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Test-Fazit: Ichos N°Four MkII SE

Ichos N°Four MkII SE Seitenansicht

Mit einer Spielfreude, die auch vor deftiger musikalischer Kost nicht zurückschreckt, werden die Ichos N°Four MkII SE selbst Hörer, die bisher mit Hörnern wenig im Sinn hatten, für sich gewinnen. Dies umso mehr, da die weitgehend verstärkerunkritischen Schallwandler tonal mit einer ausgewogenen, neutralen Abstimmung und zudem realistischen Klangfarben sowie ausgezeichneter Abbildungspräzision überzeugen können.

Zwar lassen sich in der Preisklasse der N°Four MKII SE Lautsprecher finden, die tiefere Bässe oder sanfter säuselnde Höhen liefern und vielleicht noch lautere Abhörpegel vertragen, aber kaum welche, die spontaner ansprechen, dynamisch kompetenter oder musikalisch involvierender performen können. Und genau deshalb gehören die Ichos N°Four MKII SE auf meine ganz persönliche Liste bester Lautsprecher unter 10.000 Euro und dürfen bleiben, ich habe sie gekauft.

Steckbrief der Ichos N°Four MkII SE

  • Neutral und ausgewogen abgestimmt. Mit natürlichem Ton spielen die Ichos sowohl ausgesprochen informativ als auch emotional. Einfach richtig.
  • Kein Tiefbasswunder, was beim „normalen“ Musikhören aber wenig auffällt. Dafür entlohnt die schnelle, trotzdem nicht überschlanke oder allzu hart konturierte Bassreproduktion der N°Four MkII SE mit Sonorität und überraschender Schlagkraft. Ergiebiges Repertoire an tieffrequenten Klangfarben, die man bei ähnlich großen Standlautsprechern oft vergeblich sucht.
  • Die Mittenwiedergabe überzeugt mit Realismus plus einem Touch Drama und der Fähigkeit mittels Präzision dem Klang ganz nah zu kommen. Das bereitet Freude beim Hören, hinterlässt aber kein akustisches Völlegefühl. Exzellente Stimmwiedergabe.
  • Der Hochton der N°Four MkII SE versucht erst gar nicht mit der smoothen Seidigkeit erstklassiger Gewebekalotten zu bezirzen, dafür aber mit Klarheit und Transparenz. Auch Frische und Energie gehören zum Repertoire. Fehler verzeihen eher weniger.
  • Obwohl nicht bedingungslos auf maximale Pegel gezüchtet, gehen die Backloaded-Hörner in ihrer Größen- und Gewichtsklasse hier tadellos weit. Die große Stunde der Ichos schlägt aber in feindynamischer Hinsicht. Ansatzlos und wieselflink reagieren sie auf winzigste Impulse. Je nach Gemütszustand führt das zu Sprachlosigkeit oder gar entrücktem Gelächter.
  • Grundsätzlich geben sich die N°Four keiner schwelgerisch aufgespannten Raumabbildung hin, doch wenn ein Kirchenschiff oder ein größerer Konzertsaal auf dem Programm steht, meistern sie auch dies mit überzeugender Glaubhaftigkeit und preisklassengemäßer Tiefenstaffelung. Schallquellen, die sie sehr körperhaft abbilden, manifestieren sich nicht selten auch jenseits der Breitenbegrenzung durch die Lautsprecher.
  • Verarbeitungstechnisch zeigen sich die Ichos N°Four MkII SE durchweg auf bestem Niveau. Hochwertige Furniere und Lackierungen eröffnen eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Individualisierung.
  • Kaum ein Verstärker wird von den Ichos vor allzu schwere Aufgaben gestellt. Bei einem Wirkungsgrad von 92dB/W/m und der Nennimpedanz von 8 Ohm reichen Röhren- wie Transistoramps ab etwa 20 Watt allemal, wobei sich Qualität unbedingt auszahlt.

