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Technik HMS Sestetteo MKIII Fortissimo – Testbericht – fairaudio

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  1. 4 Technik HMS Sestetteo MKIII Fortissimo - Testbericht - fairaudio

Manche mögen`s ja bisweilen als sehr detailliert empfinden, ich persönlich mag die sachliche und profunde Art und Weise, mit der Herr Hans M. Strassner – Physiker und Kopf von HMS – seine Konzepte inklusive physikalischer Hintergrundinformationen erklärt. Probieren Sie einfach mal, sich Herrn Strassner auf einer Messe (die nächste High End in München steht ja quasi vor der Tür) für ein paar Minutchen zu schnappen und hören Sie gut zu …

hms fortissimo

Auch Herr Strassner besitzt ein berufliches Vorleben, das eine Firmengründung in den 70er Jahren beinhaltet (bei der zunächst die Entwicklung von messtechnischen Geräten im Vordergrund stand), ehe dann ab 1993 die Etablierung als Kabelanbieter für HighEnd-Anwendungen startete.

Während die WSS-Kabel für ihre Preisklasse in bereits recht aufwändiger Machart daherkommen, besitzen die Entwicklungen von HMS zusätzlich noch ganz spezielle Eigenarten – obwohl ominöse Kästchen an Kabeln mitunter eher zum spöttischen Lächeln anregen, als das man handfeste klangliche Vorteile vermutet:

Das NF-Kabel Sestetto MK3 besitzt nun ein solches Kästchen – in dem sich ein Mantelstromfilter verbirgt: HMS zielt mit seinen Mantelstromfiltern auf die breitbandige (bis in den UHF-Bereich wirksame) Unterbindung von Ausgleichströmen zwischen Hin- und Rückleiter bzw. Schirmung ab. Derartige streunende Ausgleichströme sind nämlich durchaus in der Lage, mess- wie hörbaren Einfluss auf das Musiksignal zu nehmen. Das Sestetto besteht aus – in 6 Stränge unterteilt – insgesamt 120 HF-Litzen hochreinen OFHC-Kupfers und ist nicht koaxial, sondern parallelsymmetrisch (gleiche Geometrie und damit gleiche „Bedingungen“ für Hin- und Rückleiter) geführt, was die Wirkung des Mantelstromfilters und die Einstrahl- bzw. Ausstrahlfestigkeit der Leitung noch einmal verstärkt.

Gleich 1584 HF-Litzen beherbergt das Lautsprecherkabel Fortissimo , das in seinem großen Kasten über ein Zobelglied und eine Art „Impedanzanpassung“ verfügt:

hms fortissimo

Zum Ersteren: Moderne, breitbandig ausgelegte (dreistellige kHz-Bereiche als obere Übertragungsgrenze sind keine Seltenheit) bzw. mit einer hohen Slew-Rate versehende Verstärker sind häufig in der Lage, in derartig hohe Frequenzbereiche vorzudringen, dass die angeschlossenen Lautsprecher außerstande sind, die ihnen angelieferten Signale adäquat zu verdauen, was wiederum zu vagabundierenden Strömen im Lautsprecherkabel führen kann. Die Zobelglieder der HMS-Kabel nehmen sich genau dieser Problematik an und wirken als Filter für solche hochfrequenten Störungen.

Mit der „Impedanzanpassung“ lassen sich dagegen mittels zweier Schalter die Parameter ohmscher und induktiver Kabelwiderstand steuern, was in Sachen optimaler Vermittlungsarbeit zwischen Verstärker und Lautsprecher für eine gewisse Anpassbarkeit sorgt und beim Kauf eines neuen Verstärkers respektive Wandlers nicht gleich wieder neue Kabel nötig werden lässt.

Gerade bei meinen impedanzseitig bis fast auf 2 Ohm abfallenden Thiel CS 2.4 (in Kombination mit der Myryad Endstufe MXA2150) machen sich die Schalterstellungen deutlich bemerkbar, was jeweils zu mehr bzw. weniger empfundenem „Druck“ bei der Musikwiedergabe und zu einer veränderten Bassqualität führt.

Die eher impedanzunkritischen Sehring 703 SE zeigen sich dagegen eher resistent, was solche Spielchen betrifft – Kollege Ralph grinste jedenfalls nur etwas teilnahmslos, als ich bei laufender Musik hinter den 703 verschwand und es unterschiedlich einrasten ließ …

Test: HMS Fortissimo & Sestetto MK III / WSS Silver Line LS2 & Silver Line KS1 | Kabel

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