht: 200 x 360 x 300 mm (BxHxT), 12 Kg/Stück
  • Ausführungen: Schwarzer oder weißer Pianolack
  • Nennimpedanz: 6 Ohm
  • Wirkungsgrad: 87 dB 2,83 V/m
  • Sonstiges: Planar-magnetischer Folienhochtöner und Keramik-Aluminium-Sandwich-Tiefmitteltöner mit Titanschwingspule
  • Garantie: 5 Jahre

Hersteller & Vertrieb:

DANTAX Radio A/S
Bransagervej 15 | 9490 Pandrup
Telefon: +45 9824 – 7677
E-Mail: sales@raidho.dk
Web: https://raidho.dk/

 

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Test: Raidho X1.6 | Kompaktlautsprecher

  1. 2 Hörtest und Vergleiche: Raidho X1.6
  2. 3 Test-Fazit: Raidho X1.6

Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: J.Sikora Initial Max mit Alu-Base und geregeltem Netzteil Plattenspieler: Pro-Ject Carbon Debut EVO Tonarm: Kuzma Stogi Reference S12 VAT Tonabnehmer: Transrotor Figaro, Ortofon 2M Bronze, Ortofon 2M Red Sonstiges: UKW-Tuner: Grundig FineArts T2

Digitale Quellen: D/A-Wandler: ifi iDSD nano, Norma Audio REVO DAC-Modul CD-Player: Technics SL-G700 Streamer: Métronome DSS 2, Cambridge CNX (V2) Computer/Mediaplayer: Nucleus by Roon, MacBook Pro

Vollverstärker: Audio Hungary Qualiton X200 KT150 (Röhre), Linn Classik Movie II (Surroundreceiver mit integriertem DVD-Player)

Vorstufen: Hochpegel: Norma Audio REVO SC-2 Phonoverstärker: Linnenberg BIZET (MC), Norma Audio PH3 (Modul)

Endstufen: Norma Audio REVO PA-150

Lautsprecher: ATC SCM50PSL, Divine Acoustics Bellatrix, JBL 4309, Argon Audio Forte A5

Kopfhörer: Denon AD-H7200, Teufel Real Blue PRO, Beyerdynamic Free BYRD

Kopfhörerverstärker: Meier Audio Corda Classic

Kabel: Lautsprecherkabel: Ortofon Reference SPK Black, Kimber Kable 12TC All Clear, Audioquest Rocket 22, Fastaudio Black Science SPK NF-Kabel: Gutwire EON-Z, Ortofon Reference 7NX-705, Graditech Kide 1 & Kide 3, Audioquest Yukon, Audioquest Mackenzie, fastaudio Black Science NF Digitalkabel: Supra Cables Sword Excalibur USB, AudioQuest Vodka & Cinnamon Ethernet, Graditech Kide Digital RCA, AudioQuest Carbon RCA Netzkabel: Supra Cables LoRAd 2.5 SPC, Gutwire SV-8, Gutwire G Clef 2, AudioQuest NRG-2 Sonstiges: Erdungskabel Gutwire Ultimate Ground

Rack: Roterring Belmaro 33 (Customized)

Zubehör: Stromfilter: Supra Cables LoRad Netzleiste MD08 DC 16 EU Mk 3.1 Sonstiges: Audioplan PowerStar S4, bFly PowerBase M, bFly BaseTwo M, YDOL Relax 60 und fastaudio Absorber, Acoustic System Resonatoren Silver & Gold, The Gryphon De-Magnetizer, Audioplan Sicomin Antispikes und Gerätefüße, bFly MASTER Absorberfüße, Solidsteel SS6 (Lautsprecherständer)

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 24,5 m² Höhe: 2,7 m

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