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Test-Fazit: Quadral Aurum Orkan VIII

Inhaltsverzeichnis

  1. 5 Test-Fazit: Quadral Aurum Orkan VIII

Darf man behaupten, Quadral hätte mit der Orkan VIII einen perfekten Allrounder geschaffen? Okay, dass ist vielleicht zu viel der Ehre. Es mag sein, dass meine Zuneigung für das Testmuster meinen objektiven Blick etwas getrübt hat. Und überhaupt sollte man ja mit Attributen wie „perfekt“ vorsichtig sein, lassen diese dann meistens keine Luft mehr nach oben. Aber ich kann über den mittlerweile knapp vierwöchigen Besuch der lackschwarzen Säule in meinem Arbeitszimmer in der Tat nichts Negatives berichten. Zumindest klanglich. Die Niedersächsin zeigte sich jeder Situation gewachsen, gefiel mir mit ihrer unbedingten Ausgewogenheit, Übersicht, und vor allem mit ihrer Fähigkeit, trotz des wirklich kräftig, aber stets staubtrocken und definiert in Erscheinung tretenden Basses nicht die tonale Balance zu verlieren. Der Tiefton ist zwar immer präsent, setzt sich aber nicht zum Selbstzweck in Szene, sondern gestaltet die gesamte Performance des Lautsprechers zu einer „runden“ Sache.

quadral orkan viii

Besonders hervorzuheben ist auch die Arbeit des gekonnt abgestimmten Magnetostaten, der fein und nuanciert auflöst und sehr breit abstrahlt, dabei aber wirklich nie scharf, bissig oder glasig wird. Aufstellungstipp: Bei mir hat die Orkan VIII während der „heißen“ Testphase gerade ausgerichtet – also nicht eingewinkelt – und mit knapp 45 Zentimeter Abstand zur Rückwand gespielt. Zudem stand sie auf Aluminium-Pucks, was der Wiedergabe vor allem in den tiefen Lagen noch mehr innere Festigkeit verlieh und sie pointierter ertönen ließ.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Quadral Aurum Orkan VIII …

  • mit einem kraftvollen und tief hinabreichenden, aber stets sauberen Bass verwöhnt.
  • immer, auch bei komplexen musikalischen Arrangements die Übersicht behält und Musik-Strukturen gut durchhörbar darstellt.
  • ihr Publikum auch an feinen Details, die sie sauber herauslöst, hautnah teilhaben lässt.
  • Räume realistisch und angenehm weiträumig abbildet.
  • mit ihrem Magnetostaten ein fein aufgelöstes und nuanciertes Hochtonspektrum bietet, das nie ins Scharfe oder Bissige abkippt.
  • Stimmen mitunter eine Spur wärmer und fülliger zeichnet als es das strenge HiFi-Ideal wohlmöglich vorgibt – was aber nie aufgesetzt oder effektheischend wirkt.
  • auch schon in mittelgroßen Räumen (ab 20 Quadratmeter) problemlos einzusetzen ist, in größeren Räumen (bis zirka 40qm) aber ebenfalls gut aufgehoben sein sollte.

Fakten:

  • Modell: Quadral Aurum Orkan VIII
  • Konzept: 3-Wege-Standlautsprecher mit Bassreflex-Druckkammersystem
  • Paarpreis: ab 2.800 Euro (Testmodell in Glanzlack: 3.200 Euro)
  • Wirkungsgrad: 89dB/1W/1m
  • Abmessungen (BxHxT): 22x102x45 cm
  • Gewicht pro Box: 31 Kilogramm
  • Ausführungen: Lackierung nach Wahl (RAL) und verschiedene Echtholzfurniere
  • Sonstiges: 10 Jahr Garantie bei Einsendung eines Garantieanforderungsschreibens

Hersteller und Vertrieb:
Quadral/AURUM Phonologue
Web: www.aurumspeakers.com | www.quadral.com
eMail: info@aurumspeakers.com
Telefon: +49 (0)511 7904-0

Test: Quadral Aurum Orkan VIII | Standlautsprecher

  1. 5 Test-Fazit: Quadral Aurum Orkan VIII

Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: Transrotor Insigne Tonarm: Rega RB 300 Tonabnehmer: Shelter 201 (MM) Sonstiges: Tuner Sansui T-80

Digitale Quellen: CD-Player: Lua Appassionato, Yamaha CD-S 1000 Streamer: Pioneer N-50, Marantz NA 8005

Vorstufen: Phonoverstärker: Lehmann Audio Black Cube Statement

Lautsprecher: Magnat Quantum 905, Klipsch RF-82 II

Kabel: Sonstiges: LS- und NF-Kabel durchgängig in-akustik, alternativ Eagle Cable, WireWorld

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