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Dynaudio Special Forty

Testfazit: Transrotor Massimo

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Klangeindruck und Vergleiche
  2. 3 Testfazit: Transrotor Massimo

Das Erscheinungsbild und insbesondere die auf perfekten Hochglanz gebrachten Aluminiumoberflächen des Transrotor Massimo prädestinieren ihn nicht gerade dazu, unauffällig auf dem Rack sein Dasein zu fristen. Doch dafür wäre er ja auch viel zu schade.

transrotor-massimo

Schließlich gibt es an der klanglichen Performance des Massimo kaum etwas zu kritisieren. Er baut sein Klangbild von ganz unten auf, wo er ungemein fest und stabil agiert und tiefer als viele Kollegen in den Basskeller hinabsteigt. Die gelegentlich beschworenen glühenden Mitten sind seine Sache nicht, da bleibt der Transrotor lieber neutral in der Spur und riskiert dafür, etwas weniger Emotionen zu versprühen. Keinesfalls geizt er freilich mit Feinstinformationen, die er insbesondere im tonal gut eingebundenen Hochtonbereich vor dem Hörer vollständig auszubreiten weiß.

Der stoisch gelassen die schwarzen Scheiben drehende Transrotor Massimo stellt eine ausgezeichnete Basis für Versuche mit unterschiedlichen Tonarm-Tonabnehmer-Kombinationen dar, deren klangliche Eigenheiten ziemlich ungefiltert durchgereicht werden, da keine relevante Einmischung vonseiten des Laufwerks zu befürchten ist. Dessen ungeachtet kann die von mir hauptsächlich mit dem Massimo gehörte Kombi aus SME 5009 und dem MC Figaro selbst verwöhnte Ohren überzeugen und darf nicht zuletzt wegen des stimmigen Preis-Leistungs-Verhältnis empfohlen werden.

Steckbrief Transrotor Massimo:

  • Der Transrotor Massimo gehört der Spezies Masselaufwerk an, dementsprechend baut er sein Klangbild auch auf einem sehr soliden, ungewöhnlich tief reichenden Bassfundament auf, wobei weder auf Kontur noch auf Definition verzichtet werden muss.
  • Ab den unteren Mitten geht es ziemlich gradlinig-neutral zu. Klangfarblich enthält sich der Transrotor dabei jeglicher euphonischer Tendenz. Dennoch wirkt er weder ausgezehrt noch übermäßig streng. Warme Töne kommen bei ihm vom Vinyl – oder eben nicht.
  • Die hohen Frequenzen werden sehr gut aufgelöst und im Zweifel eher etwas defensiver präsentiert. Doch sollte man sich nicht täuschen lassen, denn man merkt schnell, dass da im Grunde nichts fehlt. Langzeittauglich!
  • Selbst in dieser gehobenen Preisregion spielt der Massimo grobdynamisch in einer eigenen Liga. Dabei ist seine Wucht keinesfalls von der behäbigen Sorte, vielmehr agiert er impulsschnell und beweglich und ist sicher kein Typ, der vor Kraft nicht laufen könnte.
  • Die Feinddynamik erreicht nicht ganz das gleiche hohe Niveau, hier ist eher guter Klassendurchschnitt angesagt. Besonders fein modulierte Impulse werden zwar keinesfalls unterschlagen, doch geradezu investigativ nachgegangen wird ihnen nun auch nicht.
  • Auf Effekte schielen und mehr Raum vorgaukeln als tatsächlich vorhanden ist gehört nicht zum Charakter des Massimo – Breite, Höhe und Tiefe des Bühnenraums bleiben „vorlagentreu“, soll heißen: Was auf dem Vinyl drauf ist, wird transportiert. Abbildungspräzision und Plastizität der Klänge sind sehr gut.
  • Beim Wechsel des Tonabnehmers sind die tonalen Eigenschaften des jeweiligen Systems jederzeit gut erkennbar. Das Laufwerk mag vielleicht eine besondere Vorliebe für tiefe, feste Bässe hegen, hält sich aber ansonsten weitgehend heraus und überlässt Tonarm und Tonabnehmer die Aufgabe, dem Klang den Feinschliff zu verabreichen.
  • Die getestete Version mit zwei Antrieben ist der Standardversion klanglich überlegen.
  • Der Tonarm SME 5009 und das MC Transrotor Figaro bilden ein Gespann, das sowohl preislich als auch von der klanglichen Auslegung her gut mit dem Massimo harmoniert.
  • Die Verarbeitungsqualität ist auf einem sehr hohen, der Preisklasse des Laufwerks entsprechendem Niveau. Mit der Möglichkeit, bis zu vier Tonarmbasen montieren zu können, ist eine für alle Fälle ausreichende Flexibilität gegeben.

Fakten:

  • Modell: Transrotor Massimo mit SME 5009 und Transrotor Figaro (MC)
  • Konzept: Plattenspieler (Masselaufwerk)
  • Preis: Standardausführung mit einem Motor, ohne Arm und System: 8.900 Euro; Testversion mit zwei Motoren, Tonarm SME 5009 und MC-System Transrotor Figaro: 14.450 Euro
  • Besonderheiten: zweiter Motor (+1.050 Euro); kann mit bis zu vier Tonarmbasen ausgestattet werden (9-Zoll-Version: 398 Euro, 12-Zoll-Version: 598 Euro)
  • Farbe: Aluminium poliert
  • Maße & Gewicht: 71cm x 32cm x 23cm (BxTxH; mit zwei Motoren), 45 kg
  • Garantie: 2 Jahre

Hersteller & Vertrieb:

Räke Hifi/Vertrieb GmbH
Irlenfelder Weg 43 | 51467 Bergisch Gladbach
Telefon: +49(0)2202 – 31046
E-Mail: transrotorhifi@t-online.de
Web: www.transrotor.de

Test: Transrotor Massimo | Plattenspieler

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Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: TW-Acustic Raven AC Tonarm: Analog Tools, Pyon Sound Iris SE Tonabnehmer: Dynavector XV-1S, Steinmusic Aventurin6, Lyra Titan i, Denon DL 103R Sonstiges: Plattentellermatten von Dereneville und Steinmusic

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Abbingdon Music Research DP-777 CD-Player: Ensemble Dirondo (Laufwerk) Musikserver: Innuos Zenith Mk.II

Vollverstärker: Devialet D-Premier

Vorstufen: Hochpegel: Accustic Arts Tube Preamp II Mk.2 Phonoverstärker: Einstein The Turntables Choice

Endstufen: Dartzeel NHB-108 (Stereo), Tenor Audio 75 Wi (Monos)

Lautsprecher: Acapella La Campanella, Clockwork Event Horizon

Kabel: Lautsprecherkabel: Analog Tools Reference Serie NF-Kabel: Analog Tools Reference Serie Netzkabel: Steinmusic Highline Netzleiste: Nordost QRT QB4 und QB8 Sonstiges: Analog-Tools-Phonokabel (Reference Serie)

Zubehör: Stromfilter: Trenntrafos von Steinmusic und Moll-Audio, Furutech-Steckdose Sonstiges: AHP-Klangmodule, Steinmusic Harmonizer

Sonstiges: Racks von Copulare und Audio Lignum, Basen von Symposium Acoustics und Acapella

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 23,4 m² Höhe: 2,64 m

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