Fakten:

  • Modell: Ichos N°Four MkII SE
  • Konzept: 1,5-Wege-Standlautsprecher, Backloaded-Horn für den Tief-Mittelton
  • Preis: ab 8.890 Euro, mit Lack- und Furnierausführung wie beim Testmodell (Walnussholz, Hochglanzlackierung) 10.590 Euro
  • Abmessungen & Gewicht: Abmessungen: 1006 x 231 x 345 (H x B xT), circa 25 kg/Stück
  • Ausführungen: je nach Wunsch RAL-Palette, Echtholzfurniere, Hochglanzlack, zum Teil aufpreispflichtig
  • Wirkungsgrad: 92 dB/W/m
  • Nennimpedanz: 8 Ohm
  • Garantie: 5 Jahre

Hersteller und Vertrieb:
Ichos Schallwandler
Pfadenhauergasse 15 | 1140 Wien
Telefon: +436649676030
eMail: info@ichos.at
Web: https://www.ichos.at/

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    Über die Autorin / den Autor

    Profilbild von Frank Hakopians Frank Hakopians

    Equipment

    • Analoge Quellen:
      • Festplatte: TW-Acustic Raven AC
      • Tonarm: Graham Phantom B-44, Analog Tools, Pyon Sound Iris
      • Tonabnehmer: Steinmusic Aventurin 6, Lyra Titan i, Clearaudio Charisma V2, modifiziertes Denon DL 103R
      • Sonstiges: Plattenklemme Musikus von LaMusika, Plattentellermatten von LaMusika, Dereneville und Steinmusic, externer Plattenspielerantrieb Dereneville DAE-01SP
    • Digitale Quellen:
      • D/A-Wandler: Rockna Wavelight+
      • Musikserver: Innuos Zenith SE
      • Sonstiges: Electrocompaniet EMP-2 (Player), Stack Audio SmoothLAN Netzwerkfilter & SmoothLAN Regenerator
    • Vollverstärker:
      • Analog Domain Isis M75D, SRA Röhrenverstärker Melissa
    • Vorstufen:
      • Hochpegel: Silvercore Linestage Two
      • Phonoverstärker: Chord Symphonic, Rike Audio Sabine III, TW-Acustic Raven Phono
    • Endstufen:
      • Dartzeel NHB-108 (Stereo), Tenor Audio 75 Wi (Monos)
    • Lautsprecher:
      • Acapella Harlekin 2
    • Kabel:
      • Lautsprecherkabel: Vovox Textura Fortis, Analog Tools Reference Serie
      • NF-Kabel: Bastanis Imperial, Analog Tools Reference Serie, Akeno Audio Ultimate, Symphonic Line Reference
      • Netzkabel: Acoustic Revive Absolute, Steinmusic Highline
      • Netzleiste: Eigenbau mit Furutech-FI-E30-NCF-Steckdosen
      • Sonstiges: Analog-Tools-Phonokabel (Reference Serie)
    • Rack:
      • Racks von Copulare und Audio Lignum, Basen von Symposium Acoustics und Acapella, Symposium Precision und Ultra und Super-Coupler
    • Zubehör:
      • Stromfilter: Isotek EVO3 Super Titan, Trenntrafos von Steinmusic
      • Sonstiges: Harmonix RFA-7800 Room Tuning Devices, Sicherungen: AHP-Klangmodul IV G, Steinmusic Harmonizer, AHP II Kupfer, Hifi-Tuning Supreme 3 und Audio Magic SHD Beeswax Ultimate & Premiere Ultimate
    • Sonstiges:
      • Racks von Copulare und Audio Lignum, Basen von Symposium Acoustics und Acapella, Symposium Precision und Ultra-Coupler, Harmonix RFA-7800 Room Tuning Devices, Highendnovum Passiver Multivocalresonantor PMR
    • Größe des Hörraumes:
      • Grundfläche: 23,4 m²
      • Höhe: 2,64 m