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Test-Fazit: Standlautsprecher Larsen 8

Inhaltsverzeichnis

  1. 3 Test-Fazit: Standlautsprecher Larsen 8

Die Larsen 8 gehören zu jenen Lautsprechern, die man sich erhören muss. Reißerische Effekte sind ihre Sache nicht. Eine anspringende Dynamik, die einen umhaut? Eher nicht. Ein beeindruckender Bass, der einem in den Bauch fährt? Weniger. Ganz natürlich den Eindruck erwecken, als ob wirklich jemand im Raum Musik macht? Absolut. Ein großes Orchester samt Aufnahmeraum authentisch abbilden? Volltreffer! Ganz klar die Musik in den Mittelpunkt der Wiedergabe stellen? Aber so was von. Wobei die Larsen 8 ihre Stärken vor allem bei akustischen Instrumenten ausspielen. Insgesamt Lautsprecher, die man umso mehr lieben lernt, je länger man sie hört.

Lautsprecher Larsen 8

Steckbrief Larsen 8:

  • Die Gesamttonalität der Larsen 8 ist ausgeglichen. Eine dezente Mittenbetonung kommt dem Ausdruck von Stimmen beziehungsweise der Wiedergabe des (tonalen) Charakters von Instrumenten zugute. Insgesamt eine wunderbar durchhörbare Abstimmung, die weit davon entfernt ist, „Sound“ zu machen. Noch weiter ist sie vom „Badewannenfrequenzgang“, also vom bass- und höhenbetonten Klangbild entfernt, mit dem manche Lautsprecher Eindruck zu schinden versuchen.
  • Im Bass nehmen sich die Larsen 8 vom ersten Eindruck her ein wenig zurück, überraschen aber mit Tiefgang und Durchsetzungsvermögen. Sie wirken ein bisschen so wie ein Motor, der wenig PS, aber viel Drehmoment hat. „Harte“ Impulse sind ihre Sache nicht, natürliche Einschwingvorgänge geben sie dagegen substantiell wieder.
  • Die Mitten sind wunderbar offen und gut durchhörbar, fein gezeichnet und bieten eine wirklichkeitsnahe Dynamik. Das Auflösungsvermögen liegt insgesamt auf einem hohen Niveau, gerät aber nicht ins Artifizielle. Eine absolute Domäne der Larsen 8 ist die exakte Wiedergabe von Klangfarben. Was die Lautsprecher hier leisten, ist atemberaubend.
  • Die Höhen klingen sehr luftig, klar und gut detailliert, vermeiden aber jede Schärfe. Insgesamt eine sehr gelungene Mischung aus Auflösung, Strahlkraft und „Air“, die viel Langzeithörgenuss verspricht.
  • Bei der räumlichen Abbildung machen die Larsen 8 immer einen sehr klar erfahrbaren Raum auf – egal, ob es sich um die Bühne in einem Jazzclub oder einen Konzertsaal handelt, man hat immer das Gefühl, viel über Größe und Atmosphäre des Raumes zu erfahren. Die Lokalisationsschärfe ist dabei gut – nie hat man Zweifel, woher ein Ton gerade kommt, auch nicht bei der Entfernung, aus der er kommt. Die Tiefenstaffelung ist einwandfrei. Einzelne Klangquellen sehr plastisch, dreidimensional herauszuarbeiten ist dagegen nicht ganz die Stärke der Larsen 8.

Fakten:

  • Modell: Larsen Akustik Larsen 8
  • Konzept: passiver Zweieinhalb-Wege-Standlautsprecher, Bassreflex, zusätzliche Hochtöner, Raumakustik in Abstimmung einbezogen
  • Preis: ab 4.490 Euro
  • Abmessungen & Gewicht: 916 x 278 x 328 mm (H×B×T), 25 kg/Stück
  • Wirkungsgrad: 88 dB/W/m
  • Nennimpedanz: 8 Ohm
  • Sonstiges: Pads zur Aufstellung
  • Garantie: 5 Jahre

Vertrieb:
Tom Habke Audiovertrieb GmbH
Feldkirchenring 52 | 22926 Ahrensburg
Telefon: 04102 – 6076057
eMail: kundenservice@tomhabke.de
Web: www.tomhabke.de

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Test: Larsen 8 | Standlautsprecher

  1. 3 Test-Fazit: Standlautsprecher Larsen 8

Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: Thorens TD-316 MkII mit Nagaoka MP-110

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Lavry DA-11, Merging Technologies HAPI (AD/DA-Wandler) CD-Player: Rega Apollo

Vollverstärker: Rega Mira

Endstufen: Abacus Electronics 60-120D Dolifet

Lautsprecher: Harbeth Super HL5 Plus XD, Genelec 8010A, JBL Control 1C, Piega TMicro 5, Vogel Custom Blue, Vogel Custom White

Kopfhörer: Stax SRS-2170, Focal Celestee, AKG K240DF, Beyerdynamic DT150, Beyerdynamic Custom One, Beyerdynamic Free Byrd, Sony MD-7506, KOSS Porta Pro

Kopfhörerverstärker: integrierte Lösungen im Lavry DA-11, Merging Technologies HAPI, Harrison-Mischpult

Mobiles HiFi: iFi iDSD nano

All-In-One: Arcam Solo Mini DAB+

Kabel: Lautsprecherkabel: Oehlbach Ultrastream NF-Kabel: Vovox Link, Vovox Sonorus

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 51 m² und 12 m² Höhe: 2,3 m und 2,1-2,6 m