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Test-Fazit: KEF Reference 3

Ist die Lautsprechersäule KEF Reference 3 referenzwürdig? Nun ja, solche allzu naheliegenden Sätzchen überlasse ich lieber anderen. Und formuliere etwas dezenter: Die Ref 3 ist ein toller Lautsprecher fürs Geld – aber natürlich muss er klanglich zum jeweiligen Hörgeschmack konvenieren. Wer mit seiner neuen Box einen gehörigen Schuss Wärme und ein ausnehmend mächtiges Bassvolumen geliefert bekommen möchte, der sucht vermutlich eher woanders.

Die KEF Reference 3 in den Ausführungen Satin American Walnut und Luxury Gloss Rosewood
Die KEF Reference 3 in den Ausführungen Satin American Walnut und Luxury Gloss Rosewood

Die KEF Reference 3 überzeugt mit überdurchschnittlichem Auflösungsvermögen, famoser Feindynamik und akkurater, klasse durchgestaffelter und dabei trotzdem involvierend geratener Raumdarstellung. Kombiniert mit sauber und besser etwas sonorer als zu schlank aufspielender Elektronik, lässt sich mit ihr ein hervorragend klingendes Setup aufbauen, mit dem man wirklich „ankommen“ kann. Dass die neue Reference zudem zeitlos-sexy aussieht, gut verarbeitet sowie durch das clevere Bassreflexsystem leicht an Raum- und Hörgegebenheiten anpassbar ist, macht sie darüber hinaus sehr alltagstauglich. Sie sollten sich die hübschen Brit-Tower wirklich einmal anhören.

Steckbrief KEF Reference 3:

  • Der Tiefton gibt sich sehr konturiert und durchgezeichnet bis in die untersten Lagen. Er überzeugt vor allem durch hohe Auflösung, nicht durch schiere Opulenz – die KEF gibt sich vom Bass bis in den Grundton hinein eher etwas schlanker. Ein sehr nützliches Feature ist die „Flexible Port Technologie“, mit der der Bassoutput an Raumgegebenheiten und Hörgeschmack angepasst werden kann.
  • Der tonal eher leichter denn erdig daherkommende Mittelton überzeugt mit erstaunlicher Auflösung und Feindynamik. Die Transientenwiedergabe erfolgt mühelos-plötzlich, Klangtexturen werden haarfein aufgefächert – eine echte Stärke. Die Ref 3 gehört definitiv zu den „ehrlichen Reportern“ unter den Lautsprechern, was auch heißt: Lieblos abgemischtes Material wird nicht umschmeichelt. Dafür ist’s mit guten Aufnahmen eine ziemliche Wucht.
  • Der Hochton wird straight durchgezogen – in den allerhöchsten Lagen wird immer noch sehr gut aufgelöst, wenngleich nicht mehr ganz so beeindruckend wie im Mittenband.
  • Feindynamisch wird Überdurchschnittliches, grobdynamisch preis- und größenbezogen guter Klassendurchschnitt geboten. Timing und Rhythmus werden, nicht zuletzt dank der akkuraten Basswiedergabe, aus dem Effeff beherrscht.
  • Neben der hohen Auflösung gewinnt die Reference 3 den Hörer auch mit ihrer involvierenden Raumdarstellung. Die virtuelle Bühne traut sich durchaus auch einen halben Schritt vor die Grundlinie und breitet sich – wenn gefordert – angenehm breit und vor allem auch tief aus. Die Lokalisationsschärfe ist hoch, die Übersicht übers Klangpanorama demgemäß ebenfalls. Das ist alles schon sehr wie aus dem audiophilen Lehrbuch.

Fakten:

  • Modell: KEF Reference 3
  • Konzept: passiver Drei-Wege-Standlautsprecher mit anpassbarem Bassreflexsystem
  • Preis: 9.000 Euro (Rosewood, Blue Ice, Copper Black +1.000 Euro)
  • Abmessungen & Gewicht: 1155 x 205 x 470 mm (HxBxT), 51,3 kg/Stück
  • Ausführungen: Schallwand Aluminium gebürstet, Korpus in Deep Piano Black, Satin American Walnut, Luxury Gloss Rosewood, ab Anfang 2015: Blue Ice White oder Copper Black Aluminium
  • Wirkungsgrad: 87,5 dB/W/m
  • Nennimpedanz: 8 Ohm
  • Garantie: 5 Jahre mit Registrierung, 2 Jahre ohne

Vertrieb:
GP Acoustics GmbH
Kruppstraße 82 – 100 | 45145 Essen
Telefon: 0201 – 17039-0
eMail: sales@gpaeu.com
Web: www.kef.com

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    Über die Autorin / den Autor

    Profilbild von Ralph Werner Ralph Werner

    Equipment

    • Analoge Quellen:
      • Festplatte: SME Model 15
      • Tonarm: SME 309
      • Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201
      • Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), Stack Audio Serene Mat & Stabiliser, VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)
    • Digitale Quellen:
      • D/A-Wandler: Rockna Wavelight+
      • Musikserver: Antipodes K22 G4
      • Computer/Mediaplayer: Software: MinimServer/MPD mit JPLAY-App, Squeeze-Server/Player mit Material/iPENG, Roon
      • Sonstiges: Network Acoustics Eno2 (Ethernet-Filter), Pink Faun LAN Isolator, Silent Angel Bonn N8 (Switch)
    • Vorstufen:
      • Hochpegel: Electrocompaniet EC 4.8 MKII
      • Phonoverstärker: BMC Audio MCCI Signature ULN
    • Endstufen:
      • Electrocompaniet AW 800 M
    • Lautsprecher:
      • Acapella High BassoNobile MK2
    • Kopfhörer:
      • Audeze LCD-2, Beyerdynamic DT-990, Sennheiser HD 800 S, Sony MDR-1000X, Teufel Supreme In
    • All-In-One:
      • Ruark Audio R4
    • Kabel:
      • Lautsprecherkabel: Dyrholm Audio Phoenix
      • NF-Kabel: Dyrholm Audio Phoenix XLR & Cinch, Boaacoustic Blueberry Signal.xlr, Vovox und andere
      • Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Audioquest Vodka 48 (HDMI/I2S), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), fis Audio Magic (LAN-Kabel), Wireworld Series 7 Starlight Gold (S/PDIF koaxial)
      • Netzkabel: fis Audio Blackmagic, fis Audio Studioline
      • Netzleiste: fis Audio Blackmagic
    • Rack:
      • Creaktiv Trend 3 (Rack) auf bFly Audio b.DISC (Spikeaufnahmen) stehend, Stack Audio Auva EQ (Geräte-Entkopplungsfüße)
    • Zubehör:
      • Audes ST-3000 Power Conditioner (Trenntrafo)
    • Größe des Hörraumes:
      • Grundfläche: 40 m²
      • Höhe: 2,45 m