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Test-Fazit: NAD C 368

Inhaltsverzeichnis

  1. 3 Test-Fazit: NAD C 368

Der NAD C 368 modernisiert auf einen Schlag die HiFi-Anlage. Er stellt mit seiner digitalen Anschlussvielfalt sowie den Ausbaumöglichkeiten mittels des MDC-Modul-Systems Verbindung zu allen modernen Wiedergabegeräten her, bietet andererseits jedoch mit dem Phono-Eingang und seinen Hochpegel-Inputs auch klassischen Quellen die ihnen gebührende Plattform. Der NAD bleibt dabei schön kompakt – das gilt für die Abmessungen und den Preis gleichermaßen.

Klanglich ist der NAD C 368 kein ausgesprochener Analytiker, er spielt vielmehr impulsiv und zupackend sowie mit einem ausgeprägten Sinn für die Klangfarben akustischer Instrumente und Stimmen, die er plastisch in den Raum transportiert. Ja, es gibt Verstärker, die feinstes Glitzern in höchsten Frequenzen deutlicher herausarbeiten. Doch das stressfreie Gesamtkonzept spricht eindeutig für den NAD C 368.

Steckbrief NAD C 368:

  • Der NAD schafft ordentlich Tiefgang und reproduziert den Bassbereich vollmundig und voluminös, ohne allzu trocken daherzukommen.
  • Im Grundton- und Mittenbereich präsentiert er insbesondere Vocals und natürliche Instrumente sehr differenziert, dabei tonal leicht wärmer und in ausgeprägten, charakteristischen Klangfarben.
  • Er gibt sich im Hochtonbereich leicht zurückhaltend, gut zu hören bei Sibilanten und anderen „Glitzerspitzen“, hier rundet er etwas ab. Man darf das als „angenehm seidige Hochtonwiedergabe“ bezeichnen.
  • Die Tiefenstaffelung gelingt dem C 368 ordentlich, die Abbildung der Bühnenbreite allerdings hörbar besser, hier vermag er zudem eine präzise, sehr differenzierte Staffelung von Stimmen und Instrumenten abzubilden.
  • Er beherrscht ein präzises Timing ebenso wie Dynamiksprünge, neigt dabei jedoch keinesfalls zu vordergründiger Effekthascherei. Mit anderen Worten: Er sortiert sich in diesen Belangen sauber ins Wettbewerbsumfeld ein.
  • Der C 368 ist mein persönlicher Kandidat für wirklich lange, genussvolle Musiksessions. Er ist zudem eine Einladung beinah in Vergessenheit geratene Alben herauszukramen, um sie (klangfarblich) neu zu entdecken.
  • Dieser Verstärker ist ein wahrer Musik-Jongleur – alle möglichen Quellgeräte, analog wie digital, werden koordiniert und erfahren angemessene Behandlung. Wem die Grundausstattung nicht reicht, kann aus dem vielseitigen MDC-Angebot nachrüsten, der C 368 lässt sich modular zur Schaltzentrale auch über das reine HiFi hinaus ausbauen.

Fakten:

  • Model: NAD C 368 HDDA
  • Konzept: Class-D-Vollverstärker mit DAC
  • Preis: 999 Euro
  • Maße & Gewicht: 435 x 100 x 390 mm (BxHxT), 8,6 kg
  • Farbe: Schwarz
  • Eingänge: digital: Bluetooth ADP4 mit aptX-Unterstützung, 2 x S/PDIF-elektrisch, 2 x S/PDIF-optisch, analog: 2 x Hochpegeleingänge, 1 x Phono-MM (RCA)
  • Ausgänge: doppelt ausgeführtes Lautsprecherterminal, 6,3-mm-Kopfhörerklinke, Pre-/Sub-Out
  • Ausgangsleistung: 2 x 80 Watt (8 Ohm)
  • Leerlaufleistungsaufnahme: circa 29 Watt
  • Sonstiges: Erweiterung mit MDC-Modulen möglich – DD-BluOS (499 Euro), DD-HDMI1 (329 Euro), DD-USB2 (299 Euro)
  • Garantie: 2 Jahre, bei Registrierung 5 Jahre

Vertrieb:

Dynaudio Germany GmbH
Telefon: 04108 – 41800
E-Mail: info@nad.de
Web: www.nad.de

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Test: NAD C 368 | Vollverstärker

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Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Plattenspieler: Thorens TD126 III Tonabnehmer: Ortofon Nr. 2

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Burson Audio Conductor Air CD-Player: Quad CD66, Marantz DV9500, Denon DCD 50

Vollverstärker: Abacus 60-120D Dolifet (regelbare Endstufe)

Vorstufen: Hochpegel: Quad 66

Endstufen: Quad 606

Lautsprecher: ALR Step 3, Monkey Banana Gibbon Air, Quadral Aurum Megan VIII, Raumfeld M

Kopfhörer: Audio Technica ATH-MSR7, AKG K171 Studio, beyerdynamic DT1770 Pro, HiFiMan HE400S, beyerdynamic iDX 160, In Ear StreetLive, JVC HA-FXZ200-E, Grado PS500, RHA T10i, MA750 und MA600, Sennheiser Momentum M2, Sennheiser HD800

Kopfhörerverstärker: AudioQuest Dragonfly, HRT dSp, IMG Stageline, NuForce HA-200

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