Demnächst im Test:

Billboard
HGFA  - Genuin Audio

Test-Fazit: Krell Vanguard/Digital Vanguard

Inhaltsverzeichnis

  1. 3 Test-Fazit: Krell Vanguard/Digital Vanguard

Krell Vanguard/Digital Vanguard Front

Der Krell Digital Vanguard gehört auf jeden Fall zu den Geräten, die Charakter haben. Insgesamt stellt er sich weitgehend in den Dienst der Musik und gewährleistet eine Wiedergabe auf sehr hohem Niveau. Bei alldem lässt er seine Hörer jedoch nicht im Unklaren darüber, dass er die Kraft hat, so gut wie jeden Lautsprecher souverän zu kontrollieren. Das macht er durch einen dezenten Extra-Schub im Bass deutlich. Ähnlich verhält es sich im Grundton, den er ebenfalls dezent akzentuiert. Dadurch geraten die Klangfarben ausdrucksstark und die Mittenwiedergabe wirkt wärmer. Da er das Klangbild tonal immer „von unten“ aufbaut, wirkt die Wiedergabe bodenständig geerdet. Im Hochton übertreibt der Krell Vanguard nicht, sondern agiert sauber und exakt. Dynamisch lässt er nichts anbrennen, übertreibt aber auch nicht und vermeidet damit jegliche Nervosität.

Das auch über HDMI-Ein-/Ausgänge sowie die Möglichkeit den Amp in eine Haussteuerung einzubinden verfügende Digital-Board ist für alle, die den Krell in eine A/V-Umgebung integrieren wollen, Pflicht. Und für Hörer, die ihre Musik im heimischen Mediennetzwerk deponiert haben, ist die eingebaute Streaming Bridge eine tolle Sache – spart man sich so doch einen zusätzlichen DAC oder Streaming Client. Tonal spielt das Digital Board neutral und reizt die klanglichen Qualitäten des Vanguard weitgehend aus.

Krell Vanguard/Digital Vanguard Licht

Der Krell Digital Vanguard zeichnet sich aus durch …

  • ein ungemein erwachsen wirkendes Klangbild, das vor allem durch Kraft und Souveränität gekennzeichnet ist.
  • einen stabilen, tiefgehenden und sehr kontrollierten Bassbereich mit Schub und Punch inklusive eines guten bis sehr guten Differenzierungsvermögens auch in den untersten Lagen.
  • eine schön sonore Grundton- und Mittenwiedergabe. Ohne tonal irgendwie zu kippen, agiert der Vanguard mit einem Hauch Wärme, der besonders Stimmen zugutekommt und einen die Musik eingängig und intensiv erleben lässt.
  • eine gute Feinzeichnung, die niemals Selbstzweck ist. Details drängt er einem nicht auf, sondern präsentiert sie ins musikalische Geschehen eingebunden.
  • präzises Timing und rhythmische Klarheit. Dieser Verstärker hat den Groove.
  • eine kultivierte Hochtonwiedergabe, die einem nichts vorenthält, aber auch nicht aufdringlich wird.
  • eine breite, weit aufgefächerte Bühnendarstellung mit hohem Live-Charakter, bei der es weniger auf minutiöse Konturen- und Ortungsschärfe ankommt, sondern vielmehr auf ein unmittelbares Musikerleben.
  • Im Hinblick auf die analogen Eingänge ist der XLR-Anschluss klar zu bevorzugen.

Fakten:

  • Modell Krell Vanguard / Digital Vanguard
  • Konzept: Class-A/B-Vollverstärker (Transistor) optional mit DAC und Streaming Bridge
  • Preis: 5.940 Euro bzw. 7.840 Euro
  • Anschlüsse: 3 x Cinch-Eingänge asymmetrisch, 1 x XLR Eingang symmetrisch, RJ45 Ethernet (streamingfähig nur mit Digital-Board), 1 Paar Lautsprecherausgänge
    Mit Digital-Board: 2 x HDMI-Eingänge, 1 x HDMI Ausgang, S/PDIF-Eingänge Cinch und TOSLINK, USB(A)-Anschluss für Speichermedien auf der Front; drahtlos: Bluetooth mit aptX
  • Leistung: 2 x 200 Watt/8 Ohm
  • Maße & Gewicht: 434 mm x 105 mm x 445 mm (B x H x T); 17,7 kg
  • Farbe: Schwarz
  • Leistungsaufnahme: circa 70 Watt im Leerlauf, 12 Watt Stand-by
  • Sonstiges: Fernbedienung, Kabelanschluss für IR-Signale und Einschalttrigger, auch ohne Digital-Board lässt sich der Verstärker via Ethernet steuern (Lautstärke, Eingangswahl)
  • Garantie: 5 Jahre bei Registrierung, ansonsten 2 Jahre

Vertrieb:
Audio Reference GmbH
Alsterkrugchaussee 435 | 22335 HAMBURG
Telefon: +49(0)40-533 203 59
eMail: info@audio-reference.de
Web: www.audio-reference.de

Kommentar/Leserbrief zu diesem Bericht schreiben

Billboard
Bowers & Wilkins Px8

Test: Krell Vanguard | Vollverstärker

  1. 3 Test-Fazit: Krell Vanguard/Digital Vanguard

Über die Autorin / den Autor

Equipment

Digitale Quellen: D/A-Wandler: RME ADI-2 DAC FS (mit AKM-Chip) Musikserver: Antipodes S40

Vollverstärker: Audio Analogue ABsolute S

Lautsprecher: Divine Acoustics Bellatrix, JBL 4305P

Kopfhörer: Campfire Equinox, Pioneer SE Monitor5, Austrian Audio Hi-X65

Kopfhörerverstärker: SPL Crimson 3 (Audio-Interface), RME ADI-2 DAC FS (mit AKM-Chip)

Kabel: Lautsprecherkabel: Cardas Clear Light NF-Kabel: Cardas Clear Light Digitalkabel: Audioquest Coffee

Rack: Horns EX

Zubehör: Stromfilter: Audes ST-3000 Sonstiges: Netzteil (für DAC, Musikserver): Keces P8

Sonstiges: Raumakustikelemente von Vicoustic

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 17 m² Höhe: 2,6 m