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Klang Primare Pre 32 & A 34.2 (Teil I)

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Und das tut es. Allerdings erst, nachdem Sie der nordischen Kombination eine ausgedehnte Einspielzeit zugestanden haben. „Out of the Box“ tönt es müde und inhomogen, mit mumpfelig-überbetonten Bässen, scharfen Höhen und seltsam unterrepräsentiertem Mittenspektrum. Mein erster Verdacht auf – trotz Messung – „verphaste“ Netzanschlüsse, bestätigte sich nicht. Die Amps brauchen einfach Zeit. Rechnen Sie durchaus mit etwa 14 Tagen, in denen Sie das Primare-Gespann intensiv auf Trab halten sollten.

Primare-Kombi

Dave Matthews Band (Album: Away From The World)Erst danach ergriff mich das sparsam instrumentierte und melancholisch inszenierte „Sweet“ der Dave Matthews Band (Album: Away From The World) in Gänze. Matthews begleitet sich hier fast zweieinhalb Minuten lang selbst mit der Gitarre und bringt dabei die gesamte Bandbreite seines stets nasal klingenden Gesangsorgans zur Geltung, lässt es unter anderem in höchste Tonlagen kippen. Man möchte den Sänger aus New Orleans dabei umrunden, so direkt, so dicht und so unmittelbar steht die Stimme im Raum. Jeder Atemzug, jedes leichte Vibrieren der Stimmbänder wird transportiert. Das eigentlich sehr sanft einsetzende und weit in den Hintergrund gemischte, von Drummer Carter Beauford lediglich mit einem Besen bediente Schlagzeug ab Minute 2:32 wirkt da fast wie eine störende Unterbrechung, so fasziniert ist man von der lebensechten und wie ein Scherenschnitt umrissenen Darstellung des Gesangs.

Primare - Detail innen

Flugs fügen sich im Weiteren Matthews Mitmusikanten – neben dem Schlagzeug mischt sich in „Sweet“ auch noch ein Saxofon ins Geschehen ein – zu einem harmonischen Gesamtbild zusammen. Auf der virtuellen Bühne wird weit und luftig aufgefächert, aber es wirkt hierdurch nie zerfasert. Im Gegenteil: Jeder Musiker ist absolut präzise zu orten. Schließt man die Augen, glaubt man die Positionen und Entfernungen genau einschätzen zu können.

Primare Pre 32 - Rückansicht

Den Hang zu akkurater Übersichtlichkeit zeigt das nordische Geschwisterpärchen auch, wenn es instrumental komplexer wird, etwa bei „Gaucho“ auf demselben Album. Hier ist der Kinderchor („We gotta do much more than believe, if we wanna change things …“) im Mittelteil exemplarisch zu nennen, in den man praktisch hineinhören kann. Eingebettet in den fulminanten Klangkosmos der Band mit verfremdetem E-Bass, Saxofon-Solo und einer genialen Schlagzeugimprovisation Beaufords, steht der ohrenkundig nicht ganz kleine Chor, den man zu den Aufnahmen lud, absolut ortsfest und löst sich nuancenreich aus dem Gesamtgeschehen heraus. In dieser Disziplin ist die Vor-End-Kombi meinem zum Vergleich stets mitlaufenden und in einer ähnlichen Preisklasse beheimateten Vollverstärker von Symphonic Line, dem RG9 MK 4, bemerkenswert überlegen. Auch er lässt sich in Sachen Feinauflösung und räumlicher Aufteilung nicht lumpen, bildet im Vergleich aber kompakter ab. Der Kinderchor in „Gaucho“ löst sich über ihn nicht ganz so selbstverständlich von den Lautsprechern, fächert sich nicht so facettenreich vor dem Hörer auf. Ganz klar: Innere Ordnung, Auflösung, Raumdarstellung und Exaktheit in der Stimmwiedergabe sind Domänen der Schweden …

Pre 32 - Primare - Terminal

Test: Primare Pre 32 und Primare A 34.2 | Vor-End-Kombi

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