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Test-Fazit: NAD Masters M12 und NAD M22

Inhaltsverzeichnis

  1. 4 Test-Fazit: NAD Masters M12 und NAD M22

Die Kombination aus Vorstufe/DAC NAD M12 und dazu passender Endstufe M22 ist – mal ganz simpel formuliert – ein Knaller, denn die Mischung aus gelungenem Design, wertiger Verarbeitung, Funktionsumfang und klanglichem Auftritt macht das Gespann in Relation zum aufgerufenen Preis ziemlich einmalig. NAD bietet mit der neuen Masters-Stereo-Kombination weit mehr als nur ein stimmiges Paket.

NAD Masters M12/M22

Der Schnittstellen- und Feature-Reichtum des Pre/DAC M12 lässt schon im Basiszustand kaum Wünsche offen – da geht fast alles: symmetrisch und unsymmetrisch, S/PDIF, TOSLINK, USB Typ A wie B, Phono MM und MC usw. Zudem ist das Gerät modular angelegt und kann deshalb noch weiter ausgebaut werden, beispielsweise mit einem Streamingclient oder HDMI-Eingängen. Auch formatseitig schluckt der NAD M12 alles Übliche, allein DSD-Fähigkeit wird der eine oder andere vielleicht vermissen. Die Endstufe punktet naturgemäß weniger mit vielen Funktionen, sondern mit souveränen Kraftreserven – Class-D macht’s möglich.

Klanglich überzeugt die Kombination mit ihrer homogenen, eher wärmeren Tonalität, der involvierenden Art der räumlichen Abbildung und – insbesondere dank der Endstufe M22 – ihrer grobdynamischer Lässigkeit. Dieses „untechnische“ Klangbild wird viele Freunde finden.

Steckbrief NAD M12 (D/A-Wandler & Vorverstärker):

  • Der M12 besitzt eine balancierte Tonalität mit leicht wärmerem Einschlag und minimal dezenterem Vorgehen an den Frequenzbandenden.
  • Homogene, natürlich wirkende Mitten: immer genug Fleisch am Knochen – doch nie zu warm.
  • Der durchaus saftige Tiefton gibt sich bissfest, aber nicht knallhart durchgezeichnet. Etwas mehr Stringenz in den aller untersten Lagen wäre machbar.
  • Dynamisch guter, unauffälliger, preisklassentypischer Auftritt.
  • Räumlich geht es mit dem NAD M12 leicht nach vorne – da er zudem die einzelnen Klänge eher größer als kleiner darstellt, verbindet einen dieses Bühnenbild schnell mit der Musik. Sehr angenehm. Es gibt preisgleiche Geräte die etwas mehr Tiefenstaffelung bieten und mehr Luft zwischen den Instrumenten/Stimmen lassen.
  • In Sachen Verarbeitungsqualität, Funktionsumfang und Schnittstellenkompatibilität macht der M12 manch doppelt so teurem Konkurrenzprodukt noch etwas vor. Erstklassig.

Steckbrief NAD M22 (Endverstärker):

  • Wie der Vorverstärker besitzt auch der M22 eine ausgeglichene Tonalität eher wärmerer Tendenz. Der saubere Hochton gibt sich eher leicht defensiv als allzu explizit – im Tiefton wirkt der M22 dagegen subjektiv etwas straffer als die Vorstufe. Durchzeichnung und Tiefgang werden beherrscht, ohne das es „ultimativ trocken“ tönt.
  • Dynamisch überdurchschnittlich guter Auftritt, gerade grobdynamisch lässt der M22 nix anbrennen. Diese Endstufe klingt größer und souveräner als die schlanke Gestalt – und das Preisschild! – erwarten lassen.
  • Einen Schritt nach vorne geht die Bühne mit dem M22 nicht, sie startet in etwa auf der Boxengrundlinie. Als Besonderheit fällt die gute Tiefenstaffelung auf, die der NAD-Verstärker auch an den Bühnenrändern – wo sonst schnell schon mal verrundet wird – beherrscht. Der Bühnenraum bricht auch bei dynamischen Impulsen/forderndem Material nicht ein, sondern bleibt stabil.
  • Sehr gute Verarbeitungsqualität.

Fakten:

DAC/Vorstufe NAD M12

  • Konzept: modular aufgebaute Vorstufe mit integriertem D/A-Wandler
  • Preis: 3.499 Euro
  • Maße & Gewicht: 435 x 133 x 383 mm (BxHxT), 8,1 kg
  • Farbe: Silber/Schwarz
  • Eingänge: digital: 1 x AES/EBU XLR, 4 x S/PDIF (2 x koaxial, 2 x optisch), 3 x USB (1 x USB 2.0, 24/192, asynchron, 2 x USB 24/48 Front), analog: 2 x Hochpegel-Line-In (XLR, Cinch), 1 x Phono (MM/MC), sonstige: 1 x IR-In, 1 x Trigger-In (12 V), 1 x RS-232-Schnittstelle
  • Ausgänge: analog: 2 x Line-Out (XLR, Cinch), 2 x Sub/Pre-Out (Cinch), digital: 2 x S/PDIF (koaxial, optisch), sonstige: 1 x Trigger-Out
  • Unterstützte Audioformate: FLAC, WMA, WAV, OGG Vorbis, AIFF, MP3, unterstützte Formatierung USB-Massenspeicher: FAT 32, Linux EXT
  • Leistungsaufnahme: circa 25 Watt im Leerlauf
  • Garantie: 2 Jahre

Endstufe NAD M22

  • Konzept: Class-D-Endverstärker mit 2 x 250 Watt (8 und 4 Ohm)
  • Preis: 2.999 Euro
  • Maße & Gewicht: 435 x 103 x 379 mm (BxHxT), 8,9 kg
  • Farbe: Silber/Schwarz
  • Eingänge: 2 x Line-In (XLR, Cinch), 1 x Trigger-In (12 V)
  • Ausgänge: 1 x Lautsprecherterminal
  • Leistungsaufnahme: circa 40 Watt im Leerlauf
  • Garantie: 2 Jahre

Vertrieb:

Dynaudio International GmbH
Telefon: 04108 – 41800
eMail: info@nad.de
Web: www.nad.de

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Test: NAD Masters M12 und M22 | D/A-Wandler

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Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: SME Model 15 Tonarm: SME 309 Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201 Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Luxman DA-06 CD-Player: NAD C546BEE SE Musikserver: Audiodata MusikServer MSII, Readynas Duo NAS-Server Streamer: Auralic Aries Computer/Mediaplayer: HP Notebook mit JRiver Sonstiges: iFi iPurifier II (USB-Filter)

Vollverstärker: Denon PMA-2010AE

Vorstufen: Hochpegel: Octave HP300 MK II Phonoverstärker: BMC Audio MCCI, Octave HP300-Phonoboard

Endstufen: Musical Fidelity M8 700m (Monos)

Lautsprecher: Blumenhofer Acoustics Genuin FS 1 Mk2

Kopfhörer: Beyerdynamic DT-990, Sony MDR-1000X

All-In-One: Ruark Audio R4

Kabel: Lautsprecherkabel: fis Audio Studioline, Ascendo Tri-Wire-Kabelsatz, Dynamikks Speakerlink, Ecosse ES 2.3, Zu Audio Libtec NF-Kabel: fis Audio Premiumline Lifetime, Ecosse, Vovox und andere Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), Wireworld Series 7 Starlight Gold (Koax-S/PDIF) Netzkabel: fis Audio Studioline Netzleiste: fis Audio Black Magic

Rack: Creaktiv Trend 3

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 30 m² Höhe: 3,4 m

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