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Testfazit: Innuos Zenith Next-Gen

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Innuos Zenith Next-Gen: Hörtest und Vergleiche
  2. 3 Testfazit: Innuos Zenith Next-Gen

Kann man bei einem solchen Gerät wie dem Innuos Zenith Next-Gen eigentlich noch seriös über das Preis-Leistungs-Verhältnis spekulieren? Einerseits ist es ja schon so, dass man noch viel mehr für einen Musikserver ausgeben kann – andererseits vermute ich doch stark, dass diejenigen, die wirklich dazu bereit sind, fünfstellige Beträge in einen Server/Streamer zu investieren, nicht mit dem allerspitzesten Bleistift kalkulieren müssen, sondern eher aufs Absolute zielen. Mit dem Zenith Next-Gen gibt es nun einen Kandidaten, den liquide Audiophile auf dem Zettel haben sollten. Warum?

Der Innuos Zenith Next-Gen, links angewinkelt

Der Innuos Zenith Next-Gen ist ein Musikserver wie aus dem Highend-Bilderbuch – was natürlich seinen Preis hat

Nun, da sind zunächst einmal die extrem solide Verarbeitung, das luxuriöse Finish, die bewährte proprietäre Software-Lösung und die Flexibilität bezüglich Festplattengröße und Digitalausgängen zu nennen. Das andere – entscheidendere – sind die klanglichen Meriten dieser Maschine.

Der Innuos Zenith Next-Gen ist sehr, sehr ausgereift. Man kann sich ja immer etwas anderes wünschen. Mehr Attack oder Fluss beispielsweise, doch dann wird man nach einiger Hörzeit feststellen müssen, dass der Zenith hier genau den Sweet Spot trifft. Der eine oder andere mag vielleicht etwas mehr Wärme im Grundton und/oder eine leicht frontalere Präsentation der Bühne wie bei anderen Innuos-Playern vermissen. Richtiger im Sinne von „der Aufnahme verpflichtet“ ist allerdings der Zenith Next-Gen unterwegs – und er ermöglicht durch seine extreme Hintergrundschwärze und Plastizität ein eher noch stärkeres „räumliches Involvement“ des Hörers.

Die Rückseite des Innuos Zenith Next-Gen

Eigentlich möchte ich den Zenith Next-Gen als „Reine Lehre“-Maschine bezeichnen, aber da schwingt die Assoziation „studiohaft“ mit, und so kommt er mir nun gar nicht vor, denn dafür klingt er wiederum zu charmant. Mein Gott, das Ding ist wirklich ausbalanciert! Und glücklich die, die ihn auf ihre Shortlist setzen können.

Steckbrief Innuos Zenith Next-Gen:

  • Tonal breitbandig und sehr balanciert, im Grundton nicht leicht sonorer unterwegs wie andere Innuos-Server schon mal – sondern neutral. Minimal sanfter gehaltene Höhen.
  • Neutraler Bassbereich, eher etwas straffer als satter. Die Durchzeichnung ist State of the Art, bis in tiefste Tiefen hinein.
  • Etwas andere Raumdarstellung als von Innuos gewohnt: Der Zenith Next-Gen lässt die Bühne meist auf beziehungsweise knapp vor der Stereobasis starten und „kommt“ nur dann weiter nach vorne, wenn die Aufnahme es vorgibt. Überhaupt: Die Bühnendimensionen sind „vorlagentreu“, sprich je nach Produktion kann der virtuelle Raum riesengroß oder intim-kompakt werden. Ziemlich reine Lehre.
  • Hervorheben muss man die absolute Schwärze und Grauschleierfreiheit des Hintergrunds, die ausnehmend plastisch-präzise Modellierung von Stimmen und Instrumenten – und das Talent zur transparenten Tiefenstaffelung. „Räumlichkeitsfetischisten“ kommen auf ihre Kosten.
  • Das Auflösungsvermögen ist extrem hoch – so sollte es in dieser Liga auch sein – und erstreckt sich über das gesamte Frequenzband. Trotz seines frappierenden Detaillierungsgrads wirkt dieser Musikserver nie besserwisserisch, sondern elegant einbindend. Das liegt unter anderem auch daran, dass der Hochton einen Tick milder aufspielt. Langzeittauglichkeit ist gewährleistet.
  • Grob- und Feindynamik werden schlicht und einfach beherrscht. Attack, Decay und Sustain sind perfekt balanciert. Weder betont zackig noch betont flüssig unterwegs, sondern „einfach richtig“.

