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Testfazit: NAD D 7050

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NAD D 7050

Die „D“-Linie von NAD ist mutig zukunftsorientiert. Technisch wie optisch. Auf den „D 7050“ trifft das im besonderen Maße zu, verzichtet er doch konsequent auf jegliche Analogeingänge. Stattdessen ist er ein veritabler Datenhafen für alle möglichen Digitalquellen und dank „Airplay“-, „Bluetooth“- und „UPnP“-Streaming bestens für drahtlose Musikwiedergabe aus dem heimischen Netzwerk und von zahlreichen Internetdiensten à la „Spotify“ & Co gerüstet. Seine kompakte Bauform im unkonventionellen Design, die den Amp auf dem Boden eines „normalen“ HiFi-Racks fast ein wenig verloren aussehen lässt, aber etwa hochkant positioniert neben einem Apple iMac echte Eyecatcher-Qualitäten aufweist, setzt den „Netzwerker“ noch weiter von althergebrachtem HiFi-Brauchtum ab.

Glücklicherweise trifft das nicht auf die klanglichen Tugenden des neuen NAD zu: In dieser Disziplin schlägt er sich ganz nach Art des Hauses, tritt so schwungvoll, homogen und musikalisch, in den unteren Mitten und im Bass so straff, knorrig und strukturiert auf, wie ich das seit jeher von NAD-Komponenten gewohnt bin. Vielleicht ist er nicht „die HiFi-Anlage des 21. Jahrhunderts“ – wie NAD das in der Produktbeschreibung vollmundig behauptet -, ein respektabel klingendes, topmodernes, komplett ausgestattetes und einfach zu bedienendes Herzstück einer solchen stellt er aber in jedem Fall dar.

NAD Logo

Steckbrief NAD D 7050:

  • Erstaunlich massives, recht tief hinabreichendes Bassfundament, das knochentrocken und sauber strukturiert dargeboten wird.
  • Natürlich-stimmiges und facettenreiches Mittenband, effektfrei und plastisch. Stimmen stehen vor einem „schwarzen“ Hintergrund. Ein wenig neutraler und leicht kühler als etwa von der NAD-„Classic“-Line gewohnt.
  • Im Hochton sanft zurückgenommen, ohne wichtige Details und Rauminformationen zu unterschlagen. Kommt mit dieser Abstimmung komprimierter Musik – etwa von Streamingdiensten – sehr entgegen.
  • Das Geschehen auf der virtuellen Bühne steht räumlich recht kompakt, aber nicht auffallend eng. Der Ortbarkeit einzelner Schallereignisse sowie den räumlichen Beziehungen der Musiker auf einer gedachten Bühne untereinander tut dies aber keinen Abbruch.
  • Die anspringende Musikalität, die Homogenität sowie sein grob- wie feindynamisches Talent vermitteln eine Menge Hörspaß – es wird auch nach vielen Stunden nicht langweilig.
  • Obschon sich die „Gesamtraumabbildung“ des D 7050 wie erwähnt durch eine gewisse Kompaktheit auszeichnet, ist sein Auflösungsvermögen in Sachen Durchhörbarkeit auch komplexer Passagen ohne Fehl und Tadel. Selbst dichte Kompositionen „dröselt“ er fein auf, achtet aber stets darauf, dass der musikalische Fluss nicht durch übertriebene Seziererei gestört wird.

Fakten:

  • Modell: NAD D 7050
  • Konzept: Netzwerkfähiger Class-D-Vollverstärker
  • Preis: 899 Euro
  • Digitaleingänge: 2 x koaxial (S/PDIF), 2 x optisch (TOSlink), 1 x USB (Typ B), 1 x USB (Typ A), LAN, Wireless (UPnP, AirPlay)
  • Analogausgänge: 1 x Cinch (Subwoofer), ein Lautsprecherpaar, 1 x Kopfhörer
  • Maße & Gewicht: 70 x 236 x 270 mm (BxHxT), 2,2 kg
  • Farbe: Schwarz
  • Garantie: 2 Jahre

Vertrieb:
Dynaudio International GmbH
Telefon: 04108/41800
eMail: info@nad.de
Web: www.nad.de

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Test: NAD D 7050 | Vollverstärker

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Über den Autor

Equipment

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Norma HS-DA1 PRE, Linnenberg Telemann, Electrocompaniet ECD 2 CD-Player: Fonel Simplicité Streamer: SOtM sMS-200 ultra & SOtM sPS-500, Auralic Aries Computer/Mediaplayer: Laptop mit JRiver MC

Vollverstärker: Abacus Ampino

Vorstufen: Hochpegel: Funk MTX Monitor V3b-4.3.1, Funk MTX Monitor V3b-4.2.1 (Upgrade von V3b), Funk LAP-2.V3 (Upgrade von Lap-2.V2)

Endstufen: Bryston 7B³

Lautsprecher: Spendor D9, Quadral Megan VIII

Kopfhörer: Audeze LCD-2, AKG K812, AKG K712 Pro, RHA T20, Soundmagic E80, Shure SRH 1840, AAW Q

Kopfhörerverstärker: Norma HS-DA1 PRE, NuPrime DAC-10H, Reußenzehn Harmonie III

Mobiles HiFi: Onkyo DP-X1, iBasso DX-80

Kabel: Lautsprecherkabel: HMS Armonia, WSS Platin Line LS4, Real Cable BW OFC 400, HMS Fortissimo NF-Kabel: Straight Wire Virtuoso Digitalkabel: USB-Kabel: AudioQuest Carbon, Boaacoustic Silver Digital Xeno, BMC Pure USB1 Netzkabel: Furutech FP-S022N: konfektioniert mit FI-E 50 NCF & FI 50 NCF, Tellurium Q Black, Quantum-Powerchords, Swisscables Reference Netzleiste: HMS Energia MkII

Rack: Lovan Classic II

Zubehör: Stromfilter: HMS Energia MkII Sonstiges: AudioQuest Jitterbug

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 29 m² Höhe: 3,3 m

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