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Testfazit: Manley Steelhead & Manley Snapper

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Manley Steelhead & Snapper: Hörtest und Vergleiche
  2. 3 Manley Steelhead RC – solo betrachtet
  3. 4 Testfazit: Manley Steelhead & Manley Snapper

Auch wenn Fans von Harley Fat-Bob und Corvette bereits das Äußere der Manleys lieben werden, wird sich in dieser Preisklasse wohl Röhrentechnik finden lassen, die gediegener verpackt und ästhetisch ansprechender daherkommt, doch es dürfte schwierig werden, den kalifornischen Verstärkern klanglich das Wasser abzugraben. EveAnna Manley und ihr erfahrenes Entwickler-Team haben ihren Verstärkern einen wohltuend eigenständigen Klangcharakter mitgegeben, der selbst Transistorfans nicht abschreckt.

Der Mono-Endverstärker Manley Snapper von linksoben betrachtet

Klangfarblich stark, doch nicht zu üppig, überzeugen Steelhead und Snapper mit röhrenuntypisch festem Bassfundament und exzellenten dynamischen Eigenschaften. Im Hochton eher milde ausgelegt und niemals nervös analysierend, laden die Manleys zu langen Hörsitzungen ein. Dass die kräftigen Snapper-Monos selbst mit weniger sensiblen Schallwandlern gut klarkommen dürften, macht das Paket noch reizvoller.

Die Phonovorstufe Manley Steelhead mit externem Netzteil

Besitzern umfangreicher Schallplattensammlungen sei insbesondere der Steelhead ans Herz gelegt, versteckt sich hinter seinem rustikalen Outfit doch ein ausgesprochen flexibler, fein- wie grobdynamisch kompetenter analoger Klangmagier. Immerhin drei vollwertige Phonozügen lassen den Anschluss tonarmseitig üppig bestückter Laufwerke zu. Auch der zusätzliche Line-Eingang trägt dazu bei, den Preis des Steelhead in ein etwas milderes Licht zu stellen, denn dank ihm kann auf die Anschaffung eines weiteren Preamps verzichtet werden.

Steckbrief Manley Lab Steelhead & Manley Snapper

  • Die Vor-End-Kombi verfügt über eine breite, panoramaartige Raumabbildung. In die Tiefe hinein geht es klassengemäß, aber auch nicht mehr.
  • Das Klangbild der Manleys wirkt etwas „bigger than life“, woran man sich rasch gewöhnt. Plastische, holografische Abbildung.
  • Kräftiger und (für eine Röhre) erstaunlich fest strukturierter Bass. Tiefgang gleichfalls für Röhre beachtlich.
  • Farbige, sonore Mitteltonlage ohne unbotmäßige Übertreibungen.
  • Im Hochton sind die Manleys etwas milder und angenehm smooth abgestimmt. Unangenehm harsche oder gar schrille Töne wird man kaum von ihnen hören.
  • Zwar gibt es Verstärkerkombis mit höherer Auflösung und Analysefähigkeit, doch vermissen wird man dennoch kaum etwas. Die Stärke der Kombi liegt eher in der Erfassung musikalischer Inhalte und der gekonnten Gestaltung des musikalischen Flusses.
  • In der Kombination verfügen die Manleys dynamisch über eine erstaunliche Schlagkraft. Grob- wie feindynamisch sind sie für nahezu jedwedes Musikprogramm gut gerüstet.
  • Solo gehört, zählt der Steelhead zu den dynamisch überzeugendsten Phonovorverstärkern, die der Autor kennt. Er bietet eine Vielzahl an Anpassungsmöglichkeiten für MM- wie MC-Tonabnehmer und zeigt sich für einen Röhrenvorverstärker sehr rauscharm.
  • Die Snapper-Monos sind kraftvolle, universell einsetzbare Endstufen mit angenehm natürlichen Klangfarben. Etwas wärmer als neutral abgestimmt. Im Testzeitraum völlig unproblematischer Betrieb.
  • Beide Geräte sehen auf eine über zwanzigjährige Tradition zurück. Die Modelle wurden stets behutsam gepflegt und können als ausgesprochen ausgereift angesehen werden.
  • Kommen optisch ohne Bling-Bling aus. Das Design darf pragmatisch-rustikal genannt werden, Bauteilequalität und technischer Standard sind sehr gut.

