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Krell

Test-Fazit: Krell Evolution 2250e Endverstärker

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  1. 4 Test-Fazit: Krell Evolution 2250e Endverstärker

Krell Evolution 2250e

Die Krell ist eine der amtlichsten, quasi dem Verstärkerbilderbuch entsprungenen Endstufen, die mir bisher so untergekommen sind: Bereits optisch suggeriert sie mit ihrem Ausmaßen sowie dem schnörkellosen, betont sachlichen Design, dass man es mit einem sehr ernsthaften, nicht sonderlich verspielten High-End-Gerät zu tun hat. Klanglich löst sie das optische Versprechen entsprechend ein: Mit einer Bassperformance, die zum besten gehört, was mir bisher zu Ohren kam, und Talenten in Sachen Dynamik, Kontrolle und Auflösung, denen zweifelsohne sowas wie Benchmark-Charakter zu attestieren ist.

Für Hörer, die für Fans von mit ein paar Watt dahintuckelnden Single-Ended-Trioden-Verstärkern allenfalls ein lakonisches Krell Evolution 2250e„Weicheier-Hifi“ übrig haben, zählt der Krell-Bolide fraglos zu den Best-Buys in der 10-kEuro-Klasse. Gleiches gilt für Hörer, die ihren womöglich zu weich, luschig, diffus, zu wenig dynamisch etc. aufspielenden Lautsprechern neues Leben einhauchen wollen. Zum Entschärfen von spitz, analytisch, wenig geschmeidig etc. klingenden Lautsprechern oder dem Zaubern eines besonderen Musikflairs taugt der „klare Kante“ zeigende amerikanische Powerblock dagegen weniger.

Der Krell Evolution 2250e …

  • bietet eine überragende Basswiedergabe – druckvoll, tiefreichend und konturiert ohne Wenn und Aber.
  • liefert einen ungemein präzisen Hochton – ohne artifizielle Schärfe oder Härte, aber ebenso ohne beschönigende Milde, Diffusität oder Schmelz.
  • stellt die Mitten tonal ausgeglichen und dabei ausnehmend transparent dar.
  • geht in Sachen Fein- und Grobdynamik beeindruckend flott und energetisch zur Sache.
  • neigt über alles gehört weder ins Warme noch ins Helle und gibt sich tonal einwandfrei neutral.
  • weist ein markantes, forderndes, etwas mehr auf die Herausarbeitung von Einzelheiten ausgerichtetes denn betont fließend-geschmeidiges oder „verbindendes“ Klangbild auf.
  • liefert eine auch für die Preisklasse überdurchschnittlich ortungsscharfe, sich tadellos von den Lautsprechern ablösende Bühnendarstellung.
  • ist schlicht-sachlich, aber der Preisklasse angemessen sauber verarbeitet.

Fakten:

  • Modell: Krell Evolution 2250e
  • Konzept: Stereo-Endverstärker
  • Preis: 8.500 Euro
  • Maße & Gewicht: 43,8 x 19,3 x 48,6 cm (B x H x T), 35 kg
  • Ausgangsleistung: 2 × 250 W / 8 Ohm, 2 × 500 W / 4 Ohm
  • Leistungsaufnahme: im Leerlauf ca. 90 Watt und ca. 40 bzw. 2 Watt im Stand-by
  • Anschlüssse: 1 x Cinch, 1 x XLR, Ausgänge für 1 Lautsprecherpaar
  • Sonstiges: 2 Standby-Varianten
  • Garantie: 5 Jahre bei Registrierung, ansonsten 2 Jahre

Vertrieb: Audio Reference
Web: www.audio-reference.de
eMail: info@audio-reference.de
Telefon: 040 – 533 203 59

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Test: Krell Evolution 2250e | Endstufe

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Über den Autor

Equipment

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Linnenberg Telemann, Electrocompaniet ECD 2 CD-Player: Fonel Simplicité Streamer: SOtM sMS-200 ultra & SOtM sPS-500, Auralic Aries Computer/Mediaplayer: Laptop mit JRiver MC

Vollverstärker: Abacus Ampino

Vorstufen: Hochpegel: MTX-MONITOR.V3b-4.2.1 (Upgrade von V3b), Funk LAP-2.V3 (Upgrade von Lap-2.V2)

Endstufen: Bryston 7B³

Lautsprecher: Sehring 903, Quadral Megan VIII

Kopfhörer: Audeze LCD-2, AKG K812, AKG K712 Pro, RHA T20, Soundmagic E80, Shure SRH 1840, AAW Q

Kopfhörerverstärker: NuPrime DAC-10H, Reußenzehn Harmonie III

Mobiles HiFi: Onkyo DP-X1, iBasso DX-80

Kabel: Lautsprecherkabel: HMS Armonia, WSS Platin Line LS4, Real Cable BW OFC 400, HMS Fortissimo NF-Kabel: Straight Wire Virtuoso Digitalkabel: USB-Kabel: BMC Pure USB1, AudioQuest Carbon, Boaacoustic Silver Digital Xeno Netzkabel: Furutech FP-S022N: konfektioniert mit FI-E 50 NCF & FI 50 NCF, Tellurium Q Black, Quantum-Powerchords, Swisscables Reference Netzleiste: HMS Energia MkII

Rack: Lovan Classic II

Zubehör: Stromfilter: HMS Energia MkII Sonstiges: AudioQuest Jitterbug

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 29 m² Höhe: 3,3 m

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