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Test-Fazit: Nuforce IA-18

Inhaltsverzeichnis

  1. 4 Test-Fazit: Nuforce IA-18

Zwar ist der Preis eines Nuforce IA-18 absolut kein Pappenstiel mehr, kann aber in Zeiten, in denen immer mehr Vollverstärker kalt lächelnd die 10.000-Euro-Marke passieren, durchaus als einigermaßen sozialverträgliches Mittelfeld durchgehen. Sicher Nuforce IA-18kein Einsteigergerät, aber auch lange noch nicht das Ende der Fahnenstange darstellend, hat mir dieser Integrierte aufgezeigt, wie viel an klanglicher Finesse heute in dieser Klasse machbar ist.

Der künftige Besitzer muss sich freilich im Klaren sein, dass der Nuforce IA-18 ausstattungsseitig mit fünf Hochpegelinputs und sonst gar nix gerade einmal die Pflicht erfüllt. Dafür ist er richtig sauber und grundsolide verarbeitet: Superteure Edelbauteile wie ominöse Wunderkondensatoren oder hochreines Silber für die Innenverkabelung gibt es und braucht es da nicht.

Gehen sie davon aus, dass Nuforce‘ Integrierter alle klanglichen Anforderungen, die man an einen Amp dieses Preisniveaus stellen kann, ziemlich gelassen erfüllen wird. Ein durchaus nachdrücklicher, dennoch nie zu fetter, dafür aber beweglicher und schneller Tiefton, gut differenzierte Mittenlagen und ein Hochtonbereich, der weder zischelt noch jemals der Euphonie bezichtigt werden dürfte, charakterisieren die klangliche Ausrichtung des Verstärkers. Das Ganze paart sich mit dynamischen Fähigkeiten, die sich nicht gleich bei etwas mehr als Zimmerlautstärke verschreckt in Wohlgefallen auflösen.

Ein Gesamtpaket, das in meinen Ohren geradezu als Friedensangebot an die Verfechter des klassischen Verstärkerbaus verstanden werden kann. Mit dem früher gerne kritisierten harschen und wenig natürlichen Klang älterer Class-D-Designs hat dieser integrierte Vollverstärker jedenfalls absolut nichts gemein. Für viele anspruchsvolle, aber budgetbewusste Hörer dürfte er eine reizvolle, derzeit schwer zu widerstehende Verlockung darstellen. Wirklich cool bleibt da eigentlich nur das Gehäuse des Nuforce.

Profil des Nuforce IA-18:

  • Nuforce‘ großer integrierte Vollverstärker tummelt sich leistungsmäßig im Bereich gestandener Vor-/Endstufenkombinationen. Die Lautsprecherkontrolle erfolgt recht nachdrücklich, ohne jedoch durch zu viel Dominanz überkontrolliert zu wirken. Gut so.
  • Der Klang des IA-18 wird durch seinen stabilen und durchzugskräftigen Bass bestimmt. Darüber gibt er sich tonal eher unauffällig. Das Prädikat, ein neutraler Verstärker zu sein, darf sich der Nuforce ganz gewiss ans Revers heften.
  • Keine ausufernde Raumdarstellung, sondern mehr ein sorgfältiges Ausloten der Räume lautet die Devise des Nuforce. Die Bühne beginnt auf Boxenebene und endet in der Breite an den Außenkanten der Lautsprecher. Ist wirkliche Raumtiefe auf der Aufnahme vorhanden, dann wird der IA-18 das auch hörbar machen. Ein „Schwelger“ ist er nicht.
  • Dynamik liefert der Nuforce IA-18 auf gutem Klassenniveau. Was de facto bedeutet: Der Nuforce kann’s, die Kollegen können es auch. Dabei sortiert er sich subjektiv in die Reihe der „schnellen“ Amps ein, wovon besonders Lebendigkeit und Spielfreude zu profitieren scheinen.
  • Der Nuforce braucht keine klangliche Ecken und Kanten, um sich interessant zu machen. Der Kenner weiß sein ausgewogenes, klares und gut auflösendes Klangbild dafür um so mehr zu schätzen. Das Fehlen unnötiger Härten und exzessiver Analyse verrät die balancierte Abstimmung, die seine Entwickler ihm haben angedeihen lassen. Absolut langzeithörtauglich.
  • Die klangliche Performance gewinnt ungemein, wenn der Nuforce dauerhaft am Netz bleiben darf – er genehmigt sich im Leerlauf 20 Watt.
  • Das stabile Gehäuse des Nuforce IA-18 ist penibel und sauber gefertigt, es macht einen durch und durch soliden und wertigen Eindruck. Viel an Ausstattung haben die Entwickler ihm allerdings nicht mitgegeben. Interessenten sollten vorab prüfen, ob die Möglichkeiten des IA-18 sie auch mittelfristig zufriedenstellen können.

Fakten:

  • Produkt: Nuforce IA-18 (Class-D-Vollverstärker)
  • Preis: 3.499 Euro
  • Maße & Gewicht: 40,5 x 43 x 5 cm (TxBxH), 8,5 kg
  • Eingänge: 5 x Hochpegel (Cinch)
  • Ausgänge: 1 x Lautsprecherterminal
  • Ausführungen: schwarz oder silbern
  • Sonstiges: inklusive Fernbedienung
  • Leistungsaufnahme: circa 20 Watt im Leerlauf
  • Garantie: 2 Jahre

Nuforce IA-18

Vertrieb:

Audio Distribution Europe
Dubloen 6 | 5751 PX Deurne | Niederlande
Telefon: +31 (0)493 – 744021
eMail: info@audio-distribution-europe.com
Web: www.nuforce-europe.com

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Test: Nuforce IA-18 | Vollverstärker

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Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: TW-Acustic Raven AC Tonarm: Analog Tools, Pyon Sound Iris SE Tonabnehmer: Dynavector XV-1S, Steinmusic Aventurin6, Lyra Titan i, Denon DL 103R Sonstiges: Plattentellermatten von Dereneville und Steinmusic

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Abbingdon Music Research DP-777 CD-Player: Ensemble Dirondo (Laufwerk) Musikserver: Innuos Zenith Mk.II

Vollverstärker: Devialet D-Premier

Vorstufen: Hochpegel: Accustic Arts Tube Preamp II Mk.2 Phonoverstärker: Einstein The Turntables Choice

Endstufen: Dartzeel NHB-108 (Stereo), Tenor Audio 75 Wi (Monos)

Lautsprecher: Acapella La Campanella, Clockwork Event Horizon

Kabel: Lautsprecherkabel: Analog Tools Reference Serie NF-Kabel: Analog Tools Reference Serie Netzkabel: Steinmusic Highline Netzleiste: Nordost QRT QB4 und QB8 Sonstiges: Analog-Tools-Phonokabel (Reference Serie)

Zubehör: Stromfilter: Trenntrafos von Steinmusic und Moll-Audio, Furutech-Steckdose Sonstiges: AHP-Klangmodule, Steinmusic Harmonizer

Sonstiges: Racks von Copulare und Audio Lignum, Basen von Symposium Acoustics und Acapella

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 23,4 m² Höhe: 2,64 m

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