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Quadral Orkan VIII – Nubert nuVero 14 – Test-Bericht fairaudio

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Dass sie auch ganz warmherzig, schmeichlerisch und intim kann, zeigt mir die Aurum Orkan, als ich Tori Amos‘ „I can´t see New York“ (zu finden auf „Scarlet´s Walk“) auflege. Die erste Minute des Titels wird weitgehend von Amos‘ Bösendorfer Flügel bestimmt, der praktisch mitten im Raum zu stehen scheint.

Als die rothaarige Pop-Elfe mit ihrem Gesang einsetzt, möchte man fast um das Ensemble herumgehen, so plastisch leuchtet das berühmte Tasteninstrument, begleitet von Toris´tori amos zerbrechlicher Stimmlage, meinen gesamten Hörraum aus. Ein offenbar synthetisch erzeugter, an- und abschwellender und sehr tief grummelnder Ton bildet das fast drohend wirkende Fundament für diesen Part, bevor unvermittelt und überfallartig die gesamte Band einsetzt und einen weiteren Teil dieses insgesamt über sechs Minuten dauernden Songs ankündigt. Was mich dabei immer wieder fasziniert, ist gar nicht so sehr die Fähigkeit der Orkan zur ansatzlosen Attacke, sondern ihr Talent, auch im größten Gewimmel die Übersicht zu behalten und das Geschehen stets durchsichtig und strukturiert zu präsentieren.

Vor dem Hintergrund ihrer fulminant ansetzenden Band hätte ich etwa erwartet, Tori Amos irgendwo im Gewaber untergehen zu hören. Genau das ist aber nicht der Fall. Ihr Gesang bleibt präsent im Vordergrund, in allen Details und mit allen faszinierenden Nuancen, die ihre Stimmbänder darzustellen in der Lage sind. Und das sind durchaus viele.

frequenzweiche quadral orkan

In eine musikalisch ähnlich Kerbe wie die Amerikanerin schlägt der englische Singer/Songwriter Jim Moray, der auf seinem 2003 erschienenen Debut „Sweet England“ jim moraytraditionelle Folksongs mit Elektro- und Trip-Hop-Elementen verbindet. Ich höre das ruhig und sparsam instrumentierte „Suffolk Miracle“, Moray singt und begleitet sich auf der E-Gitarre selbst. Die Quadral intoniert den jungen Briten eine Spur wärmer und versieht sein Instrument mit ein wenig mehr Fülle, als ich dies etwa über meine Nubert NuVero 14 gewohnt bin. Das ist aber keinesfalls unangenehm, wirkt weder aufgesetzt noch übertrieben. Schalte ich auf meine Nubert zurück vermisse ich das Quäntchen mehr Volumen fast, dass mir die Hannoveranerin schenkt.

Über Spielfreude brauchen Sie sich bei der Quadral keine Gedanken zu machen. Die fröhliche Rockabilly-Combo „Boppin´B“ brennt mitboppin'b „Thirteen Bloodhounds“ vom Album „Rock´n´Roll Radio“ ein wahres Rock & Roll-Feuerwerk in meinem Hörraum ab. Da schnalzt Didi Beck mir die Saiten seines Kontrabasses praktisch um die Ohren, Frank Seefeldt´s Saxofon zerschneidet die Luft und das Minimal-Drumset von Thomas Weiser pfeffert den Vierviertel dazu. Mit seinem wunderbar ironischen Vibrato versetzt Sänger Michael Treska das Auditorium in die Sixties, dass man meinen könnte, die fünf Aschaffenburger – Gitarrist Golo Sturm komplettiert die Band – hätten ihr Set vor meinem Hörsessel aufgebaut.

Test: Quadral Aurum Orkan VIII | Standlautsprecher

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