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Testfazit: Luxman LX-380

In ihrem neuen Schmuckkästchen vereinen die Japaner Tradition und Moderne und präsentieren einen Rundum-sorglos-Röhren-Vollverstärker für „erfahrene Hörer“, die nach dem ein oder anderen klanglichen Experiment einen Allrounder ohne Schlagseite suchen, auf dass verstärkerseitig dauerhafte Ruhe einkehre.

Luxman LX-380

Der Luxman LX-380 ist kein Spaßverstärker für Effekthörer, sondern ein Musikinstrument für Erwachsene, die sich entweder selbst noch an die goldenen High-End-Zeiten der 1960er Jahre erinnern, als Balanceregler noch kein Sakrileg und freiliegende Röhren noch kein phallisches Statussymbol waren, oder den selbst verordneten Zwangspurismus mancher Audiophiler einfach satthaben.

Wenn Sie also von der glühenden Schmuseröhre bis zum frequenzlinientreuen Kickass-Transistor schon dies und das im Rack hatten und nach einem dauerhaften Kompromiss suchen, der weitgehend neutral und transparent wie ein Transistor klingt und dennoch wohldosierten Röhrencharme versprüht, dann könnte der Luxman ihr vorerst letzter Verstärker werden. Denn der LX-380 spielt dermaßen schlüssig, informativ, selbstlos und tonal balanciert, dass, wer hier oder dort mehr will, wohl oder übel – zumindest im selben Preisbereich – an anderer Stelle auf Klang und/oder Komfort verzichten muss. Meine Empfehlung: Bevor Sie den Nächstbesten kaufen, legen Sie Ihre highfidele Reifeprüfung ab und hören Sie den Letztmöglichen.

Pegelregler des Luxman LX-380

Der Luxman LX-380 …

  • präsentiert Musik über ein sehr breites Frequenzspektrum sehr balanciert, ohne steril oder langweilig zu klingen; eine richtiggehende Anhebung des Grund- oder Absenkung des Hochtons zu Lasten der Mittentransparenz ist nicht auszumachen, gleichwohl umgibt die mittleren Lagen eine ganz leichte Wärme.
  • zieht seinen dezent vorhandenen Röhrencharme aus einer weich fließenden Darbietung im Allgemeinen und der räumlichen Plastizität im Besonderen.
  • glänzt trotz bescheidener Ausgangsleistung mit einem tief reichenden, kontrollierten und ungewöhnlich druckvollen Bass.
  • liefert in den Mitten weniger Schmelz als andere Röhren und fokussiert hier eher auf maximale Artikulation und Transparenz.
  • bietet in den Höhen die nötige Feinheit, um ohne Roll-off zugleich informativ und härtefrei zu klingen.
  • spannt einen tiefen, wenngleich kaum über die Boxenkanten reichenden Bühnenraum auf. Er punktet mit hoher Lokalisationsschärfe, Plastizität und viel Luft zwischen den Instrumenten. Die Schallquellen werden weniger voluminös abgebildet als bei vielen anderen Röhrenamps.
  • leistet sich an Lautsprechern mit gütigem Impedanzverlauf und halbwegs anständigem Wirkungsgrad keinerlei Schwächen bei Impulskontrolle, Grob- und Feindynamik. Für Partypegel ist der LX-380 freilich nicht gemacht.
  • bietet viele sinnvolle Features und ist tadellos verarbeitet.

Fakten:

  • Modell: Luxman LX-380
  • Konzept: Röhren-Vollverstärker
  • Preis: 6.990 Euro
  • Farben: Body Rosenholz, Front Silber
  • Eingänge/Ausgänge: 4 x Hochpegelinputs, 1 x Phono (MM/MC), 1 x Tapeschleife, 1 x Pre-Out, 1 x Main-In (ausschließlich Cinch); doppeltes Lautsprecherterminal
  • Abmessungen und Gewicht: 440 x 197x 403 mm (BxHxT), 17,6 kg
  • Leistung: 2 x 20 Watt an 6 Ohm
  • Leistungsaufnahme: circa 127 Watt im Leerlauf
  • Sonstiges: aufwendiges Klangregelwerk, Balanceregler, Subsonic-, Mono- und Loudness-Schalter, Kopfhörerausgang, Tapeschleife, Vor- und Endstufe auftrennbar, Fernbedienung
  • Garantie: 2 Jahre

Vertrieb:

IAD GmbH
Johann-Georg-Halske-Straße 11 | 41352 Korschenbroich
Telefon: +49(0)2161 – 617830
E-Mail: info@iad-gmbh.de
Web: www.luxman-deutschland.de

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    Über die Autorin / den Autor

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    Equipment

    • Digitale Quellen:
      • D/A-Wandler: Moon MiND 2
      • Streamer: Auralic Aries Femto mit SBooster 15V MKII
    • Vollverstärker:
      • Jadis DA88 Signature
    • Lautsprecher:
      • Harbeth SHL5+
    • Kopfhörer:
      • Meze Empyrean, Audeze LCD-XC, AKG K812
    • Kopfhörerverstärker:
      • EAR Yoshino HP4, Chord Hugo
    • Kabel:
      • Lautsprecherkabel: Kondo Operia SPc Bi-Wire
      • NF-Kabel: Kondo KSL-VzII
      • Digitalkabel: Tellurium Silver Diamond Digital XLR, AudioQuest Carbon USB
      • Netzkabel: Kondo KSL-ACc Persimmon
      • Sonstiges: Meze Furukawa Silver-Copper, WyWires RED, Forza Noir Hybrid
    • Rack:
      • Multiplex-Bambus-Selbstbau mit bFly Talis-Füßen
    • Zubehör:
      • Stromfilter: Isotek Aquarius, Audioplan Powerplant SIII
      • Sonstiges: AudioQuest Jitterbug, Uptone USB Regen, Audio Magic Ultimate Premier Feinsicherungen, Nordost Qk1, Qv2, QPoints, Entreq Minimus Grounding Box, Entreq Eartha Challenger Ground Cable
    • Sonstiges:
      • Skylan Stands, Audioplan Antispikes, Stillpoints Ultra SS, Stillpoints Ultra Mini
    • Größe des Hörraumes:
      • Grundfläche: 32 m²
      • Höhe: 3,5 m