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Testfazit: Horn Acoustic Ferria

„Gib Gas, ich will Spaß“ – so könnte man kurz und bündig über die Horn Acoustic Ferria urteilen, aber das würde definitiv zu kurz greifen und ihr nicht gerecht werden. Fest steht: Emotion und Livehaftigkeit pur sind sicherlich die zentralen Talente dieses Ausnahmelautsprechers. Die Direktheit und Unvermitteltheit, mit denen sowohl Tiefmitteltontreiber als auch Horn agieren, sind etwas ganz Besonderes.

Horn Acoustic Ferria - Blick aufs Hochtonhorn von der Seite

Aber die Ferria ist mehr als eine reine Spaßmaschine, selbst wenn man mit ihr locker eine kleinere Party beschallen kann. Sie überzeugt auch durch Feinzeichnung und Auflösung, durch Klarheit und Durchhörbarkeit, nicht nur durch schiere Antrittsgeschwindigkeit und „Lastwechselfreude“. Wer mit der Horn Acoustic hört, der ist wirklich ganz nah dran am Geschehen – wenn nicht gar mittendrin.

Freunde einer „britischen“, mittenbetonten Darbietung werden woanders glücklicher, klar, aber wer’s involvierend und intensiv mag, der wird die Ferria vermutlich schon nach kurzer Zeit ins Herz schließen. Nicht nur für eine Affäre, sondern durchaus auch für eine spannungsreiche Dauerbeziehung.

Steckbrief Horn Acoustic Ferria:

  • Insgesamt überwiegend neutrale Tonalität, der Lautsprecher ist vom Subbass bis in den Superhochton „voll da“, wobei er im Oberton etwas präsenter, heller agiert.
    • Pegelfest und kräftig im Bass, staubtrocken-schneller Antritt, standfest, satt, agil: Das habe ich bisher selten besser gehört. Sahnestück!
    • Im positiven Sinne unauffälliges Mittenband, artefaktefrei, alle wichtigen Informationen und Intonierungen werden sauber durchgereicht, wer allerdings auf euphonisch-warme Vollbäder steht, der wird hier nicht bedient.
    • Flinker, gut angebundener Hochton, eher „hell“ als gülden, dynamisch spritzig, aber nicht gleißend oder metallisch. Der Spagat zwischen Power und Langzeittauglichkeit wird sehr gut gemeistert.
  • Grobdynamisch enorm auf Zack, flott in allen Frequenzbereichen, könnte Chopins Minutenwalzer vermutlich in 58 Sekunden abliefern: Hier habe ich wirklich gar nichts vermisst.
  • Feindynamisch aber ebenfalls sehr gut. Spielt auch flüsterleise sehr angenehm, vollständig und detailreich.
  • Ultrastabile Mittenmanifestation und sehr präzise gerasterte stereofone Bühne, deren Breite und Tiefe vornehmlich durch die Aufstellung beziehungsweise Einwinkelung dimensioniert werden kann – und die, etwas überraschend angesichts des Konzepts, eher bei der Boxengrundlinie und nicht groß davor startet. Allzu direktes Einwinkeln kann zu „verkleinerter“ Darstellung der Schallquellen führen, hier muss man erst etwas Hin- und Herschieben, bis es richtig passt.
  • Tolle Verarbeitung, zeitloser Look, durch das lustvoll ausgestellte Horn definitiv auch ein Hingucker.

Fakten:

  • Modell: Horn Acoustic Ferria
  • Konzept: passiver Zweiwege-Standlautsprecher mit Hochtonhorn und Bassreflexsystem
  • Preis: 10.900 Euro
  • Nominalimpedanz: 8 Ohm
  • Kennschalldruck: 91 dB/W/m
  • Abmessungen & Gewicht: 96,4 x 24,4 x 44 cm (HxBxT inklusive Horn; Korpus: 78,3 x 24,4 x 32 cm), 33 kg/Stück
  • Farben: Korpus Schwarz-Hochglanz; Horn: Rot, Blau, Grün, Braun, Schwarz; weitere Farbvarianten für das Horn ab 400 Euro Aufpreis erhältlich
  • Garantie: 2 Jahre

Vertrieb:

Hörgenuss Jörg Klein
Fichardstraße 56 | 60322 Frankfurt am Main
Telefon: +49(0)69-40326292
E-Mail: info@hgfa.de
Web: https://www.hgfa.de/

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    Über die Autorin / den Autor

    Profilbild von Jochen Reinecke Jochen Reinecke

    Equipment

    • Analoge Quellen:
      • Plattenspieler: Rega Planar 3 RS-Edition mit NEO PSU Mk2
      • Tonarm: RB330-Tonarm
      • Tonabnehmer: Rega Nd5 (MM), Rega Ania (MC)
    • Digitale Quellen:
      • D/A-Wandler: Denafrips ENYO 15TH, HenryAudio DAC256
      • CD-Player: Rotel CD11 Tribute, QUAD 3 CDT
      • Streamer: Cambridge Audio CXN (V2)
      • Sonstiges: Farad Power Supplies Super3 (PSU)
    • Vollverstärker:
      • Audio Note Cobra, Marantz PM7000N
    • Vorstufen:
      • Hochpegel: Khozmo Passive ZFoil-Ladder-Vorstufe, Tsakiridis Alexander (Röhre), Vincent SA-32 AE (Hybrid)
      • Phonoverstärker: Tsakiridis Alexander (Röhre)
    • Endstufen:
      • Valvet A4 MKII Monos, Abacus Electronics Ampollo Dolifet
    • Lautsprecher:
      • Audes Maestro 116, Fyne Audio Classic VIII SM, Harbeth P3ESR XD
    • Kopfhörer:
      • Sennheiser HD 800S, Cambridge Audio Melomania A100
    • Kabel:
      • Lautsprecherkabel: Analog Tools CU-Line, StudioConnections Reference
      • NF-Kabel: Boaacoustic Evolution Black.xlr und Black.rca2
      • Digitalkabel: Oehlbach XXL Series 7 MKII (Coax), Oehlbach XXL Serie 80 (Toslink)
    • Zubehör:
      • Stromfilter: Adam Hall AHPCS10 Power Conditioner/Netzfilter
      • Sonstiges: bFly Pure Absorber, bFly Talis, Auralex Subdude Lautsprecherbasen, Creaktiv SC 440 Gerätebasen
    • Größe des Hörraumes:
      • Grundfläche: 18 m²
      • Höhe: 2,70