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Test: Phonosophie Aktivatorstab | Sonstiges (Zubehör)

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  1. 1 Test: Phonosophie Aktivatorstab | Sonstiges (Zubehör)

Oktober 2011 / Jörg Dames

Ja, ein heißes Eisen ist so ein äußerlich maximal schlicht und auf den ersten wie auch zweiten Blick alles andere als hochpreisig wirkendes Produkt, das lediglich deswegen besonders sein soll, weil es vom Hersteller angeblich „in-fomiert“ und „aktiviert“ wurde, für einen HiFi-Schreiber zweifelsohne. Sehe ich doch schon, wie ich aufgrund dieses Berichts und seines vermeintlich starken Esoterik-Tobaks demnächst auf offener Straße von sich fehl-in-formiert fühlenden und hernach zum Aktivwerden motivierten Lesern mit Roomclearing-tauglichen Räucherstäbchen beworfen werde oder ein massives Walnuss-Witchboard über den Kopf gezogen bekomme.

Oh Mann, aber egal, ziehen wir’s einfach durch … und schauen zunächst einmal, mit was wir es überhaupt genau zu tun haben oder besser: nicht zu tun haben. Aus Eisen besteht der in der Länge achtzehn und im Durchmesser zwei Zentimeter messende Aktivatorstab (Vertrieb: www.phonosophie.de) schon mal nicht, vielmehr aus schnödem Glas, über welches ein nicht minder schnöder Schrumpfschlauch gezogen wurde, der Schutz bei versehentlichem Fallenlassen bieten soll. Und heiß wird das Ganze im Betrieb auch nicht. Wie sollte es auch, vollzieht sich die vermeintliche Wirkung einem Permanentmagneten gleich doch gänzlich ohne jegliche Energiezufuhr von außen, ohne Steckdose oder Batterien also.

Phonosophie Aktivatorstab

Der Aktivatorsstab – hier das nachbestellte „Fotomodell“, der eigentliche Teststab war nach aller Probiererei dann doch nicht mehr so fotogen – wird gut verpackt geliefert: Sehr willkommen war auch die Verpackungsbeilage, die unsere Fotografin nur leider mit keinem von uns geteilt hat

Die herstellerseitig deklarierte Mission des Aktivatorstabes lautet: Befreie uns Menschen vor klangschädlicher Unbill, die unter anderen von durch WLAN-Netzen oder Mobiltelefonen provozierten Hochfrequenzstörungen (HF-Störungen) ausgeht. So weit, so hehr, könnte man dabei denken – doch bedient man sich dazu eben nicht gerade klassischer Methoden: Die Wirkprinzipien der Aktivator-Technologie beruhen vielmehr auf den in Fachkreisen kontrovers diskutierten Überlegungen (googeln Sin einfach mal, wenn Sie das näher interessiert) eines Prof. Dr. Konstantin Meyl:

Mittels auf Objekten wie dem Aktivatorstab aufgebrachter „Strukturinformationen“ und dem Begleitumstand, dass man das Material zudem dazu bringe, ein Aktivfeld auszustrahlen, welches genau diese Informationen räumlich verteile, will man Potenzialwirbeln – übrigens nicht mit „konventionellen“ aus der E-Technik bekannten Wirbelströmen zu verwechseln – zu Leibe rücken.

Diese durch HF erzeugten Wirbel in elektrischen Feldern seien, so Phonosophie, das eigentliche Hauptärgernis und würden zudem auch direkt auf den Menschen beziehungsweise dessen Reizleitungssystem einwirken. Allerdings lassen sich diese Potenzialwirbel nicht unmittelbar nachweisen, sondern sind laut Phonosophie ausschließlich indirekt messbar – man legt in diesem Zusammenhang Messergebnisse vor, die beim Einsatz der Aktivator-Technologie vor einem LCD-Fernseher zutage gefördert wurden und zeigen sollen, wie die korrespondierende elektrische Feldstärke dabei signifikant verringert wurde.

Na ja, Sie sehen, der Technikteil dieses Berichts – den ich mangels Masse an weitergehender Information an dieser Stelle beenden möchte – mutet doch schon ein wenig anders an als sonst und auch den folgenden Klangteil will ich etwas anders fassen als gewohnt, zumal, das sei vornedran gestellt, gerade bei einem solchen Zubehör noch mehr als sonst gilt: Probieren geht über studieren. Nicht zuletzt, weil mir – anders als zum Beispiel beim Thema Kabel der Fall – Erfahrungswerte fehlen, ob ein bei einer bestimmten Anlagenkonstellation wohlmöglich zu beobachtetender klanglicher Fingerabdruck des Aktivatorstabes stets auch bei komplett anderen Anlagensituationen so durchscheinen sollte.

Phonosophie Aktivatorstab

Der kleine blaue Strich dient der Richtungsfindung und zeigt beispielsweise beim Betrieb an einer Netzleiste (siehe nächste Seite) genau auf diese

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