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Testfazit: Moon Neo Ace

Es ist mein erstes Gerät der Marke Moon – und ich bin vom Fleck weg überzeugt. Die Konnektivität ist hervorragend: Dieses Gerät dürfte sich, vom fehlenden HDMI-Eingang mal abgesehen, in nahezu jedes Set-up integrieren und sogleich zu dessen Herzstück machen lassen. Die Mischung aus Streaming, Digitaleingängen, Hochpegeleingängen und Phonovorstufe ist außerordentlich gelungen und realitätsorientiert. Der verbaute DAC kommt mit zukunftsfähigen Sampleraten und Auflösungen, die Steuerungs-App des Streamers ist flink und stabil – genauso soll das sein.

Moon Neo AceKlanglich wird angesichts des Preises erstaunlich viel geboten. Auf der Habenseite stehen exzellente Bühnenabbildung, sehr gute Feindynamik und eine Auflösung im Mitten- und Höhenband, die auch eine Preisklasse höher noch konkurrenzfähig sein dürfte. Im Tiefbassbereich beziehungsweise in der untersten Oktave gibt es woanders fürs gleiche Geld mehr Schub und Durchsetzungskraft – dies wiegt der Moon Neo Ace aber mit seiner rhythmisch packenden und flinken Darstellungsweise zu großen Teilen wieder auf.

Steckbrief Moon Neo Ace:

  • Tonal zeigt sich der Neo Ace weitgehend neutral:
    • Im Oberton ganz klar auf Mittellinie – weder leicht verdunkelt noch ins Zischelige spielend. Gute Detailwiedergabe.
    • Das Mittenband wird sehr fein und akkurat aufgelöst, hier ist auch bei akustischen Instrumenten und Stimmen eine hohe, tonal neutrale Klangtreue garantiert.
    • Der Oberbass ist voll da, der Tiefbass nicht so sehr: den vollen Tiefgang bis „ganz nach unten“ gibt es hier nicht. Krasse Synthbässe und lauter Disco-Sound sind nicht die primären Reviere dieses Geräts.
  • Rhythmus und Tempo sind große Stärken des Neo Ace. Er spielt ungemein flink, unverschleppt, klar und präzise – und macht auf diese involvierende Weise auch weniger hochwertige Aufnahmen wieder attraktiv.
  • Die stereofone Bühne gerät einen Tick breiter als das Original erscheint, bleibt dabei aber in sich schlüssig und noch nicht aufgeblasen – auch die Ortbarkeit der Klangquellen ist sehr gut. Ebenfalls erfreulich: die auch an den Rändern gut ausgeleuchtete und erfahrbare Bühnentiefe.
  • Der Moon Neo Ace spielt auch leise sehr, sehr schön. Hier lässt er gegenüber Zimmerlautstärke weder dynamisch noch tonal etwas vermissen – und dank der elektronischen Lautstärkeregelung gibt’s auch keine hörbaren Gleichlaufschwierigkeiten zwischen beiden Kanälen. Ich betone das nochmal, weil es keine Selbstverständlichkeit ist. Insgesamt fühlt sich das Gerät bei Zimmerlautstärke bis hin zu leicht gehobenen Pegeln hörbar am wohlsten.
  • Feindynamisch spielt der Neo Ace auf hohem Niveau, er kann sich hier auch mit teureren Komponenten messen. Grobdynamisch gilt ähnliches, allerdings nur bei Musik mit nicht zu hohem Tiefbassanteil.
  • Verarbeitung und haptische Qualität sind tadellos, App und Navigation wirken ausgereift.

Fakten:

  • Modell: Moon Neo Ace
  • Konzept: All-in-one-Verstärker mit Netzwerkstreamer, DAC- und Bluetooth-Funktionalität
  • Preis: 3.700 Euro
  • Farbe: Schwarz und Silber-Schwarz
  • Abmessungen & Gewicht: 429 x 89 x 366 mm (BxHxT), 11 kg
  • Eingänge: analog: 3 x Hochpegel (2x Cinch, 1x Stereoklinke), 1 x MM-Phonoeingang (Cinch), digital: 5 x Digitaleingänge (2 x Toslink, 2 x koaxial, 1 x USB-B), LAN, WLAN, Bluetooth
  • Ausgänge: ein Paar Lautsprecherausgänge
  • Sonstiges: Fernbedienung, kompatibel mit dem multiroomfähigen Moon-Mind-System, Datenraten: PCM bis 32 Bit/384 kHz, bis DSD256
  • Garantie: 2 Jahre

Vertrieb:

Dynaudio Germany GmbH
Ohepark 2 | 21224 Rosengarten
Telefon: +49(0)4108-41800
E-Mail: info@dynaudio.de
Web: https://simaudio.com/de/

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    Über die Autorin / den Autor

    Profilbild von Jochen Reinecke Jochen Reinecke

    Equipment

    • Analoge Quellen:
      • Plattenspieler: Rega Planar 3 RS-Edition mit NEO PSU Mk2
      • Tonarm: RB330-Tonarm
      • Tonabnehmer: Rega Nd5 (MM), Rega Ania (MC)
    • Digitale Quellen:
      • D/A-Wandler: Denafrips ENYO 15TH, HenryAudio DAC256
      • CD-Player: Rotel CD11 Tribute, QUAD 3 CDT
      • Streamer: Cambridge Audio CXN (V2)
      • Sonstiges: Farad Power Supplies Super3 (PSU)
    • Vollverstärker:
      • Audio Note Cobra, Marantz PM7000N
    • Vorstufen:
      • Hochpegel: Khozmo Passive ZFoil-Ladder-Vorstufe, Tsakiridis Alexander (Röhre), Vincent SA-32 AE (Hybrid)
      • Phonoverstärker: Tsakiridis Alexander (Röhre)
    • Endstufen:
      • Valvet A4 MKII Monos, Abacus Electronics Ampollo Dolifet
    • Lautsprecher:
      • Audes Maestro 116, Fyne Audio Classic VIII SM, Harbeth P3ESR XD
    • Kopfhörer:
      • Sennheiser HD 800S, Cambridge Audio Melomania A100
    • Kabel:
      • Lautsprecherkabel: Analog Tools CU-Line, StudioConnections Reference
      • NF-Kabel: Boaacoustic Evolution Black.xlr und Black.rca2
      • Digitalkabel: Oehlbach XXL Series 7 MKII (Coax), Oehlbach XXL Serie 80 (Toslink)
    • Zubehör:
      • Stromfilter: Adam Hall AHPCS10 Power Conditioner/Netzfilter
      • Sonstiges: bFly Pure Absorber, bFly Talis, Auralex Subdude Lautsprecherbasen, Creaktiv SC 440 Gerätebasen
    • Größe des Hörraumes:
      • Grundfläche: 18 m²
      • Höhe: 2,70