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Test-Fazit: Norma Audio HS-IPA1

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  1. 3 Test-Fazit: Norma Audio HS-IPA1

Laid back, sehr entspannt und selbstsicher musizierend, in so gut wie jeder praxisnahen Lebenslage mit – angesichts der formalen Leistungsdaten – erstaunlich viel Kraft und Kontrolle aufwartend und zudem mit überragender Sauberkeit und Verzerrungsfreiheit gesegnet: So gelingt dem Norma Audio HS-IPA1 eine hochangenehme tonale Balance mit einem tonal ganz leicht ins Füllige gehenden, druckvollen Bass sowie transparenten und dennoch sehr farbigen, niemals fahlen Mitten. Die fein dosierten, feingranularen und dennoch brillanten Höhen und der anmachende Transienten-Speed steuern einen guten Schuss Selbstverständlichkeit zu.

Norma Audio HS-IPA1

Diese Charakteristik macht den Norma Audio HS-IPA1 zu einem sehr guten Allrounder für alle Musikstile. Auch wenn Enrico Rossi seine Komponenten gerne mit Klassik als Referenz konstruiert, halte ich den kleinsten Norma-Vollverstärker im Hinblick auf zum Beispiel druckvolle Rockmusik für nicht minder talentiert.

Dabei entschärft er selbst schwierige und komplexe Situationen auf nicht ganz optimal aufgenommen Scheiben mit seiner sauberen „Fahrweise“ und unaufgeregten Selbstsicherheit. Selbst mit schlanker abgestimmten Lautsprechern gerät es nie kühl. Auch mit den neutral aufspielenden, formidablen Nubert NuVero 60, die ich erst kürzlich zu Gast hatte, ergibt sich eine kompakte und schicke Traumkombi, die in einem Budget von 5.000 Euro noch Platz für einen ordentlichen Streamer lässt. Der Norma Audio HS-IPA1 ist in der Tat nah dran an der berühmten eierlegenden Wollmilchsau, die Liebhaber jeglicher Musikgenres ansprechen sollte, die Effekthascherei genauso vermeiden wollen wie Einbußen bei bestimmten Qualitäten zugunsten anderer. Okay, das Jahr ist noch jung: In der Summe seiner Eigenschaften wird der kleine Norma aber sicherlich eines meiner „Highlights 2017“ …

Der Norma Audio HS-IPA1 …

  • liefert aus kleinem Gehäuse stabile Leistung – ohne Class-D-Konzept.
  • bietet die für Norma Audio typische seidige, fein granulierte Hochtonauflösung ohne Schärfen.
  • bildet plastisch ab, staffelt tief in den Raum hinein, zieht die Bühne aber nicht übermäßig breit auf.
  • besitzt einen farbigen, druckvollen Bass, der auch ganz tief im Keller kontrolliert bleibt und einen Hauch fülliger/voluminöser zeichnet als es 100%ig neutral wäre.
  • spielt ungemein musikalisch und entspannt.
  • bezaubert mit einer unvergleichlichen Flinkheit bei groben Impulsen wie auch bei feinen Transienten.
  • bietet aufgrund seiner flinken Gangart und dank seiner verzerrungsfreien Sauberkeit eine auch bei komplexem, andernorts gerne zur Stressigkeit neigendem Musikmaterial beste Übersicht.
  • kommt so mit wirklich jedem Genre zurecht, egal ob Streichquartett oder Hardcore-Techno.
  • lässt sich von der Grundversion ausgehend mit Phonoteil, Kopfhörerverstärker und DAC-Modul aufrüsten.

Fakten:

  • Modell Norma Audio HS-IPA1
  • Konzept: Transistor-Vollverstärker
  • Optionale Module: DAC (700 Euro), Kopfhörerverstärker (220 Euro), Phono MM (220 Euro)
  • Preis: 2.550 Euro
  • Maße & Gewicht: 126 x 215 x 350 mm (HxBxT), 14 kg
  • Farbe: Silberne Frontplatte, schwarzes Gehäuse
  • Eingänge: 4 x RCA, Phono auf IN-2 (optional) | digital: 1 x USB, 2 x TOSLINK, 2 x SPDIF-RCA (optional)
  • Ausgänge: Lautsprecherterminal, 6,3-mm-Kopfhörerklinke optional, 1 REC out (Eingang konfigurierbar)
  • Ausgangsleistung: 2 x 75 Watt (8 Ω) / 2 x 150 Watt (4 Ω)
  • Standby-Leistungsaufnahme: 2 Watt
  • Garantie: 3 Jahre

Vertrieb:

AUDIOPLAN Thomas Kühn e.K.
Goethestraße 27 | 76316 Malsch
Telefon: 07246 – 1751
eMail: info@audioplan.de
Web: www.audioplan.de

LEN Hifi
Herkenweg 6 | 47226 Duisburg
Telefon: 0176 – 64 77 22 61
eMail: info@lenhifi.de

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Test: Norma Audio HS-IPA1 | Vollverstärker

  1. 3 Test-Fazit: Norma Audio HS-IPA1

Über den Autor

Equipment

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Linnenberg Telemann, Electrocompaniet ECD 2 CD-Player: Fonel Simplicité Streamer: SOtM sMS-200 ultra & SOtM sPS-500, Auralic Aries Computer/Mediaplayer: Laptop mit JRiver MC

Vollverstärker: Abacus Ampino

Vorstufen: Hochpegel: MTX-MONITOR.V3b-4.2.1 (Upgrade von V3b), Funk LAP-2.V3 (Upgrade von Lap-2.V2)

Endstufen: Bryston 7B³

Lautsprecher: Sehring 903, Quadral Megan VIII

Kopfhörer: Audeze LCD-2, AKG K812, AKG K712 Pro, RHA T20, Soundmagic E80, Shure SRH 1840, AAW Q

Kopfhörerverstärker: NuPrime DAC-10H, Reußenzehn Harmonie III

Mobiles HiFi: Onkyo DP-X1, iBasso DX-80

Kabel: Lautsprecherkabel: HMS Armonia, WSS Platin Line LS4, Real Cable BW OFC 400, HMS Fortissimo NF-Kabel: Straight Wire Virtuoso Digitalkabel: USB-Kabel: BMC Pure USB1, AudioQuest Carbon, Boaacoustic Silver Digital Xeno Netzkabel: Furutech FP-S022N: konfektioniert mit FI-E 50 NCF & FI 50 NCF, Tellurium Q Black, Quantum-Powerchords, Swisscables Reference Netzleiste: HMS Energia MkII

Rack: Lovan Classic II

Zubehör: Stromfilter: HMS Energia MkII Sonstiges: AudioQuest Jitterbug

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 29 m² Höhe: 3,3 m

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