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Test-Fazit: Hegel P30 und H30 Vor- und Endverstärker

Inhaltsverzeichnis

  1. 5 Test-Fazit: Hegel P30 und H30 Vor- und Endverstärker

Die Vor/Endstufen-Kombination aus Hegel P30 und Hegel H30 beherrscht die klassischen HiFi-Übungen Tonalität, Dynamik und Raumabbildung auf allerhöchstem Niveau. Sie verfügt über einen tief reichenden und sehr gut definierten Bassbereich, farbige, aber nicht zu opulente Mitten an die sich ein ausgedehnter, sehr realistisch zeichnender Hochton anschließt.

Hegel Audio

Bemerkenswert ist die ausgeprägte Musikalität der Verstärker, die leider auch in dieser Gewichtsklasse nicht immer selbstverständlich ist. Der Transport emotionaler Inhalte gelingt den norwegischen Amps in einem Maße, wie man es sonst nur Röhrenverstärkern oder vielleicht noch Top-Class-A-Konzepten zutraut. Zudem verfügt der Stereoendverstärker H30 über eine enorme Leistung und Stromstabilität und ermöglicht so die Suche nach passenden Lautsprechern nicht nach elektrischen Eigenschaften, sondern in erster Linie nach klanglichen Qualitäten zu gestalten.

Profil der Verstärkerkombination Hegel P30 und Hegel H30:

  • Die Vorstufe Hegel P30 spielt breitbandig und neutral, sprich behandelt alle Frequenzbereiche gleichberechtigt und zeigt an den Frequenzenden keine Tendenzen aufzuweichen.
  • Sie verfügt über einen hochauflösenden und ungeschönten Hochtonbereich, bleibt dabei aber immer sehr natürlich und angenehm im Ohr. Überzogene Härten oder Grisseligkeit gehören nicht zu ihrem Repertoire.
  • Die wichtige Mittenwiedergabe gelingt der P30 schön farbig und fließend, bleibt dabei aber immer hochpräzise und transparent.
  • Der Bass gibt sich druckvoll und schnell sowie erstaunlich tiefreichend.
  • Der Endverstärker Hegel H30 gibt sich ebenfalls zweifelsfrei neutral und überzeugt durch Leistung für alle Lebenslagen sowie eine herausragend lebendige und dynamische Spielweise.
  • Der Hochton besticht durch Präzision und Transparenz einerseits und eine angenehm organisch wirkende Lockerheit und Langzeittauglichkeit andererseits.
  • Die Mitten geben sich hochaufgelöst und überzeugen gleichsam mit realistischen Klangfarben. Immer exemplarisch durchhörbar, dabei ohne jede buchhalterische Verkniffenheit.
  • Der Bassbereich spielt kontrolliert, extrem gut definiert und reicht sehr tief hinunter.
  • Als Zuspieler eignen sich sowohl transistorierte als auch mit Röhren bestückte Vorstufen.
  • Die Kombination aus Hegel P30 und H30 zeichnet sich wie die Einzelgeräte durch eine höchst transparente und neutrale sowie gleichzeitig angenehm geschmeidige, fließende und „musikalische“ Spielweise aus. Den natürlichen Klangfarbenreichtum und eine realistische Raumanmutung gibt es quasi als Sahnehäubchen obendrauf. Viele transistorierte Kollegen wirken gegen die Hegels klanglich etwas gräulich.
  • Ausstattungswunder sind die Hegel-Verstärker nicht. Mit bunten Displays oder Tapeschleifen können/wollen sie nicht aufwarten. Ein- und Ausgänge gibt es dafür genügend.
  • Prämiertes puristisches Design und erstklassige Verarbeitung. Die Farbauswahl beschränkt sich beim H30 auf Schwarz, den P30 gibt’s auch in Silber.

Fakten:

Vorverstärker Hegel P30

  • Kategorie: Hochpegel-Vorstufe
  • Preis: 5.795 Euro
  • Maße & Gewicht: 8 x 43 x 30 cm (HxBxT), 10 kg
  • Farbe: Schwarz und Silber
  • Eingänge: 2 x XLR, 3 x Cinch, 1 x Cinch für Home Theatre
  • Ausgänge: 2 x XLR, 2 x Cinch
  • Sonstiges: „Prozessor Pass-Through“-Funktion (zwecks Einbindung in ein AV-Setup), Fernbedienung
  • Garantie: 2 Jahre

Endverstärker Hegel H30

  • Kategorie: Stereo-Endverstärker
  • Preis: 11.490 Euro
  • Maße & Gewicht: 21 x 43 x 55 cm (HxBxT), 45 kg/Stück
  • Farbe: Schwarz
  • Anschlüsse: je ein symmetrischer/unsymmetrischer Hochpegeleingang (XLR/Cinch), ein Paar Lautsprecherausgänge
  • Leistung: 2×300 Watt/8 Ohm, als Monoendstufe: 1×1100 Watt/8 Ohm
  • Leerlaufleistungsaufnahme: circa 100 Watt
  • Garantie: 2 Jahre

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Test: Hegel P30 und Hegel H30 | Vor-End-Kombi

  1. 5 Test-Fazit: Hegel P30 und H30 Vor- und Endverstärker

Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: TW-Acustic Raven AC Tonarm: Analog Tools, Pyon Sound Iris SE Tonabnehmer: Dynavector XV-1S, Steinmusic Aventurin6, Lyra Titan i, Denon DL 103R Sonstiges: Plattentellermatten von Dereneville und Steinmusic

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Abbingdon Music Research DP-777 CD-Player: Ensemble Dirondo (Laufwerk) Musikserver: Innuos Zenith Mk.II

Vollverstärker: Devialet D-Premier

Vorstufen: Hochpegel: Accustic Arts Tube Preamp II Mk.2 Phonoverstärker: Einstein The Turntables Choice

Endstufen: Dartzeel NHB-108 (Stereo), Tenor Audio 75 Wi (Monos)

Lautsprecher: Acapella La Campanella, Clockwork Event Horizon

Kabel: Lautsprecherkabel: Analog Tools Reference Serie NF-Kabel: Analog Tools Reference Serie Netzkabel: Steinmusic Highline Netzleiste: Nordost QRT QB4 und QB8 Sonstiges: Analog-Tools-Phonokabel (Reference Serie)

Zubehör: Stromfilter: Trenntrafos von Steinmusic und Moll-Audio, Furutech-Steckdose Sonstiges: AHP-Klangmodule, Steinmusic Harmonizer

Sonstiges: Racks von Copulare und Audio Lignum, Basen von Symposium Acoustics und Acapella

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 23,4 m² Höhe: 2,64 m

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