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Test-Fazit: Marantz HD-DAC1

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  1. 3 Test-Fazit: Marantz HD-DAC1

Der Marantz HD-DAC1 kann insbesondere jener Gruppe von Hörern ans Herz gelegt werden, die eine unangestrengte, tonal ins Wärmere tendierende, aber dennoch hochauflösende Wiedergabe der Musik bevorzugen. Er verbindet, um mal ein wenig mit Klischees zu hantieren, die Präzision von Transistorelektronik mit dem angenehm stressfreien Charakter von Trioden und Pentoden. Gerade mittels des Upsamplingbetriebs via USB wirkt 44,1-kHz/16-Bit-Material angenehm feindifferenziert und homogen. Insgesamt profitieren vom Marantz HD-DAC1 jene Kopfhörer, die heller und analytischer abgestimmt sind, wohl am meisten.

Marantz HD-DAC1 Front von oben

CD-Player mit S/PDIF-Ausgang kann der Marantz ebenfalls aufwerten, auch wenn hier kein Upsampling möglich ist (Hi-Res bis 24 Bit/192 kHz wird aber ebenfalls verdaut) und 16-Bit/44,1-KHz-Material etwas weniger feingezeichnet wirkt als über den USB-Eingang mit aktiviertem Upsampling.

Nicht nur die Klangqualität kann überzeugen. Auch das edle Äußere und die Anschlusssektion sprechen für den Marantz HD-DAC1 (auf Amazon ansehen). Ein Verbesserungsvorschlag, der aus meiner Sicht an Marantz geht, ist die Korrektur der in stillen Umgebungen zu vernehmenden Klickgeräusche beim „Titel-Skippen“, welche vermutlich von dem für die Stummschaltung zuständigen Relais verursacht werden.

Der Marantz HD-DAC1 zeichnet sich aus durch …

  • den Marantz-typischen Soundcharakter, der der Musik insbesondere im Hochton etwaige Schärfen nimmt, ihr tonal einen tendenziell warmen Charakter verleiht, sie aber dennoch hinreichend offen erscheinen lässt.
  • eine vom Bass bis in die Höhen hochauflösende Wiedergabe, insbesondere per USB im Upsampling-Modus. Ein ausgemachter Analytiker ist der Japaner aber nicht.
  • eine Stimmwiedergabe mit natürlichem Timbre, welche die jeweiligen Eigenarten der Interpreten gut zur Geltung bringt und weder den Grundton noch die Obertoncharakteristiken vernachlässigt.
  • eine durchaus schnelle, wenn auch nicht ultra-trockene Impulsantwort im Bass, die zum tendenziell entspannten Klangbild des Verstärkers beiträgt.
  • eine Raumgröße, die weder als überdurchschnittlich weitläufig noch als gedrungen eng empfunden wird.
  • die Möglichkeit, per Rechner gesandte, niederaufgelöste Musiksignale mittels Upsampling aufzuwerten, aber ebenfalls über die anderen Digitaleingänge Signale mit bis zu 24 Bit/192 kHz entgegenzunehmen.
  • die auch in leisen Passagen gute Differenzierung von Klangnuancen – Leisehörer können sich also ebenfalls über eine feindynamische Wiedergabe freuen.
  • die Tatsache, dass durch die Anschlussvielfalt eine kleine Schaltzentrale für mehrere Quellen aufgebaut werden kann. Durch die mitgelieferte Fernbedienung kann auf einen Gang zum Verstärker beim Quellenwechsel getrost verzichtet und die Musik am Lieblingsplatz stressfrei genossen werden.

Marantz HD-DAC1

Fakten:

  • Modell: Marantz HD-DAC1
  • Konzept: Digital/Analog-Konverter und Kopfhörerverstärker
  • Preis (UVP): 799 Euro
  • Abmessungen DAC (BxHxT): 250 x 90 x 270 mm
  • Farbauswahl: Schwarz und Silber-Gold
  • Lieferumfang: Marantz HD-DAC1, Kurzanleitung, Bedienungsanleitung (auf CD-Rom), Netzkabel, Fernbedienung (inkl. Batterien), USB-Kabel und Cinch-Kabel
  • Garantie: 2 Jahre

Hersteller/Vertrieb:
Marantz Deutschland D&M Germany GmbH
Hakenbusch 3 | 49078 Osnabrück
Telefon: 0541/404660
eMail: info@marantz.de
web: www.marantz.de

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Test: Marantz HD-DAC1 | D/A-Wandler

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Über den Autor

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Digitale Quellen: D/A-Wandler: Benchmark DAC1 USB, FiiO E10 Computer/Mediaplayer: PC mit Win 7, Foobar 2000 inklusive ASIO-Plugin

Kopfhörer: Audeze LCD-2, AKG K550, AKG K702, Audiofly AF160, Beyerdynamic DT880 600 Ohm, Creative Aurvana Live! 2, Edifier H850, Fabs Fabulous Ears Basic Dual Driver, Fischer Audio Consonance, Fischer Audio FA-003Ti, HiFiMAN HE-350 Massdrop Edition, Sennheiser HD800S, Ultimate Ears UE200vi

Kopfhörerverstärker: Benchmark DAC1 USB, Burson Audio Soloist SL, FiiO E10, FiiO E17, Nuprime HPA-9

Mobiles HiFi: Cowon iAudio 7, Rockbox Sandisk Sansa Fuze V2, Sandisk Sansa Clip+

Zubehör: Sonstiges: sBooster VBus² USB-Spannungsentkoppelung

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