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Test: iRiver Astell & Kern AK100 | Mobile Player & Amps

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  1. 1 Test: iRiver Astell & Kern AK100 | Mobile Player & Amps

März 2013 / Sebastian Eilzer

Diesmal soll es um einen mobilen Musikplayer gehen. Als ich vor vielen Jahren anfing, mit MP3-Playern zu hören, waren Geräte von iRiver meist eine gute Wahl. Die eingebauten Verstärker waren stark genug, auch große Kopfhörer anzutreiben und boten eine Dynamik, die viele andere Player vermissen ließen. Bei audiophilen Hörern waren Player wie der H120 oder H140 beliebt, da der digitale Ausgang an jeden beliebigen DAC angeschlossen werden konnte. Nun vermarktet iRiver unter dem Namen Astell & Kern einen neuen Player, der an die alten Tugenden anknüpfen soll.

Mobile Player, welche hochauflösende Daten (bis zu 192 kHz/24 Bit) abspielen können und auch aus Standardaufnahmen (44,1 kHz/16 Bit, CD-Standard) das Maximum herausholen sollen, gibt es bereits einige. Das Besondere am iRiver Astell & Kern AK100 (www.robertross.de) ist, dass er die hohe Klangqualität mit einer hervorragenden Bedienung kombiniert. Dies macht sich bereits nach dem ersten Einschalten des Players bemerkbar. Es wird automatisch ein Tutorial gestartet, welches durch die Bedienung und das prinzipielle Layout des Players führt. Unabhängig davon muss ich sagen, dass die Bedienung des iRiver Astell & Kern AK100 sehr intuitiv ausfällt. Das liegt auch daran, dass hier die besten Bedienkonzepte sinnvoll kombiniert wurden:

Zur Navigation in den Musikdateien, welche über ihre Tag-Informationen oder über die Ordnerstruktur durchsucht werden können, wird ein Touchscreen benutzt. Der Vorteil liegt in der schnellen Steuerung selbst durch lange Listen und der direkten Auswahl über eine kurze Berührung. Während des Abspielens wird im Hauptscreen das Cover des aktuellen Albums angezeigt – entweder allein, oder mit den Grundfunktionen darübergelegt. Eine nette Idee ist auch die Einstellung des Equalizers über diesen Bildschirm. Man kann in dessen Menü einfach eine gewünschte Kurve zeichnen und der Player setzt das in entsprechende Einstellungen für die einzelnen Frequenzbänder um. Für Freunde der exakteren Werte kann aber auch jedes Band einzeln fein eingestellt werden.

Hat man seine gewünschte Musik ausgewählt und befindet sich das Display – zum Beispiel wenn der Player in einer Tasche transportiert wird – im Standby, stehen in diesem Modus nun drei Tasten für die Grundfunktionen (Play/Pause, Skip forward/back) an der Seite des Players sowie – was Astell & Kern gerne herausstellt – ein Drehregler für die Lautstärke zur Verfügung. Intern setzt der Player aber, trotz dieser analogen Anmutung, auf eine digitale Steuerung in 140 Schritten. Dies ist eines der Highlights für mich. Einerseits sind die Stufen fein genug, um mit jedem Kopfhörer stets die passende Lautstärke zu finden, und andererseits sorgt die digitale Regelung dafür, dass auch auf der leisesten Stufe schon absoluter Gleichlauf für beide Seiten herrscht.

Um die Äußerlichkeiten zu komplettieren: An der Oberseite des iRiver Astell & Kern AK100 befinden sich zwei 3,5-mm-Klinkenbuchsen: Der Kopfhörerausgang, welcher auch optische Signale senden kann und ein optischer Line-In, um den hochwertigen internen DAC unmittelbar zu nutzen. An der Unterseite gibt es einen USB-Anschluss zum Akku-Laden und „Musikbefüllen“ sowie zwei MicroSD-Slots hinter einem Schutzschieber.

Dank dieser zwei Slots und den intern bereits vorhandenen 32 GB kann der Player auf bis zu 96 GB Speicherplatz erweitert werden. Durchaus hilfreich, wenn – wie beim AK100 – Dateien höchster Qualität abgespielt werden können, denn diese nehmen naturgemäß entsprechenden Speicherplatz ein. Im Falle einer zehnminütigen WAV-Datei mit 192 kHz/24 Bit sind das circa 600 MB.

Um mehr Musik mitnehmen zu können, gibt es diverse effektive Dateiformate zur verlustfreien oder verlustbehafteten Kompression von Musik. Der Astell & Kern begeistert hier mit einer sehr großen Bandbreite an unterstützten Formaten: AIFF, APE, FLAC, MP3, OGG, WAV und WMA und seit dem letzten Firmware-Update auch AAC und ALAC. Ich habe zwar nicht alle möglichen Formate ausprobiert, aber alle, die ich getestet habe (AAC, ALAC, APE, FLAC, MP3, OGG und WAV), spielt der AK problemlos ab – egal welche Datenrate vorliegt.

Natürlich macht insbesondere die Summe der Bestandteile einen Player wie den iRiver Astell & Kern AK100 zu etwas Besonderem, aber dennoch möchte ich auf ein Bauteil besonders hinweisen: Beim verwendeten Digital-Analog Wandler (DAC) handelt es sich um den Wolfson WM8740, ein Wandler, der auch von Firmen wie Cambridge Audio, Rotel oder Arcam eingesetzt wird. Was diesen Chip unter anderem auszeichnet, sind die bei guter Integrierung hervorragenden Messwerte im Bereich Crosstalk und Noiselevel.

Das Ganze wird abgerundet durch ein nüchtern-modernes, in Mattschwarz gehaltenes Design in tadelloser Verarbeitung. Nicht nötig für hochwertigen Klang, lässt es dennoch mehr Freude bei der täglichen Nutzung aufkommen.

Als Zubehör liegen ein USB-Kabel, eine kleine Stofftasche sowie eine Speicherkarte mit ausgewählten HiRes-Aufnahmen bei, mit einfachen IEMs gibt sich iRiver bei diesem Gerät dagegen erst gar nicht ab

Test: iRiver Astell & Kern AK100 |

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