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Test-Fazit: Hegel H160 Verstärker

Inhaltsverzeichnis

  1. 3 Test-Fazit: Hegel H160 Verstärker

Ein toller Vollverstärker, nicht nur fürs geforderte Geld. Wobei „Verstärker“ eigentlich nicht wirklich die passende Gattungsbezeichnung darstellt, denn der Hegel H160 ist – wie der Linn Majik DSM – ein Alleskönner mit D/A-Wandlerteil und Streaming-Abteilung. Seine reichlich vorhandene Power macht ihn zum Glück nicht zum ungelenk seine Kräfte in den Hörraum torpedierenden Schwergewichtsmeister – ganz im Gegenteil. Der Hegel H160 leuchtet hell eine weitläufige, delikat ausstaffierte und detailgenau gemalte Klanglandschaft an, bewahrt Timing-genau den inneren Zusammenhalt des musikalischen Geschehens und hält den Bass fest unter Kontrolle. Es gibt sicher vordergründig mächtiger oder mit mehr Gewicht (um das Wort „fetter“ zu vermeiden) aufspielende Verstärker, aber diese Leichtigkeit, Schnelligkeit und federnde Lockerheit bei gleichzeitig enormem Luftverschiebungspotenzial macht dem Norweger in der Klasse unter 5.000 Euro so schnell keiner nach – da bin ich ziemlich sicher.

Kombinieren Sie den Hegel H160 nicht mit auffällig hell oder sehr direkt klingenden Lautsprechern, die im Hochton Quantität vor Qualität stellen, denn das könnte, bei aller Hochtonqualität des H160, auf Dauer dann doch zu viel des Guten sein, denn der Schwede beschönigt nichts. Andererseits kann der Hegel tendenziell entspannt, warm und zurückhaltend klingenden Lautsprechern ungeahntes Leben einhauchen. Die Audioplan Kontrast V jedenfalls geht eine absolute Traumliaison mit dem Hegel ein – es ist schon erstaunlich, wie viel Potenzial dieses mittlerweile seit über 25 Jahren (!) weiterentwickelte Lautsprecherkonzept mit einem passenden Verstärker in sich birgt.

Genres nimmt der Hegel achselzuckend und gerne vielfältig orchestriert entgegen. Ich war trotz der tendenziell sehnig-muskulösen, fein-schnellen Charakteristik des Hegel’schen Klangbilds auch von massiven Heavy-Metal-Orgien äußerst angetan – was sicherlich mit an der verzerrungsfreien Reinheit des Klangs liegen mag. Wer nur Dancefloor-Techno und Doom Metal hört, wo es gerne mal ein bisschen mehr wummern darf, wird sich dennoch vielleicht anderweitig umschauen – die agile und feinnervige Art des Hegel wäre hier (sorry, Doom-Metal-Fans) Perlen vor die Säue.

Der Hegel H160 …

  • kann aufgrund seiner insgesamt sehr agilen, fluiden Schnelligkeit insbesondere im Bass schlanker wirken, als er es eigentlich ist.
  • ist aber trotz obigen Eindrucks ein tonal neutraler Verstärker.
  • bietet preisklassenbezogen mehr als ordentlichen Tiefgang und Druck, vor allem aber Kontrolle.
  • besitzt im Mittel- und Hochton eine erstaunliche Klarheit und Sauberkeit, die mit hervorragendem Timing einhergeht.
  • löst in allen Frequenzbereichen mit überdurchschnittlicher Akribie und Lockerheit auf, ohne mit Frequenzgangtricksereien zu mogeln.
  • malt nicht überbordend mit Klangfarben, vermag selbige aber mustergültig zu differenzieren.
  • öffnet große, klar definierte Räume, die auch an den Rändern nicht ausfransen, sondern ihre Solidität behalten.
  • spielt dynamisch ansatzlos, kann ordentlich zulangen, behält dabei aber immer den Blick für die feinen Zwischentöne – im Zweifelsfall gehen Feindynamik und klangliche Integrität vor Grobdynamik.
  • ist sehr gut verarbeitet.
  • ist mit seiner ausgewachsenen Digitalsektion und seinen Streamingfähigkeiten mehr als nur ein Verstärker.
  • unterstützt mit UPnP-Geräten nicht das Apple-Lossless-Format ALAC.

Fakten:

  • Modell: Hegel H160
  • Konzept: Vollverstärker (Transistor) mit DAC und Streaming-Modul
  • Preis: 3.190 Euro
  • Analogeingänge: 1 symmetrisch (XLR), 1 unsymmetrisch (RCA), 1 Home Theatre (RCA)
  • Analogausgänge: 1 fester Pegel (RCA), 1 variabler Pegel (RCA), 6,3-mm-Klinke für Kopfhörer
  • Digitaleingänge: 1 koaxial, 3 optisch, 1 USB, 1 Ethernet (RJ45)
  • Leistung: 2 x 150 Watt/8 Ohm
  • Maße & Gewicht: 12 x 43 x 41 cm (H x B xT), 19 kg
  • Farben: Schwarz
  • Garantie: 2 Jahre

Vertrieb:
Connect Audio GmbH
Web:www.connectaudio.de
eMail: info@connectaudio.de
Telefon: 06004 91 68 520

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Test: Hegel H160 | Vollverstärker

  1. 3 Test-Fazit: Hegel H160 Verstärker

Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: J. Sikora Initial Tonarm: Kuzma Stogi Reference S12 VAT Tonabnehmer: Transrotor Figaro

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Linnenberg Telemann, Norma Audio REVO DAC-Modul Streamer: Auralic Aries, MacBook Pro

Vollverstärker: Linn Classik Movie II (Surroundverstärker)

Vorstufen: Hochpegel: Norma Audio REVO SC-2 Phonoverstärker: Neukomm MCA112S

Endstufen: Linnenberg LIsZT Stereo

Lautsprecher: Qin Prestige Three, Nubert NuPro A100

Kopfhörer: AudioQuest Nighthawk, AKG N60 NC Wireless

Kopfhörerverstärker: ifi iDSD nano, Meier Audio Corda Classic

Kabel: Lautsprecherkabel: Gutwire Chime 3, Fastaudio Black Science NF-Kabel: Gutwire EON-Z, Gutwire Synchrony 2 SE, Audioquest Yukon, fastaudio Black Science Phono), Graditech Kide 3 und Kide 1 Digitalkabel: JIB Boaacoustic Silver Digital Xeno USB, AudioQuest Vodka und Cinnamon Ethernet, AudioQuest Carbon RCA, Graditech Kide Digital RCA Netzkabel: Audioquest Tornado, Gutwire SV-8, Gutwire G Clef 2, AudioQuest NRG-2 Sonstiges: Erdungskabel Gutwire Ultimate Ground

Rack: Roterring Belmaro 33 Customized

Zubehör: Stromfilter: Tsakiridis Super Athina Sonstiges: YDOL Relax 60 und fastaudio Absorber, Acoustic System Resonatoren, The Gryphon De-Magnetizer

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 24,5 m² Höhe: 2,7 m

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