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Testfazit: Magnat Signature 1105

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Magnat Signature 1105: Klangtest und -vergleiche
  2. 3 Testfazit: Magnat Signature 1105

Machen wir es kurz: Die Magnat spielen so feindynamisch und detailreich wie ein Abhörmonitor und sind gleichzeitig temperamentvoll und grobdynamisch sattelfest, wenn es sein muss. Sie geben Bands wie Helmet oder Gojira mit großer Lebendigkeit und authentischer Spielweise wieder, während andere Lautsprecher bei solchem Programm ihr Heil oft in einer fülligen Wiedergabe suchen – und deshalb nicht recht aus dem Quark kommen. Das alleine ist schon Grund genug, warum jeder Metal- und Progrockanhänger bei der Magnat Signature 1105 aufhorchen sollte.

MAgnat Signature 1105

Aber auch Jazz- und Klassikhörer kommen mit der Signature auf ihre Kosten. Selten habe ich in dieser Preisliga eine Standbox gehört, die einerseits akkurat und präzise unterwegs sein kann und andererseits mit substanziellen Bässen und brutaler Pegelfestigkeit für staunende Münder sorgt. Diese Magnat bietet ein fast schon sensationelles Preis-Leistungs-Verhältnis.

Doch gleichwohl gilt: Sie ist nicht Everybody‘s Darling. Man sollte ein leicht analytisches, straff-detailreiches Klangbild wertschätzen und nicht ein warmes, rundes, auf maximale Verträglichkeit ausgerichtetes verlangen, wenn man mit ihr glücklich werden möchte.

Die Magnat Signature 1105 zeichnen sich aus durch …

  • eine homogene, bruchlose Gesamttonalität, die sich als neutral, mit leichtem Hang zur schlankeren, flinkeren Spielweise beschreiben lässt. Diese Tonalität passt zur eher analytisch geprägten Grundcharakteristik des Lautsprechers.
  • eine stupende Grobdynamik, beispielsweise bei großen Orchestrierungen. Feindynamik und Auflösungsvermögen ähneln einem Abhörmonitor. Das heißt freilich auch: Gnädiges Verrunden und charmantes Drüberhinwegsehen gibt es hier nicht. Damit muss man klarkommen, zuspielendes Equipment und Aufnahmequalitäten sollten standesgemäß sein.
  • einen akkurat und präzise aufspielenden Hochton, der trotz seiner detailreichen Gangart zu keinem Zeitpunkt angestrengt klingt bzw. ungebührliche Härten ins Klangbild trägt.
  • ein klar und transparent aufspielendes Mittenband.
  • ein neutral-straffes, sehniges Bassspiel. Trockene, schnelle Wiedergabe, der Bass reicht so tief hinab, wie man es von einem Lautsprecher dieser Größe und Preisklasse erwarten darf.
  • eine sehr beeindruckende Räumlichkeit. Wie ein Studiomonitor bildet die Magnat präzise und vor allem sehr plastisch die einzelnen Instrumente ab und zeichnet ein klares Bild von der Bühnenhöhe, -tiefe und -breite der jeweiligen Aufnahme. Die 1105 serviert die Musik nicht zurücklehnend gemütlich, sondern involviert den Hörer.

Fakten:

  • Modell: Magnat Signature 1105
  • Konzept: passiver Dreieinhalb-Wege-Standlautsprecher, Bassreflex, Doppel-Höchtöner
  • Preis: 2.598 Euro
  • Abmessungen & Gewicht: circa 225 x 1050 x 350 mm (B×HxT), 27,8 kg/Stück
  • Kennschalldruck: 93 dB/W/m
  • Nennimpedanz: 4-8 Ohm
  • Sonstiges: Fußtraversen aus massivem Aluminium, Silikon-Füße und Metall-Spikes im Lieferumfang, Bi-Wire-Terminal
  • Garantie: 2 Jahre

Vertrieb:

Magnat Audio-Produkte GmbH
Lise-Meitner-Straße 9 | 50259 Pulheim
Telefon: +49(0)2234–807-0
E-Mail: info@magnat.de
Web: www.magnat.de

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Test: Magnat Signature 1105 | Standlautsprecher

  1. 2 Magnat Signature 1105: Klangtest und -vergleiche
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Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Plattenspieler: Linn LP12, Pro-Ject Perspective Anniversary

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Mytek Brooklyn DAC+ CD-Player: Sony CDP X-707 ES Musikserver: Innuos ZENMini MK3, Roon Nucleus Streamer: Auralic Aries Femto, Wattson Audio Emerson Digital Sonstiges: Innuos PhoenixNET & PhoenixUSB

Vollverstärker: Cayin MT-34L

Vorstufen: Hochpegel: Sony TA-E 80 ES Phonoverstärker: Mytek Brooklyn DAC+

Endstufen: 2 x Sony TA-N 80 ES (Bi-Amping)

Lautsprecher: Kii Three, KEF LS 50 Meta

Kopfhörer: Beyerdynamic DT 1990 PRO, Beyerdynamic T1 (3rd. Gen.), HiFiMAN Deva PRO

Kopfhörerverstärker: Mytek Brooklyn DAC+

Mobiles HiFi: Astell&Kern AK 380, Chord Mojo