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Test-Fazit: Primare Pre 32 und Primare A 34.2

Inhaltsverzeichnis

  1. 4 Test-Fazit: Primare Pre 32 und Primare A 34.2

Hinter der schlicht-eleganten Fassade der Primare-Kombi steckt ausgefeilte Technik sowie ein ganzes Füllhorn an Möglichkeiten. Insbesondere der Vorverstärker lässt sich an individuelle Gewohnheiten anpassen und bei Bedarf zu einem digitalen Media-Center aufbohren. Die Bedienbarkeit bleibt dabei stets unkompliziert und dank des erstklassig ablesbaren Displays übersichtlich.

Primare

Was die Schweden-Happen optisch versprechen, halten sie klanglich ein: Ihre Darstellung ist bei jeder Musikrichtung klar und schnörkellos, sie bieten einen tiefen und detaillierten Einblick ins Geschehen und folgen jedem Impuls pfeilschnell. Dabei verlieren sie nie den musikalischen Fluss aus dem Auge, Schallereignisse sind über die Primares stets ein fein gewobenes und räumlich in Breite und Tiefe großzügig aufgespanntes Gesamtwerk. Die einzelnen Frequenzbereiche stehen in harmonischer Balance zueinander, was die Vor-End-Kombi für ausgedehnte Hörsitzungen empfiehlt, weil nie etwas nervt oder „beißt“.

Primare Pre 32 und Primare A 34.2

Ortbarkeit, Transparenz und die sehr natürlich, aber nie künstlich-warm timbrierte Darbietung des Mittenbandes sind vorzüglich – allerdings erst nach ausgedehnter Einspielzeit. Am meisten Spaß bereiteten mir die Primare übrigens, wenn ich sparsamer instrumentierte Musik auflegte, die „echte“ Tasten- oder Saiteninstrumenten enthält. Hier war jedes Flirren einer Saite zu hören, bei manch einem Tastenanschlag glaubte ich, die Holzsorte, aus der der Pianokorpus gefertigt ist, bestimmen zu können. Was, realistisch betrachtet, natürlich Unsinn ist. Aber die Illusion gelingt. Gegen so viel Detailversessenheit dürften es preisklassenbezogen manche Wettbewerber schwer haben.

Gleichwohl gibt es Verstärker, die sowohl grobdynamisch als auch in Sachen Tiefbassperformance ein wenig mehr bieten als das Primare-Duett. Dies könnte mancher rockorientierte Hörer vielleicht bedauerlich finden.

Die Primare Vor-End-Kombi Pre 32 und A 34.2

  • besticht durch eine ausgewogene Balance der Frequenzbänder und eine damit in sich stets harmonische und schlüssige Musikalität.
  • präsentiert einen knackig-trockenen, kraftvollen und sauber akzentuierten Bassbereich, der allerdings noch ein Quäntchen tiefer hinabreichen könnte.
  • zeigt im Mittenbereich ihre ganze Stärke: detailverliebt und unmittelbar bis zur Versessenheit. Stimmen und Naturinstrumente werden ungemein „echt“ und real dargestellt. Die Primare-Kombi erlaubt sich in diesem Spektrum keinen Hauch Verfärbung, tönt weder zu kühl noch zu warm.
  • leuchtet den Hochtonbereich ebenso feinsinnig wie sensibel aus. Wie mit einer Lupe erlauben die Schweden den Einblick in feinste Verästelungen und Schwebungen, was aber keine (tonal) übertriebene Darstellung meint.
  • erlaubt mit ihrem hohen Auflösungsvermögen ein realistisches Abbild des musikalischen Geschehens. Die Ortbarkeit einzelner Schallereignisse auf der virtuellen Bühne ist sehr gut, insgesamt wird eine angenehm geordnete und nachvollziehbare Vorführung geboten. Der Raumeindruck in Tiefe und Breite ist realistisch.
  • ist grobdynamisch kein „Popeye“. Wer Volldampf sucht, ist hier falsch. Kraft hat die Endstufe genug, setzt sie aber kontrolliert ein.

Fakten:

Vorverstärker:

  • Modell: Primare PRE 32
  • Konzept: Hochpegel-Vorverstärker
  • Preis: 2.100 Euro
  • Eingänge: 2 x symmetrisch (XLR), 4 x unsymmetrisch (Cinch)
  • Ausgänge: 1 x symmetrisch (XLR), 2x unsymmetrisch (Cinch)
  • Maße & Gewicht: 430 x 105 x 385 mm (BxHxT), 10,5 kg
  • Farben: Schwarz, Silber
  • Sonstiges: Fernbedienung, durch optionales Streamingmodul MM 30 (um 1.200 Euro) zur digitalenQuelle aufrüstbar
  • Leistungsaufnahme: circa 20 Watt im Leerlauf
  • Garantie: 2 Jahre

Primare-Logo

Endstufe:

  • Modell: Primare A 34.2
  • Konzept: Stereo-Endstufe
  • Preis: 2.100 Euro
  • Eingänge: 2 x symmetrisch (XLR), 2 x unsymmetrisch (Cinch), schaltbar
  • Ausgänge: Terminal für ein Paar Lautsprecher
  • Maße & Gewicht: 430 x 105 x 385 mm (BxHxT), 10,5 kg
  • Farben: Schwarz, Silber
  • Leistungsaufnahme: circa 20 Watt im Leerlauf
  • Garantie: 2 Jahre

Hersteller & Vertrieb:
Elac Electroacustic GmbH
Telefon: 0431 – 64 77 4-0
eMail: info@elac.com
Web: www.elac.de, www.primare.de

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Test: Primare Pre 32 und Primare A 34.2 | Vor-End-Kombi

  1. 4 Test-Fazit: Primare Pre 32 und Primare A 34.2

Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: Transrotor Insigne Tonarm: Rega RB 300 Tonabnehmer: Shelter 201 (MM) Sonstiges: Tuner Sansui T-80

Digitale Quellen: CD-Player: Lua Appassionato, Yamaha CD-S 1000 Streamer: Pioneer N-50, Marantz NA 8005

Vorstufen: Phonoverstärker: Lehmann Audio Black Cube Statement

Lautsprecher: Magnat Quantum 905, Klipsch RF-82 II

Kabel: Sonstiges: LS- und NF-Kabel durchgängig in-akustik, alternativ Eagle Cable, WireWorld

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