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Test-Fazit: Heolo Gamma Lautsprecher

Inhaltsverzeichnis

  1. 5 Test-Fazit: Heolo Gamma Lautsprecher

Nun, die Italiener sind für mein Dafürhalten schon eine echte Entdeckung, mit – nicht zuletzt, wenn man aufs Preisschild schaut – schon bemerkenswerten Talenten in puncto Hochtondarstellung, Rhythmik und Räumlichkeit/Plastizität. Fast wie nebenbei liefern sie zudem anstandslos rein wirkende, grissel- und grauschleierfreie Klangfarben und ein sehr transparentes Klangbild. Die Heolos sind aufgrund dieser Meriten in der Lage, dem Hörer einen sehr realistisch und ja: „livehaftig“ wirkenden Hörgenuss zu servieren, mit Blick auf die genannten Kriterien geht selbst in weitaus höheren Preisklassen meist nicht mehr – ja, ich find‘s schon äußerst beeindruckend, welch hohes „HighEnd-Niveau“ an diesen Stellen von den Heolos erreicht wird.

heolo gamma

Allerdings sind für Standboxen dieser Preisklasse – schaut man sich den Bass- und Grundtonbereich an – schon unterdurchschnittlicher Druck und Tiefgang zu konstatieren, die Heolo Gamma sind eigentlich eher wie Kompaktboxen einzustufen, die mit integriertem Ständer daherkommen, woraus sich in Kombination mit den straight-neutral durchzeichnenden oberen Mitten/Höhen insgesamt ein tonal eher leichteres, direkter wirkendes und eben nicht: vollmundiges, sattes Klangbild ergibt.

Die Heolos richten ihren Fokus quasi auf den oberen Taillenbereich des tonalen Spektrums, ohne dabei aber in irgendeiner Hinsicht – härtefrei spielende, neutrale oder gerne auch ins warme, erdige tendierende Elektronik vorausgesetzt – unangenehm zu werden oder artifiziell zu tönen. Auch Bi-Wiring könnte sich lohnen: Ich selbst fand es beispielsweise mit Real Cable Bi-Wiring-Kabel verdrahtet noch einen Tick stimmiger als via meines deutlich teureren, allerdings eben in Single-Wiring-Variante daherkommenden HMS Fortissimo.

heolo gamma

Je nach Hörgeschmack bietet es sich zudem an, die Heolo Gamma in normal bis stärker bedämpften beziehungsweise keinesfalls in zu karg eingerichteten, akustisch „harten“ Räumen zu halten. Für normale Wohnraumgrößen sollten die Italiener zudem auch für Lauthörer genügend Pegelreserven bereithalten, wenngleich sie prinzipbedingt freilich keine ausgemachten Partyluder abgeben. Leicht anzutreiben sind sie zudem, auch nicht so potente Röhrenelektronik sollte beispielsweise für ein anspringendes Klangbild sorgen können.

Die Heolo Gamma charakterisieren sich durch …

  • einen gleichermaßen ausnehmend durchsichtigen, feindynamischen wie plastisch zeichnenden, sehr „echt“ wirkenden Hochtonbereich.
  • eine ebenso ausnehmend präzise wie realistisch wirkende Ortungs- und Tiefenschärfe, das Bühnenbild baut sich dabei eher nach hinten als frontal in Richtung Hörer auf und ragt nicht allzu sehr in die Höhe.
  • ein hervorragendes Timing beziehungsweise außerordentlich gutes Rhythmusverhalten, die Heolos gehören zweifelsohne zur „schnellen“ Sorte Lautsprecher.
  • ein hohes Auflösungsvermögen.
  • ein über alles gehört leichtes/präsenteres Klangbild aufgrund des tonal etwas zurückhaltender abgestimmten Bass- und Grundtonbereichs sowie gleichzeitig straight-neutral durchzeichnender oberer Lagen.
  • eine tadellose Verarbeitungsqualität, bemängeln ließe sich eine recht hohe Kippanfälligkeit, aufgrund der lediglich drei Füße/Spikes und der Abwesenheit einer Traverse.

Fakten:

  • Modell: Heolo Gamma 3.0
  • Prinzip: 2-Wege-Bassreflex-Standautsprecher
  • Paar-Preis: 3.700 Euro
  • Ausführungen: Weiß, Schwarz, Sand, weitere Farben auf Anfrage
  • Abmessungen: Höhe: 75cm/Breite: 19cm/Tiefe: 29cm
  • Wirkungsgrad lt. Hersteller: 88 dB (1 W/1 m)
  • Sonstiges: Bi-Wiring-Terminal
  • Garantie: 5 Jahre

Vertrieb:
Heolo/C. Fischer

Web:www.heolo.de
eMail: heolo@heolo.de
Telefon: 030-868 702 491-0

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Test: Heolo Gamma | Standlautsprecher

  1. 5 Test-Fazit: Heolo Gamma Lautsprecher

Über den Autor

Equipment

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Linnenberg Telemann, Electrocompaniet ECD 2 CD-Player: Fonel Simplicité Streamer: SOtM sMS-200 ultra & SOtM sPS-500, Auralic Aries Computer/Mediaplayer: Laptop mit JRiver MC

Vollverstärker: Abacus Ampino

Vorstufen: Hochpegel: MTX-MONITOR.V3b-4.2.1 (Upgrade von V3b), Funk LAP-2.V3 (Upgrade von Lap-2.V2)

Endstufen: Bryston 7B³

Lautsprecher: Sehring 903, Quadral Megan VIII

Kopfhörer: Audeze LCD-2, AKG K812, AKG K712 Pro, RHA T20, Soundmagic E80, Shure SRH 1840, AAW Q

Kopfhörerverstärker: NuPrime DAC-10H, Reußenzehn Harmonie III

Mobiles HiFi: Onkyo DP-X1, iBasso DX-80

Kabel: Lautsprecherkabel: HMS Armonia, WSS Platin Line LS4, Real Cable BW OFC 400, HMS Fortissimo NF-Kabel: Straight Wire Virtuoso Digitalkabel: USB-Kabel: BMC Pure USB1, AudioQuest Carbon, Boaacoustic Silver Digital Xeno Netzkabel: Furutech FP-S022N: konfektioniert mit FI-E 50 NCF & FI 50 NCF, Tellurium Q Black, Quantum-Powerchords, Swisscables Reference Netzleiste: HMS Energia MkII

Rack: Lovan Classic II

Zubehör: Stromfilter: HMS Energia MkII Sonstiges: AudioQuest Jitterbug

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 29 m² Höhe: 3,3 m

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