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Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Kompakt, kantig, koaxial
  2. 2 Soundcheck: KSdigital C5-Reference
  3. 3 Testfazit: KSdigital C5-Reference

Es wird jetzt kurz ein wenig kompliziert. Der Hersteller KSdigital (www.ksdigital.de) hat zwei unterschiedliche „Branchenzweige“: KSD Home und KSD Studio. Und obwohl Ersterer mit einem Portfolio von drei Lautsprechern für den Heimbereich aufwartet, testen wir heute an dieser Stelle einen Monitor aus dem – deutlich mehr Modelle umfassenden – Studiobereich von KSdigital. Warum dies?

Nun, wir zäumen die Geschichte von vorne auf, denn zuallererst hat man bei KSdigital eben mit der Entwicklung von Studiomonitoren begonnen. Und – wie auch unsere Tests der Lautsprecher von Genelec zeigen – die eine oder andere Studiolösung ist eben auch für den Heimanwender attraktiv. Im Übrigen gelten bei KSdigital für den Home-Zweig – aus dem wir das Standmodell KDS2030 schon im Test hatten – dieselben Prämissen wie für die Studiomonitore: möglichst hohe Phasenlinearität und Impulsoptimierung. Nun aber zu unserem Probanden:

KSdigital C5-Reference

Der KSdigital C5-Reference ist der kleinste Monitor der derzeit aus den drei Modellen C5, C8 und C88 bestehenden C-Reference-Serie. Der C5-Reference kommt ebenso wie sein großer Bruder C8-Reference im Beinahe-Würfelformat und mit einem 2-Wege-Koaxialchassis, allerdings verfügt der C8 über einen 8-Zoll-Tiefmitteltöner, während beim C5 „nur“ ein 6-Zoll-Exemplar werkelt. Der C88-Reference, der größte der drei Lautsprecher, wiederum verfügt neben dem 8-Zoll-Mittelhochton-Koaxialchassis des C8 über ein zweites, separates Tieftonchassis – und ist somit nachvollziehbarerweise kein Würfel, sondern ein Querformatlautsprecher.

Die Elektronik im Innern der KSdigital C5

Die Elektronik im Innern des KSdigital C5-Reference

Alle drei Modelle eint, dass es sich um Aktivlautsprecher handelt, bei denen jedes Chassis über eine eigene Class-D-Endstufe angetrieben wird – und dass ein spezieller digitaler Signalprozessor zum Einsatz kommt, der nicht nur die Wege voneinander trennt, sondern auch die Nichtlinearitäten ausgleichen soll, die durch Gehäusekanten oder Treibertoleranzen entstehen – und zwar sowohl im Amplitudenfrequenzgang als auch in der Phase. Selbst beim kleinsten C5-Reference wird in Sachen Leistung geklotzt und nicht gekleckert: So wurden ihm pro Kanal für den Tiefmitteltonbereich satte 175 Watt und für den Hochton 80 Watt Verstärkerleistung zur Seite gestellt. Angesichts der Baugröße von 20 x 24,5 x 22 (BxHxT) erscheint dies durchaus üppig dimensioniert.

Das Gehäuse der KSdigital C5-Reference besteht aus Stahl mit einer hölzernen Schallwand, die wahlweise in Kirschholz oder Schwarz gehalten ist. Praktisch finde ich den mitgelieferten Metallständer. Er kommt mit zwei Seitenwangen, Filzdämpfern und Schrauben mit Knauf – diese lassen sich in die entsprechenden Bohrungen an den Seiten der Lautsprecher versenken. Auf diese Weise können die C5-Reference nach oben oder unten gekippt und damit vertikal auf den Hörplatz eingewinkelt werden. Den Studiogenen von KSdigital ist es geschuldet, dass die C5-Reference ausschließlich per symmetrischem Hochpegeleingang (XLR) angesteuert werden kann.

Die KSD C5-Reference lässt sich über XLR ansteuern

Der KSD C5-Reference lässt sich über XLR ansteuern

Neben einem solchen Anschluss finden wir auf der Rückseite noch drei Trimmpotis für die Feineinstellung von Höhen, Mitten und Bass sowie einen RJ-45-Anschluss für die optional erhältliche, kabelgebundene Fernbedienung KSD-RC, welche nicht nur Zugriff auf User-EQs bietet, sondern auch weitere Parameter wie Delay oder Abhörlautstärke bequem per Drehknopf einstellen lässt. Mit einem Preis von voraussichtlich etwa 980 Euro erscheint diese Lösung indes tatsächlich eher für den Studiobereich interessant. KSdigital wird in Kürze auch für 200 Euro eine (ebenfalls kabelgebundene) KSD-Volume-Einheit nachliefern, mit der ausschließlich die Lautstärke geregelt werden kann. Das dürfte Besitzer einer Hochpegelquelle ohne regelbaren Ausgang, die eine puristische Kette aufbauen möchten, erfreuen, denn in so einem Fall kann man sich den Vorverstärker sparen.

Auch in diesem Test ging es – konzeptionell – puristisch zu, denn ich habe die KSdigital C5-Reference vornehmlich direkt mit dem AVM MP 8.2 Mediaplayer beschickt, der eine eigene Lautstärkeregelung besitzt. Bevor es nun in den Hörraum geht, vielleicht noch ein paar Worte zur Erwartungshaltung. Kompaktmonitore wie diese kennt man im Studio als Nahfeldabhöre, die vor allem eines liefern soll: höchstmögliche Transparenz und Neutralität bei klar sortierter und nicht überbreiter Stereobühne. Mit echtem Tiefbass rechne ich eher nicht. Schauen wir mal, ob das so stimmt.

Der 6-Zoll-Koaxialtreiber der KSdigital C5-Reference

Der 6-Zoll-Koaxialtreiber der KSdigital C5-Reference

Test: KSdigital C5-Reference | Aktivlautsprecher

  1. 1 Kompakt, kantig, koaxial
  2. 2 Soundcheck: KSdigital C5-Reference
  3. 3 Testfazit: KSdigital C5-Reference
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