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Testfazit: PureAudio Lotus DAC5 SE

Mehr und teurer geht immer, und ich weiß um den Spaß, den absolutes Highend bringen kann – wenn man es schafft, seiner hochgejazzten Kette mit dem einen oder anderen kompromisslosen Teil doch noch ein bisschen mehr zu entlocken. Für die meisten von uns dürfte aber die Freude über das, was mit realistischer gepreisten Komponenten inzwischen möglich ist, deutlich größer ausfallen – die letzten Millimeter schmerzen im Budget doch arg.

Der PureAudio Lotus DAC5 SE mit Fernbedienung
Der PureAudio Lotus DAC5 SE kommt mit einer Fernbedienung aus Aluminium

Natürlich sind gut 3.000 Euro für einen D/A-Wandler eine Stange Geld, aber ich will es trotzdem einmal „machbares Highend“ taufen. Der PureAudio Lotus DAC5 SE gehört in diese Kategorie und ist wahrlich audiophil unterwegs: Er kombiniert studiohaft neutrale Tonalität mit hoher Auflösung und einer lebendigen, nach vorne spielenden Gangart. Er gibt sich so korrekt wie mitreißend. Eine überzeugende Mischung. Ja, es bleibt immer noch Luft nach oben, aber das ist eine Binse.

Kurz und gut: Ich halte den Lotus DAC5 SE für ein richtig faires Angebot, zumal er sehr gut ausgestattet ist und eine mehr als ordentliche Lautstärkeregelung mitbringt. Der PureAudio gehört auf Ihre Shortlist, wenn Sie in dieser Klasse nach einem D/A-Wandler Ausschau halten.

Steckbrief PureAudio Lotus DAC5 SE:

  • Tonal ziemlich „reine Lehre“, sprich neutral und dabei recht breitbandig: Nach oben raus ist er komplett da, im Tiefbass gute, aber nicht maximale Ausdehnung.
  • Sehr trockene, konturierte Bassperformance.
  • Mitten und Höhen bieten hohe Auflösung. Klangfarben und -texturen, leise Details und vor allem Impulse werden akribisch nachgezeichnet.
  • Fein- wie grobdynamisch talentiert und nicht „nervös“. Zwar gibt es eine kleine Präferenz Richtung Attack statt Sustain – aber die ist eben: klein. Der PureAudio ist ein spielfreudiger D/A-Wandler.
  • Räumlich geht es mit dem PureAudio ein Schrittchen vor die Grundlinie, das wirkt offen-involvierend und passt zu seinem lebendigen Naturell. Die Bühnendimensionen erscheinen normal, weder kompakt noch ausladend, auch die Tiefe ist realistisch, wenngleich da noch mehr ginge. Präzise, sehr freie und unmittelbare Abbildung der Musiker auf dieser Bühne – ausnehmend 3D-haft wirkt es aber nicht.
  • Unprätentiöse, saubere Verarbeitung. Sehr gute Schnittstellenauswahl inklusive I2S-Input und XLR-Outs. Lautstärkeregelung ist mit an Bord.

Fakten:

  • Produkt: PureAudio Lotus DAC5 SE
  • Kategorie: D/A-Wandler
  • Preis: 3.150 Euro
  • Maße & Gewicht: 430 x 55 x 315 mm (BxHxT); 5,6 kg
  • Farben: Schwarz oder Silber
  • Eingänge: 1 x HDMI (I2S-Schnittstelle), 1 x USB-B, 2 x S/PDIF koaxial (Cinch), 2 x Toslink, 1 x AES/EBU (XLR)
  • Ausgänge: 1 x XLR/symmetrisch, 1 x Cinch/unsymmetrisch
  • Datenraten: maximal 32 Bit/768 kHz (PCM) und DSD512 über USB, MQA-kompatibel
  • Leistungsaufnahme im Leerlauf: circa 17 Watt
  • Sonstiges: Lautstärkeregelung, Mute, Phasenumkehr, Metall-Fernbedienung im Lieferumfang, sieben Digitalfilter-Settings, optionale Samplerate-Konversion
  • Garantie: 2 Jahre
  • Weitere Informationen auf der Seite des Vertriebs

Vertrieb:

SoReal Audio
Aresinger Straße 36 | 86561 Unterweilenbach
Telefon: +49(0)8445-2670030
E-Mail: info@soreal-audio.de
Web: https://www.soreal-audio.de/

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    Über die Autorin / den Autor

    Profilbild von Ralph Werner Ralph Werner

    Equipment

    • Analoge Quellen:
      • Festplatte: SME Model 15
      • Tonarm: SME 309
      • Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201
      • Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), Stack Audio Serene Mat & Stabiliser, VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)
    • Digitale Quellen:
      • D/A-Wandler: Rockna Wavelight+
      • Musikserver: Antipodes K22 G4
      • Computer/Mediaplayer: Software: MinimServer/MPD mit JPLAY-App, Squeeze-Server/Player mit Material/iPENG, Roon
      • Sonstiges: Network Acoustics Eno2 (Ethernet-Filter), Pink Faun LAN Isolator, Silent Angel Bonn N8 (Switch)
    • Vorstufen:
      • Hochpegel: Electrocompaniet EC 4.8 MKII
      • Phonoverstärker: BMC Audio MCCI Signature ULN
    • Endstufen:
      • Electrocompaniet AW 800 M
    • Lautsprecher:
      • Acapella High BassoNobile MK2
    • Kopfhörer:
      • Audeze LCD-2, Beyerdynamic DT-990, Sennheiser HD 800 S, Sony MDR-1000X, Teufel Supreme In
    • All-In-One:
      • Ruark Audio R4
    • Kabel:
      • Lautsprecherkabel: Dyrholm Audio Phoenix
      • NF-Kabel: Dyrholm Audio Phoenix XLR & Cinch, Boaacoustic Blueberry Signal.xlr, Vovox und andere
      • Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Audioquest Vodka 48 (HDMI/I2S), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), fis Audio Magic (LAN-Kabel), Wireworld Series 7 Starlight Gold (S/PDIF koaxial)
      • Netzkabel: fis Audio Blackmagic, fis Audio Studioline
      • Netzleiste: fis Audio Blackmagic
    • Rack:
      • Creaktiv Trend 3 (Rack) auf bFly Audio b.DISC (Spikeaufnahmen) stehend, Stack Audio Auva EQ (Geräte-Entkopplungsfüße)
    • Zubehör:
      • Audes ST-3000 Power Conditioner (Trenntrafo)
    • Größe des Hörraumes:
      • Grundfläche: 40 m²
      • Höhe: 2,45 m