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Testfazit: Luxman L-507Z

Wer einen Vollverstärker mit digitalen Zuspielmöglichkeiten sucht, ist mit dem Luxman L-507Z an der falschen Adresse – doch für die meisten anderen Audiobelange ist er bestens gerüstet: Er bietet symmetrische wie unsymmetrische Eingänge, einen Phonoinput und zwei Kopfhörerausgänge, lässt sich auftrennen, in Mono schalten, kommt mit Bass-, Treble-, Balance-Regler, Subsonic, Loudness … kurz und gut: mit so ziemlich allem, was man sich wünschen kann.

Luxman L-507Z - Vollverstärker auf einem Sideboard

Klanglich gibt er den Generalisten und legt mehr Wert auf ein „harmonisch-ganzheitliches Klangbild“ als auf pointiert vorgetragene Charakterzüge. Dass er dabei tonal eine ziemlich reine Lehre vertritt, überraschte mich ein wenig. Außer etwas mehr Kraft im Bass gönnt sich der L-507Z keine relevante Abweichung von der Ideallinie, auch im Präsenzbereich bis zum Superhochton ist er voll da. Damit klingt er offener und frischer als man das von Luxman gewohnt sein mag – oder anders formuliert: (noch) neutraler.

Der Luxman L-507Z ist ein sehr rundes Gesamtpaket aus guter Ausstattung und klanglichen Allroundfähigkeiten, und da er zudem perfekt verarbeitet ist und wie für die Ewigkeit gebaut wirkt, sollte er auf Ihre „Zu-hören-Liste“, wenn Sie in dieser Liga nach einer Verstärkerlösung suchen.

Der Luxman L-507Z …

  • spielt von den Mitten bis in höchste Höhen ziemlich neutral/linear und besitzt eine kleine Betonung im Mid- und Oberbass, während im Tiefbass etwas Nachdruck fehlt.
  • kommt mit einem konturierten und strukturierten Bass. Staubtrocken ist er nicht, aber gut durchgezeichnet.
  • besitzt eine in Relation zur Preisklasse sehr gute Auflösung, gerade in den Mitten/Höhen. Durch die detailreiche Präsentation des musikalischen Geschehens zieht er den Hörer in die Musik hinein, man hört ihm gerne bewusst zu, denn es gibt viel zu entdecken.
  • spielt feindynamisch flirrig und offen, Transienten werden unverrundet und direkt präsentiert, gleichzeitig aber die Balance aus Attack und Sustain gewahrt. Ein echte Stärke.
  • wirkt grobdynamisch sattelfest, manch ein Mitbewerber langt aber noch beherzter hin, zumindest bei Electronica oder Großorchestralem.
  • bietet ein normal großes Bühnenbild mit guter, klassengerechter Tiefenstaffelung und Abbildungsqualität. Ausnehmend breit ist es nicht, aber auch nicht kompakt. Der Startpunkt der Bühne befindet sich zumeist vor oder auf der Stereobasis.
  • bietet eine üppige Ausstattung – aber keine Digitalschnittstellen – und eine erstklassige Verarbeitung.

Fakten:

  • Modell: Luxman L-507Z
  • Konzept: Vollverstärker
  • Preis: 9.490 Euro
  • Maße & Gewicht: 440 x 178 x 454 mm (BxHxT), 25,4 kg
  • Farbe: Silber
  • Eingänge: 6 x Hochpegel (4x Cinch, 2x XLR), 1 x Phono (Cinch, MM/MC schaltbar), 1 x Main-In (Cinch), Trigger- und Control-Buchsen
  • Ausgänge: 1 x Pre-Out (Cinch), 2 x Stereo-Lautsprecherterminals, 2 x Kopfhörerausgänge (6,35 mm und 4,4 mm Klinke), Trigger- und Control-Buchsen
  • Ausgangsleistung: 2 x 110 Watt an 8 Ohm, 2 x 210 Watt an 4 Ohm
  • Leistungsaufnahme: 110 Watt im Leerlauf
  • Sonstiges: Bass-, Treble- und Balance-Regler; Mono-, Subsonic-, Loudness- und Line-Direkt-Funktion; Vor- und Endstufe auftrennbar; XLR-Eingänge invertierbar; Systemfernbedienung
  • Garantie: 3 Jahre
  • Weitere technische Daten auf der Luxman-Website

Vertrieb:

IAD GmbH
Johann-Georg-Halske-Straße 11 | 41352 Korschenbroich
Telefon: +49(0)2161 – 617830
E-Mail: service@iad-gmbh.de
Web: https://www.luxman-deutschland.de/

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    Über die Autorin / den Autor

    Profilbild von Ralph Werner Ralph Werner

    Equipment

    • Analoge Quellen:
      • Festplatte: SME Model 15
      • Tonarm: SME 309
      • Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201
      • Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), Stack Audio Serene Mat & Stabiliser, VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)
    • Digitale Quellen:
      • D/A-Wandler: Rockna Wavelight+
      • Musikserver: Antipodes K22 G4
      • Computer/Mediaplayer: Software: MinimServer/MPD mit JPLAY-App, Squeeze-Server/Player mit Material/iPENG, Roon
      • Sonstiges: Network Acoustics Eno2 (Ethernet-Filter), Pink Faun LAN Isolator, Silent Angel Bonn N8 (Switch)
    • Vorstufen:
      • Hochpegel: Electrocompaniet EC 4.8 MKII
      • Phonoverstärker: BMC Audio MCCI Signature ULN
    • Endstufen:
      • Electrocompaniet AW 800 M
    • Lautsprecher:
      • Acapella High BassoNobile MK2
    • Kopfhörer:
      • Audeze LCD-2, Beyerdynamic DT-990, Sennheiser HD 800 S, Sony MDR-1000X, Teufel Supreme In
    • All-In-One:
      • Ruark Audio R4
    • Kabel:
      • Lautsprecherkabel: Dyrholm Audio Phoenix
      • NF-Kabel: Dyrholm Audio Phoenix XLR & Cinch, Boaacoustic Blueberry Signal.xlr, Vovox und andere
      • Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Audioquest Vodka 48 (HDMI/I2S), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), fis Audio Magic (LAN-Kabel), Wireworld Series 7 Starlight Gold (S/PDIF koaxial)
      • Netzkabel: fis Audio Blackmagic, fis Audio Studioline
      • Netzleiste: fis Audio Blackmagic
    • Rack:
      • Creaktiv Trend 3 (Rack) auf bFly Audio b.DISC (Spikeaufnahmen) stehend, Stack Audio Auva EQ (Geräte-Entkopplungsfüße)
    • Zubehör:
      • Audes ST-3000 Power Conditioner (Trenntrafo)
    • Größe des Hörraumes:
      • Grundfläche: 40 m²
      • Höhe: 2,45 m