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Test-Fazit: Phonar Veritas P4 Next

Inhaltsverzeichnis

  1. 4 Test-Fazit: Phonar Veritas P4 Next

Das Gesamtpaket ist stimmig: Was die Verarbeitung und Anmutung betrifft, liegen Phonar-Lautsprecher preisklassenbezogen häufig weit vorne, da macht die Veritas P4 Next keine Ausnahme. Praktisch finde ich die Möglichkeit, die Phonar Veritas P4 NextPerformance des Hochtöners in drei Stufen an persönliche Gewohnheiten und die Raumakustik anzupassen, auch wenn man dieses Feature nicht braucht, wenn die vorgeschaltete Elektronik zur Box passt. Diese sollte ruhig vollmundig und kraftvoll spielen und besser nicht zu „hell“ abgestimmt sein. Dafür, dass das Hochtonspektrum für diese Preisklasse fast schon unglaublich fein, detailliert und transparent abgebildet wird, sorgt schon das ScanSpeak-Chassis.

Die Veritas P4 Next spielt unheimlich agil und hat ein gutes Gespür fürs Timing, jeder Ton „sitzt“. Unterstützt wird dieser Eindruck vom gleichsam recht tief hinabreichenden, aber eher sportlich-trocken denn füllig agierenden Bassbereich. Das Mittenband besitzt eine lebendige Frische, der Grundton stellt sich dagegen etwas weniger warm und voll dar, als ich es bisher von der Veritas-Linie gewohnt war. Aufstellen kann man die Phonar auch in kleineren Räumen bis 20 Quadratmetern, zum Dröhnen neigt sie nicht. Wer einen hochwertig verarbeiteten Lautsprecher mit Sinn fürs Feine sucht, der ganz deutlich unter 2.000 Euro das Paar kostet, sollte sich mit der „schrägen Schönen“ aus Tarp verabreden. Vielleicht wird eine innige Beziehung draus.

Phonars Veritas P4 Next …

  • spielt im Bass tief, knackig-trocken und auf den Punkt. Der Tiefton wirkt niemals aufgebläht oder zu „fett“, sondern eher „sportlich“-schlank.
  • betont den Präsenzbereich ganz leicht, was das Klangbild lebendig-anspringend und „leicht“ wirken lässt. Spielt im Vergleich zu ihren „Schwestern“ auch im Grundton weniger füllig und warm, allerdings nie unterkühlt.
  • leuchtet im Hochtonbereich in jede Ecke und arbeitet auch feine Details präzise heraus. Absolut beeindruckend, wie klar und transparent die obere Etage dargestellt wird und dabei dennoch stets ohne jegliche Schärfe oder Glasigkeit bleibt.
  • stellt Räume in Tiefe und Breite präzise, scharf umrissen und realistisch dar. Die Dimensionen der virtuellen Bühne sind stets nachvollziebar.
  • spielt über das gesamte Frequenzspektrum in sich schlüssig, flüssig und „zackig“.
  • ist fein- wie grobdynamisch hellwach, vermag auch starke Laut-Leise-Differenzen wie bei Orchestertutti vollkommen unangestrengt und souverän wiederzugeben.
  • ist sehr gutmütig aufzustellen. Ob gerade in den Hörraum hinein oder leicht eingewinkelt, ist Geschmacksache. Auch eine Wand im Rücken ist nicht schlimm, wenn die P4 nicht zu unmittelbar davor platziert wird.

Fakten:

  • Modell: Phonar Veritas P4 Next
  • Konzept: Zweieinhalb-Wege-Standlautsprecher (Bassreflex)
  • Preis: ab 1.598 Euro, Testmuster 1.798 Euro
  • Maße & Gewicht: 190 x 927 x 295 mm (BxHxT), 19 kg/Stück
  • Farben: in sechs Oberflächen erhältlich: Schwarz-Matt, Silber-Matt, 200 Euro Aufpreis: Schwarz-Hochglanz, Weiß-Hochglanz, Kirschbaum-, Nussbaum-Furnier
  • Garantie: 5 Jahre

Hersteller & Vertrieb:
Phonar Akustik GmbH
Industriestraße 8-10 | 24963 Tarp
Telefon: 04638 – 89240
eMail: info@phonar.de
Web: www.phonar.de

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Test: Phonar Veritas P4 Next | Standlautsprecher

  1. 4 Test-Fazit: Phonar Veritas P4 Next

Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: Transrotor Insigne Tonarm: Rega RB 300 Tonabnehmer: Shelter 201 (MM) Sonstiges: Tuner Sansui T-80

Digitale Quellen: CD-Player: Lua Appassionato, Yamaha CD-S 1000 Streamer: Pioneer N-50, Marantz NA 8005

Vorstufen: Phonoverstärker: Lehmann Audio Black Cube Statement

Lautsprecher: Magnat Quantum 905, Klipsch RF-82 II

Kabel: Sonstiges: LS- und NF-Kabel durchgängig in-akustik, alternativ Eagle Cable, WireWorld

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