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Hifi Test Kompakt-Lautsprecher Manger Zerobox 109 IIe – Historie und Technik – Testbericht Lautsprecher, High End-Hifi-Magazin fairaudio

Keine Eintagsfliege …

manger zerobox 109

Ob man nun in Richtung HiFi- oder Studioszene blickt: Der Terminus „Manger Schallwandler“ hat wohl eine besondere Form von Popularität inne – als das Ergebnis großangelegter Marketingaktionen kann man diese aber nicht bezeichnen (sollte da in dieser Hinsicht nicht etwas völlig an mir vorbeigelaufen sein). Hinter dem Terminus verbirgt sich vielmehr ein höchst eigenständiges technisches Konzept, das alles andere als mal eben schnell auf den Markt geworfen wurde – seinen Ursprung nahm es nämlich bereits Mitte der 60er Jahre:

Herr Josef W. Manger – der Vater der heutigen Firmeninhaberin Frau Daniela Manger – richtete damals sein besonders Augenmerk auf die Messungen des Zeitverhaltens (Einschwingverhalten, Sprungantwort, …) von Lautsprechern. Die erste Patenanmeldung geschah dann im Jahre 1969, weitere folgten in den frühen 70ern:

Als Material für die ersten „biegeweichen Plattenmembranen“ diente zunächst Feinstrumpfwirkware – die „richtige“ Serienfertigung begann aber erst einige Jahre später: Nämlich ab 1990. In Sachen Weiterentwicklung scheint man permanent recht hartnäckig am Ball zu bleiben: Mittlerweile hat`s zum Manger Schallwandler weltweit immerhin 40 Patente.

Mangerwandler …?

19 cm Durchmesser:
msw

Das besondere am Manger Schallwandler ist, dass dieser ohne tragende Sicke oder Zentrierspinne auskommt und die Membran ausschließlich in sich selbst schwingt – so entstehen nämlich die mangertypischen „Biegewellen“. Dieses Wirkprinzip steht im krassen Gegensatz zu dem, was man beispielsweise von „normalen“ Konuslautsprechern erwartet: Bei diesen gilt eine hohe Membransteifigkeit regelmäßig als eines der obersten Entwicklungsziele – sollen doch während des Betriebes möglichst kolbenhubähnliche Schwingvorgänge erreicht werden.

Die erwähnten Biegewellen wandern freilich nicht kreuz und quer, sondern laufen – vom Antrieb ausschließlich im Zentrum der Plattenmembran angeregt – nach außen bzw. zum Membranrand hin. Man kann sich das Ganze zur Veranschaulichung durchaus als Wasserwellen vorstellen, die sich – z.B. durch einen Steinwurf verursacht – im Normalfall ja ebenfalls ringförmig ausdehnen.

Beim Manger-Konzept passiert aber noch etwas Zusätzliches: Hohe Frequenzen laufen sich relativ schnell aus und sind sozusagen bereits k.o., bevor sie den Membranrand erreichen. Tiefe Frequenzen kommen da schon weiter, erreichen tatsächlich den Rand und regen somit die komplette Membran zum Schwingen an.

Erreicht wird dies dadurch, dass sich Masse und Steifigkeit des Membranmaterials von innen nach außen in einem kontinuierlichen Verhältnis verändern, die Membran also mechanisch bewusst inhomogen konzipiert ist. Der akustische Clou bei dem Ganzen ist, dass komplexe Schallsignale so phasengenau in ihre Komponenten – sprich in die zugrundliegenden Einzelfrequenzen – zerlegt werden können und man quasi ein extrem fein gerastertes Abbild der Musik erhält.

msw

Der typische Stern beziehungsweise die um die Membran herumlaufenden Zacken sind übrigens kein Design-Gag, sondern bekommen bei alledem ihre ganz eigene Mission zugewiesen: Sie absorbieren die tiefen Frequenzen, die es bis zum Randgeschafft haben – ansonsten wären nämlich störende Reflexionen die Folge.

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