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Test: Marker-Audio Kassiopeia Superieur | Kompaktlautsprecher

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Januar 2008 / Jörg Dames

Nein, HiFi war`s nicht. Mein erstes Hobby – neben natürlich Fußball – beschäftigte sich eher mit Sonne, Mond und Sternen – sowie mit allem, was sonst in dieser Hinsicht so über uns herumfleugt. Zugegebenermaßen ein etwas schräg anmutendes Interessensgebiet für einen Grundschüler – ganz allein war ich damit aber dennoch nicht: Gab es damals in meinem Freundeskreis tatsächlich doch einen weiteren kleinen Astronomen.

Was mich allerdings von diesem unterschied, waren zum einen dessen spendablere Eltern, die ihrem Sohn zu Weihnachten tatsächlich irgendwann einmal ein recht stattliches Teleskop schenkten. Zum anderen hätte ich besagtes Teleskop in der Zeit bis Silvester sicherlich niemals von jeglicher Optik befreit und in ein veritables Abschussrohr für Raketen und Heuler umfunktioniert …

Der Namenspatron unseres Testprobanden – das Sternbild Kassiopeia – ist aber sicherlich nicht nur ausgemachten Sternenguckern bekannt – lässt sich mit diesem doch beispielsweise der für die Navigation recht hilfreiche Polarstern leicht ausfindig machen. Ursprünglich ist der Name aber einer Figur aus der griechischen Mythologie entlehnt – und zwar einer, die unter anderem für ihre Eitelkeit bekannt war.

Dass bei der Entwicklung der Kassiopeia Superieur maßgeblich Eitelkeit Pate gestanden hat, will ich nun nicht unterstellen. Dennoch: Eine gewisse Hingabe bei der Gestaltung der äußeren Hülle scheint dem Marker-Team wohl schon zu eigen sein – nimmt man sich nach eigenen Angaben alleine für die Herstellung der 12-Schicht Klavierlackoberfläche gut einen Monat Zeit! Dabei dient die Lackierung nicht nur optischen Zwecken, sondern habe zudem „einen nicht unerheblichen Einfluss auf die akustischen Fähigkeiten.“

Nun gut, dass der Lackierprozess im Hause Marker aus mehr als nur einmal die Sprühdose draufhalten besteht, hätt` ich beim Anblick der beiden Wandler auch so geglaubt:

marker kassiopeia

Viktor Marker …

heißt der Kopf des in Erlangen beheimateten und im Jahr 2004 gegründeten Familienunternehmens. Mit der Auswahl der richtigen Form bzw. des richtigen Materials von Lautsprechergehäusen beschäftigt sich der Ingenieur aber bereits seit über 10 Jahren – sein erster Zögling wies folgerichtig ein strömungsoptimiertes Kabinett aus Keramik auf.

In Deutschland noch recht unbekannt und – was den Handel betrifft – eher spärlich verbreitet, ist man dagegen in Ländern wie beispielsweise der Schweiz, den Niederlanden, aber auch in Südafrika und China prominenter aufgestellt. Hierzulande ist es sicherlich hilfreich, dass Marker, so denn kein Händler in der Nähe verfügbar ist, ein unverbindliches Probehören in den eigenen vier Wänden anbietet – Anruf genügt.

Basics …

marker kassiopeia

Den jeweils knapp 8 Kilo schweren Wandlern liegt ein klassisches Zwei-Wege-Konzept zugrunde – wie sich äußerlich unschwer erahnen lässt. Während Viktor Marker oben rum einer 25 mm-Titankalotte vertraut, verantwortet das Tonspektrum unterhalb von 3kHz ein 16 cm-Konus, marker kassiopeiadessen Carbon-Gewebe-Membran sich besonders resistent gegen böswillige Partialschwingungen zeigen soll. An Innereien hat`s neben einer Innenverkabelung von van den Hul eine Frequenzweiche 2.Ordnung (die also mit 12 dB pro Oktave filtert). Typischerweise arbeiten solche Weichen mit jeweils zwei Kondensatoren und Spulen – die bei der Kassiopeia Superieur verwendeten Zutaten stammen hierbei von bestens beleumundeten Zulieferern wie Mundorf oder Rifa.

marker kassiopeia

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