Fakten:

  • Modell: Innuos Zenith Next-Gen
  • Kategorie: Musikserver
  • Preis: ab 15.600 Euro (ohne SSD-Festplatte)
  • Maße & Gewicht: 420 x 365 x 105 mm (BxTxH), 14,3 kg
  • Farbe: Schwarz, Silber
  • Schnittstellen: 2 x LAN, 2 x USB-A (Backup/Import), 1 x USB-A-Audioausgang, 1 x HDMI (Service only), Erdungsbuchse, optionale Digitalausgangs-Module: USB, I2S und S/PDIF
  • Optionale Digitalausgangsmodule: S/PDIF Board: 1 x AES, 1 x S/PDIF Koax, 1 x Toslink; 650 Euro / PhoenixUSB Lite Board: 1 x Reclocked USB 2.0 Output (USB-A); 1.200 Euro / PhoenixI2S Lite Board: 1 x Reclocked I2S Output (HDMI); 1.700 Euro
  • Leistungsaufnahme: circa 25 Watt im Leerlauf
  • Sonstiges: Playersteuerung und Administration über Webbrowser und Sense-App; kompatibel mit Logitech Media Server, HQ Player Server und Roon; Streamingdienste: Qobuz, Tidal, Highresaudio, Deezer, Idagio
  • Garantie: 3 Jahre
  • Weitere Informationen auf der Website des Herstellers

Vertrieb:

Innuos
LOTE 1D / Zona Industrial Vale da Venda | 8005-402 Faro
Telefon: +49 (0) 800-724 4538
E-Mail: sales@innuos.com
Web: https://innuos.com/

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Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: SME Model 15 Tonarm: SME 309 Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201 Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), Stack Audio Serene Mat & Stabiliser, VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Rockna Wavelight+ Musikserver: Antipodes K22 G4 Computer/Mediaplayer: Software: MinimServer/MPD mit JPLAY-App, Squeeze-Server/Player mit Material/iPENG, Roon Sonstiges: Network Acoustics Eno2 (Ethernet-Filter), Pink Faun LAN Isolator, Silent Angel Bonn N8 (Switch)

Vorstufen: Hochpegel: Electrocompaniet EC 4.8 MKII Phonoverstärker: BMC Audio MCCI Signature ULN

Endstufen: Electrocompaniet AW 800 M

Lautsprecher: Acapella High BassoNobile MK2

Kopfhörer: Audeze LCD-2, Beyerdynamic DT-990, Sennheiser HD 800 S, Sony MDR-1000X, Teufel Supreme In

All-In-One: Ruark Audio R4

Kabel: Lautsprecherkabel: Dyrholm Audio Phoenix, fis Audio Studioline NF-Kabel: Dyrholm Audio Phoenix XLR & Cinch, Boaacoustic Blueberry Signal.xlr, fis Audio Livetime (Cinch), Vovox und andere Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Audioquest Vodka 48 (HDMI/I2S), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), fis Audio Magic (LAN-Kabel), Wireworld Series 7 Starlight Gold (S/PDIF koaxial) Netzkabel: fis Audio Blackmagic, fis Audio Studioline Netzleiste: fis Audio Blackmagic

Rack: Creaktiv Trend 3 (Rack) auf bFly Audio b.DISC (Spikeaufnahmen) stehend, Stack Audio Auva EQ (Geräte-Entkopplungsfüße)

Zubehör: Stromfilter: Audes ST-3000 Power Conditioner (Trenntrafo)

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 40 m² Höhe: 2,45 m