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Test-Fazit: Pro-Ject X1 B und Phono Box S3 B

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Pro-Ject X1 B und Pro-Ject Phono Box S3 B: Klangtest & Vergleiche
  2. 3 Test-Fazit: Pro-Ject X1 B und Phono Box S3 B

Plattenspieler Pro-Ject X1 B mit Phonovorverstärker Phono Box S3 B

Mit Blick auf die Preisklasse hochwertig verarbeitet, ist der Pro-Ject X1 B natürlich nicht zuletzt aufgrund seines Potenzials „True Balanced“ zu spielen im Grunde für jeden, der phonoseitig experimentieren und weiter aufsteigen will, reizvoll. Soll das mitgelieferte MM-System irgendwann ausgewechselt oder gleich durch ein MC-System ersetzt werden, bietet die symmetrische Signalverarbeitung ein klangstarkes Upgrade.

Zu den Stärken des Pro-Ject X1 B gehört sein einerseits unaufgeregt ausgewogenes und andererseits ausdrucksstarkes Klangbild, welches sich jegliche Über- oder Untertreibungen verkneift. Ausnahme: Unsymmetrisch betrieben, gerät die Tieftonwiedergabe eher etwas üppig als straff und neutral dimensioniert. So klasse ich das Skalierungspotenzial des Plattenspielers empfinde, so unverständlich finde ich, dass Pro-Ject den X1 B zwar völlig zu recht als lohnenswerten Einstieg in die True Balanced Welt anpreist, aber der Käufer erst mal mit einem MM-System vorlieb nehmen und extra umrüsten muss: Bei symmetrischem Anschluss steigern sich neben der Bassqualität die Auflösung und Dynamik, was die emotionale Wirkung der Musik deutlich steigert.

Der eigentliche Held des Duos ist aber der fürs Geld herrlich ausgewogen, hinreichend präzise und äußerst angenehm tönende Phonovorverstärker Phono Box S3 B, der obendrauf eine Vielfalt an Anpass-, Einstell- und Anschlussmöglichkeiten bietet, die in dieser Klasse alles andere als selbstverständlich sind. Ohne jeglichen unangenehmen Silberglanz in den Höhen und minimal auf der wärmeren Seite von neutral angesiedelt liefert er ein sympathisches, involvierendes Klangbild ab. Eine der im Wortsinne „aufregendsten“ Phonovorstufen, die mir bisher für den abgerufenen Preis vor die Ohren gekommen ist.

Steckbriefe:

Der Plattenspieler Pro-Ject X1 B …

  • bietet einen kräftigen Tiefton, der erst symmetrisch mit vermehrter Neutralität, strafferer Agilität und Präzision glänzt.
  • tönt insbesondere symmetrisch verkabelt ebenso temperamentvoll wie neutral.
  • klingt preisklassenbezogen ordnungsgemäß präzise-dynamisch und detailreich und steigert sich symmetrisch hörbar.
  • kommt mit einem nuancierten und gleichzeitig langzeittauglichen Hochton, der im „True Balanced“-Betrieb noch seidiger, klarer und gelöster anmutet.
  • wartet im symmetrischen Betrieb mit farbigeren und körperhafteren Mitten auf, minimal bedecktere Mittendarstellung im unsymmetrischen Betrieb.
  • überzeugt mit tadelloser und hochwertiger Verarbeitung.

Die Phonovorstufe Pro-Ject Phono Box S3 B …

  • ordnet sich gefühlt wunderbar ausgewogen tonal auf der minimal wärmeren Seite von neutral ein.
  • löst in den Höhen klar auf und tönt hier dennoch feinfühlig stressfrei, nicht betont analytisch.
  • weist allürenfreie Mitten ohne jedwede Über- oder Unterbetonungen auf, die im symmetrischen Betrieb noch ausdrucksstärker anmuten.
  • spielt für die Preisklasse im Bass sehr tiefreichend, schön druckvoll und kontrolliert.
  • tönt symmetrisch noch dynamischer.
  • wirkt insbesondere bei durchgehend symmetrischen Einbindung räumlich schön offen und konturiert; realistische Bühnendarstellung.
  • bietet komfortable und flexible Einstell- und Anschlussmöglichkeiten.
  • ist sehr gut verarbeitet.

Fakten:

  • Modell: Pro-Ject X1 B, standardmäßig mit MM-Tonabnehmer Pick It S2, im Test mit MC-Tonabnehmer Ortofon Quintet Red
  • Konzept: riemengetriebener Plattenspieler mit zwei Geschwindigkeiten
  • Preis: 999 Euro
  • Ausführung: Hochglanz-Schwarz, Hochglanz-Weiß, Echtholz
  • Maße & Gewicht: 415 mm x 125 mm x 335 mm, 7 kg
  • Sonstiges: wählbare Plattenteller-Drehzahlen 33,3/45 U/min, 8,6-Zoll-Tonarm mit Azimut- und VTA-Einstellung
  • Garantie: 2 Jahre
  • Weitere technische Informationen auf der Website des Vertriebs
  • Modell: Pro-Ject Phono Box S3 B
  • Konzept: vollsymmetrische Phonovorstufe
  • Preis: 399 Euro
  • Eingänge: Cinch, Mini-XLR
  • Ausgänge: Cinch, XLR
  • Maße & Gewicht: 206 mm x 55 mm x 153 mm / 930 g
  • Eingangskapazität: 50, 150, 300, 400 pF
  • Eingangsimpedanz: 10, 50, 100, 1k, 47k Ohm
    Gain (+6 dB mit XLR Ausgang): 40, 45, 60, 65 dB
  • Ausführungen: Silber, Schwarz
  • Garantie: 2 Jahre
  • Weitere technische Informationen auf der Website des Vertriebs

Vertrieb:

ATR – Audio Trade
Schenkendorfstraße 29
45472 Mülheim an der Ruhr
Telefon: +49 (0) 208-882 66 0
E-Mail: info@audiotra.de

Web: https://www.audiotra.de/

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Test: Pro-Ject X1 B | Pro-Ject Phono Box S3 B | Phono-Vorstufe, Plattenspieler

  1. 2 Pro-Ject X1 B und Pro-Ject Phono Box S3 B: Klangtest & Vergleiche
  2. 3 Test-Fazit: Pro-Ject X1 B und Phono Box S3 B

Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Plattenspieler: Linn LP12, Pro-Ject Perspective Anniversary

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Mytek Brooklyn DAC+ CD-Player: Sony CDP X-707 ES Musikserver: Innuos ZENMini MK3, Roon Nucleus Streamer: Auralic Aries Femto, Wattson Audio Emerson Digital Sonstiges: Mutec REF10 SE120 und MC-3+USB, Innuos PhoenixNET und PhoenixUSB

Vollverstärker: Cayin MT-34L

Vorstufen: Hochpegel: Sony TA-E 80 ES Phonoverstärker: Mytek Brooklyn DAC+

Endstufen: 2 x Sony TA-N 80 ES (Bi-Amping)

Lautsprecher: Kii Three, KEF LS 50 Meta

Kopfhörer: Beyerdynamic DT 1990 PRO, Beyerdynamic T1 (3rd. Gen.), HiFiMAN Deva PRO

Kopfhörerverstärker: Mytek Brooklyn DAC+

Mobiles HiFi: Astell&Kern AK 380, Chord Mojo