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Test-Fazit: KEF M100

Inhaltsverzeichnis

  1. 3 Test-Fazit: KEF M100

Mit dem KEF M100 (auf Amazon ansehen) ist der englischen Lautsprechermanufaktur im Kopfhörerbereich durchaus ein großer Wurf gelungen. Der im Einstiegssegment für audiophile In-Ears positionierte dynamische M100 kann mit einer über das gesamte Frequenzband ausgewogenen Tonalität glänzen. In den Höhen ist der M100 ein hochauflösender Feingeist, der dem Hörer noch kleinste Details offenlegt. Die Mitten binden sich ebenfalls sehr gut in das restliche Geschehen ein, insbesondere wird eine klare Sprachverständlichkeit geboten – und der Übergang zum Bassbereich gestaltet sich nahtlos. Dieser wiederum kann durch ein, je nach Musikwahl, genau richtig dosiertes Auftreten glänzen. Nur der Kickbass scheint im Gegensatz zum übrigen Frequenzgang etwas angehoben, was sich allerdings bei der mobilen Nutzung in lauterer Umgebung auch als ein Vorteil herausstellen kann.

KEF M100 | In-Ear Kopfhörer

Wer gerne auch mobil mit gehobener Lautstärke hört, dem sei aufgrund der für einen In-Ear nur mittelmäßigen Empfindlichkeit ein kleiner mobiler Verstärker ans Herz gelegt. Auch wenn der In-Ear von KEF schon ohne einen solchen am Smartphone gut aufspielt, verleiht ihm ein mobiler Amp doch noch etwas mehr Schub.

Insgesamt geht der KEF M100 mit dem Gebotenen als ein Allrounder durch. Er kann sowohl die Spaß suchende Klientel bedienen als auch den detailverliebten Hörer erfreuen. Wer allerdings einen warmen In-Ear mit viel Grundton oder einen gnadenlos direkten Kandidaten sucht, der ist bei anderen Produkten besser aufgehoben.

Der KEF M100 überzeugt durch …

  • eine über den ganzen Frequenzgang homogene Spielweise, die weder aneckt noch im warmen Bereich anzusiedeln ist.
  • das Talent, im Hochton feinfühlig zu agieren und jedes Detail genau herauszuarbeiten. Becken beispielsweise werden mit der genau richtigen Menge „Körper“ ausgestattet.
  • einen nicht zu direkt, sondern ziemlich neutral aufspielenden Mittenbereich. Stimmen rücken nicht in den Hintergrund und spielen auf Augenhöhe mit den übrigen Frequenzbereichen.
  • den für den mobilen Einsatz gut dosierten Tiefton, wenngleich der Kickbass leicht angehoben wurde. Dadurch wird auch in lauter Umgebung genug Bassenergie freigesetzt, um den In-Ear nicht zu dünn wirken zu lassen.
  • eine gute dynamische Leistung, die sowohl bei leisen als auch Forte-Passagen überzeugen kann. Der KEF M100 spielt auch bei hohen Lautstärken verzerrungsarm.
  • eine für einen In-Ear recht ausgeprägte Räumlichkeit. Es gibt sicher direkter spielende In-Ears, welche aber oft eine kleinere Bühne bieten und die Instrumentenseparation nicht so gut hinbekommen.
  • die Möglichkeit, den In-Ear auch an größeren, stationären Verstärkern betreiben zu können, ohne Einbußen in Kauf nehmen zu müssen. Auch bei Verstärkern mit höherer Ausgangsimpedanz fielen keine Frequenzgangsverbiegungen auf.
  • perfektes Handling mit Apple-Devices. Android-User sollten vor dem Kauf abklären, ob die Pinbelegung am In-Ear mit der ihres Smartphones oder Tablets kompatibel ist, die Funktionalität der integrierten Fernbedienung könnte sonst eingeschränkt sein.
  • ein robustes, fast ausschließlich aus Aluminium bestehendes Gehäuse, das von einer hervorragenden Fertigungsqualität zeugt.

Fakten:

  • Konzept: In-Ear-Kopfhörer
  • Preis: 129,95 Euro
  • Nennimpedanz: 16 Ohm
  • Empfindlichkeit: 97 dB/mW
  • Nettogewicht: 18 g
  • Ausführung: Racing Blue, Sunset Orange, Titanium Grey, Champagne Gold
  • Sonstiges: Flugzeugadapter, drei Eartips, Kabelclip, Tragetasche
  • Garantie: 24 Monate

Vertrieb:
GP Acoustics GmbH
Kruppstraße 82 – 100 | 45145 Essen
Telefon: 0201 – 17039-0
eMail: sales@gpaeu.com
Web: www.kef.com

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Test: KEF M100 | Kopfhörer

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Über den Autor

Equipment

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Benchmark DAC1 USB, FiiO E10 Computer/Mediaplayer: PC mit Win 7, Foobar 2000 inklusive ASIO-Plugin

Kopfhörer: Audeze LCD-2, AKG K550, AKG K702, Audiofly AF160, Beyerdynamic DT880 600 Ohm, Creative Aurvana Live! 2, Edifier H850, Fabs Fabulous Ears Basic Dual Driver, Fischer Audio Consonance, Fischer Audio FA-003Ti, HiFiMAN HE-350 Massdrop Edition, Sennheiser HD800S, Ultimate Ears UE200vi

Kopfhörerverstärker: Benchmark DAC1 USB, Burson Audio Soloist SL, FiiO E10, FiiO E17, Nuprime HPA-9

Mobiles HiFi: Cowon iAudio 7, Rockbox Sandisk Sansa Fuze V2, Sandisk Sansa Clip+

Zubehör: Sonstiges: sBooster VBus² USB-Spannungsentkoppelung

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