Fakten:

Manley Laboratories Steelhead RC

  • Konzept: Röhren-Phonovorstufe mit zusätzlichem Line-Eingang
  • Preis: 13.998 Euro
  • Eingänge: vier Paar Cinch (2 x MC, 1 x MM, 1 x Line-In)
  • Ausgänge: ein Paar Cinch (fixed), zwei Paar Cinch (variable)
  • Abmessungen & Gewicht: Verstärker: 48 x 9 x 40 cm / 6,9 kg; Netzteil: 35 x 11,5 x 29 cm / 8,2 kg (BxHxT)
  • Leistungsaufnahme: circa 100 Watt im Leerlauf
  • Sonstiges: Kapazität und Abschlussimpedanzen können auf der Vorderseite eingestellt werden, vier Gain-Werte möglich (50 bis 65 dB)
  • Garantie: 2 Jahre (außer Röhren)
  • Weitere Informationen auf der Seite des Vertriebs

Manley Laboratories Snapper

  • Konzept: Röhren-Mono-Endverstärker
  • Preis: 13.875 Euro
  • Eingänge: 1 x XLR (symmetrisch), 1 x Cinch (unsymmetrisch)
  • Abmessungen & Gewicht: 38 x 7,6 x 22 cm (BxHxT) / 20,5 kg/Stück
  • Leistung: 100 Watt @ 8 Ohm
  • Leistungsaufnahme: circa 170 Watt im Leerlauf
  • Garantie: 2 Jahre (außer Röhren)

Vertrieb:

Input Audio
Ofeld 15 | 24214 Gettorf
Telefon: +49 (0) 4346 – 60 06 01
E-Mail: b.hoemke@inputaudio.de
Web: https://www.inputaudio.de/

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Test: Manley Steelhead RC & Snapper | Phono-Vorstufe, Vor-End-Kombi

  1. 2 Manley Steelhead & Snapper: Hörtest und Vergleiche
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  3. 4 Testfazit: Manley Steelhead & Manley Snapper

Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: TW-Acustic Raven AC Tonarm: Graham Phantom B-44, Analog Tools, Pyon Sound Iris Tonabnehmer: Steinmusic Aventurin 6, Lyra Titan i, Clearaudio Charisma V2, modifiziertes Denon DL 103R Sonstiges: Plattenklemme Musikus von LaMusika, Plattentellermatten von LaMusika, Dereneville und Steinmusic, externer Plattenspielerantrieb Dereneville DAE-01SP

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Rockna Wavelight+ Musikserver: Innuos Zenith SE Sonstiges: Electrocompaniet EMP-2

Vollverstärker: Analog Domain Isis M75D, SRA Röhrenverstärker Melissa

Vorstufen: Hochpegel: Silvercore Linestage Two Phonoverstärker: Chord Symphonic, Rike Audio Sabine III, TW-Acustic Raven Phono

Endstufen: Dartzeel NHB-108 (Stereo), Tenor Audio 75 Wi (Monos)

Lautsprecher: Acapella La Campanella, Acapella Harlekin 2

Kabel: Lautsprecherkabel: Vovox Textura Fortis, Analog Tools Reference Serie NF-Kabel: Bastanis Imperial, Analog Tools Reference Serie, Akeno Audio Ultimate, Symphonic Line Reference Netzkabel: Acoustic Revive Absolute, Steinmusic Highline Netzleiste: Eigenbau mit Furutech-FI-E30-NCF-Steckdosen Sonstiges: Analog-Tools-Phonokabel (Reference Serie)

Rack: Racks von Copulare und Audio Lignum, Basen von Symposium Acoustics und Acapella, Symposium Precision und Ultra und Super-Coupler

Zubehör: Stromfilter: Isotek EVO3 Super Titan, Trenntrafos von Steinmusic Sonstiges: Harmonix RFA-7800 Room Tuning Devices, Sicherungen: AHP-Klangmodul IV G, Steinmusic Harmonizer, AHP II Kupfer, Hifi-Tuning Supreme 3 und Audio Magic SHD Beeswax Ultimate & Premiere Ultimate

Sonstiges: Racks von Copulare und Audio Lignum, Basen von Symposium Acoustics und Acapella, Symposium Precision und Ultra-Coupler, Harmonix RFA-7800 Room Tuning Devices, Highendnovum Passiver Multivocalresonantor PMR

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 23,4 m² Höhe: 2,64 m

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