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Nubert nuBox 513 Boxen im Test: Mitten, Pegelfestigkeit – Bericht fairaudio

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Nubert nuBox 513 Logo

Apropos „verdaulich“: Gerade in dieser Preisklasse kann man von einem Lautsprecher kaum erwarten, musikalische Geschmeidigkeit/Langzeittauglichkeit und zugleich überbordende Transparenz/Auflösung serviert zu bekommen. Dem steht meist schon allein das Verzerrungsverhalten der verbauten Treiber entgegen. Und ja, auch die Abstimmung der Nubert nuBox 513 ist entsprechend kompromissbehaftet, wie sollte es anders sein. Allerdings haben die Nubert-Entwickler das nach meinem Dafürhalten sehr vernünftig gelöst:

Denn nerven – das schrieb ich bereits – tut nichts, selbst an meiner nicht gerade milden Kette aus Electrocompaniet ECD 2, Audionet Amps und WSS-Lautsprecherkabel Platin Line LS4 (ein sehr transparentes, knackig-präzises Kabel, eine dicke Empfehlung, wenn es in die Kette passt) laden die nuBox 513 zu stressfreiem Musikhören ein. Für mich persönlich ein essenziell wichtiger Charakterzug bei HiFi-Komponenten. In Sachen Auflösung und Hochtonfrische geht – das deutete ich ebenfalls bereits an – anderswo durchaus mehr (nicht nur mit meiner Spendor, sondern beispielsweise auch mit einer Quadral Megan oder – wenn mich meine Erinnerung nicht gänzlich trügt – nuVero 4). Allerdings fällt bei der nuBox 513 der Verzicht auf die letzen Quäntchen Transparenz eben nicht so stark aus, dass es dem Musikgenuss hinderlich wäre. Die Nubert sollten in dieser Disziplin – von ausgemachten Auflösungs- und Transparenz-Aficionados mal abgesehen – die meisten Musikliebhaber zufriedenstellen.

DysrhythmiaUm die Mitten näher abzuchecken lege ich unter anderen gerne Dysrhythmias „Running toward the End“ (Album: Test of Submission) ein, bei dem ein im Grunde schlichtes Gitarrenlick Hauptthema ist, das mich persönlich aber nichtsdestotrotz absolut antörnt und welches ich so häufig gehört habe, dass mir Abweichungen von der klanglichen Ideallinie – zu dünn, nicht luftig-schwebend genug, klangfarblich zu grau, dynamisch zu luschig – sehr schnell ins Ohr fallen. Die 513er geben sich hier keine Blöße, tonal schon gar nicht. Gegenüber deutlich teureren Boxen, die mir im Ohr geblieben sind, fällt vornehmlich auf, dass sich die Gitarre nicht so stark herausschält und vom Rest des Geschehens differenziert, wofür Plastizität sowie Auflösung verantwortlich zeichnen werden. Dennoch: Die wohlbalancierten Mitten würde ich als eine der Schokoladenseiten der 513er ansehen, da geht auch bei zwei oder drei Mal so teuren Boxen in der Regel nicht mehr.

downloadWeitgehend kompromisslos behandelt die Nubert nuBox 513 nicht zuletzt das Thema Dynamik: Das mit bisweilen recht pfundigen, aber ebenso „flink-flutschigen“ Bassläufen sowie flirrigen Mittel/Hochton-Transienten gespickte Stück „Outafter“ (Album: The Eyes of Stanley Pain) der kanadischen Elektro-Formation Download, verliert – wenn die Hochtontransienten auch weniger filigran und etwas undeutlicher ausgearbeitet werden – selbst gegenüber Lautsprechern der „Gewichtsklasse“ meiner Spendor SP100R2 recht wenig an grundsätzlicher Spielfreude und Energie. Das gilt selbst bei Pegeln, die schon dazu taugen, die liebe Nachbarschaft am Musikgenuss teilhaben zu lassen – also deutlich über Zimmerlautstärke. Nur wenn es im nächsten Level darum geht, die Nachbarschaft so langsam zum Mitgrooven zu bewegen und die Kuh so richtig im Hörraum fliegen zu lassen, verlieren die 15-Konusse zunehmend die Contenance – der Bassbereich wird dann merklich unpräzise.

Nubert nuBox 513 Hinten Rückansicht

Test: Nubert nuBox 513 | Standlautsprecher

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