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Testfazit: Harbeth NLE-1

Operation gelungen, Patient hoch vital! Die Harbeth NLE-1 zeigt, dass es möglich ist, konzeptionell Neuland zu betreten, ohne sich zu verlaufen. Hier sind die klassischen Harbeth-Gene stets spürbar, aber technisch und optisch in neuem Gewand.

Die Harbeth NLE-1 auf einer Holzkiste
Die Harbeth NLE-1, die ersten Aktivlautsprecher der Briten für den Heimgebrauch, bieten eine sehr ausbalancierte und präzise Wiedergabe

Auf der Habenseite steht die unnachahmlich natürliche und verfärbungsfreie Wiedergabe, die weder stresst noch Informationen zurückhält, sodass Musik in ihrer Tiefe und Bandbreite erfahrbar wird – wie es sich für einen Monitor gehört, den man täglich als Arbeitsgerät nutzt. Es gibt keine künstlichen Effekte oder Ausrutscher, das ist der „reine Stoff“.

Natürlich ist noch mehr Detailauflösung denkbar, damit geht aber nicht selten auch schon mal mehr „Schmerz“ einher, wenn mit dem Laserpointer auf Unzulänglichkeiten der Aufnahme geleuchtet wird. Wenn Sie dazu bereit sind – und das ist legitim –, dann werden Sie mit einem Aktivsystem von Genelec oder KS Digital wahrscheinlich glücklicher. Wenn Sie hingegen in einem kleinen bis mittelgroßen Raum Musik genießen möchten, eine ausbalancierte und präzise Wiedergabe schätzen und nur wenige Geräte aufstellen wollen, dann ist das Antesten der Harbeth NLE-1 definitiv Pflicht.

Steckbrief Harbeth NLE-1:

  • Tonal ein Nahfeld-Studiomonitor, wie er im Buche steht: Gefühlt linealglatter Frequenzgang über weite Strecken.
  • Der Bass ist für (elektro-)akustische Instrumente und in kleinen/mittelgroßen Räumen vollkommen ausreichend – und im absoluten Tiefton naturgemäß limitiert. Wenn es doch mal ein paar Treppenstufen tiefer hinabgehen soll, kann der Bass-Booster aushelfen, dann sollte man aber nicht über Zimmerlautstärke hinaus hören wollen. Der Bassbereich überzeugt durch Sehnigkeit und schnellen Antritt.
  • Das Mittenband ist „Harbeth as Harbeth can“: Farbstark, aber nie verfärbt, sauber und transparent, Stimmen und akustische Instrumente kann man in dieser Klasse selten realistischer und natürlicher hören.
  • Ausnehmend gut balancierte Höhen: Nie verhangen, nie überfrisch. In Richtung Superhochton nimmt die Auflösung ein wenig ab.
  • Realistisch breite Bühnendarstellung, erstaunlich gute Tiefenstaffelung – aber nur mit aufgesetzter Waveguide-Frontplatte. Anderenfalls ist darauf zu achten, dass die vertikale Hörposition wirklich genau stimmt, sich die Ohren also mittig zwischen Tiefmittel- und Hochtöner befinden. Die Musik beginnt auf der Boxengrundlinie, die Harbeth spielt weder frech nach vorne, noch zieht sie einen Orchestergraben ein.
  • Gute Auflösung, guter Detailreichtum bis in den Hochton hinein – so wie man das in dieser Preisklasse mindestens erwartet. An den Frequenzgangenden nimmt das Talent der Feinauflösung etwas ab.
  • Dynamisch mordsmäßig auf Zack, pfeilschnell, lastwechselfreudig.

Fakten:

  • Produkt: Harbeth NLE-1
  • Kategorie: aktiver, geschlossener Zweiwege-Kompaktmonitor
  • Preis: 3.650 Euro/Paar
  • Eingänge: analoge Zuspielung via XLR oder Cinch
  • Verstärkerleistung: pro Kanal und Weg jeweils 50 Watt RMS
  • Maße & Gewicht: 166 x 275 x 230 mm (BxHxT), 8,7 kg/Stück
  • Farben: Satin-Weiß, Satin-Schwarz, Titan-Grau, Elfenbein/Sand, Midnight Blue, Racing Green, Crimson Red
  • Sonstiges: DSP-Presets für Bassbetonung bei geringer Lautstärke oder für wandnahe Aufstellung schaltbar
  • Garantie: 5 Jahre (bei Registrierung)
  • Weitere Informationen auf der Webseite des Vertriebs

Vertrieb:

input audio
Ofeld 15 | 24214 Gettorf
Telefon: +49 (0) 4346-60 06 01
E-Mail: b.hoemke@inputaudio.de
Web: https://www.inputaudio.de/

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    Über die Autorin / den Autor

    Profilbild von Jochen Reinecke Jochen Reinecke

    Equipment

    • Analoge Quellen:
      • Plattenspieler: Rega Planar 3 RS-Edition mit NEO PSU Mk2
      • Tonarm: RB330-Tonarm
      • Tonabnehmer: Rega Nd5 (MM), Rega Ania (MC)
    • Digitale Quellen:
      • D/A-Wandler: Denafrips ENYO 15TH, HenryAudio DAC256
      • CD-Player: Rotel CD11 Tribute, QUAD 3 CDT
      • Streamer: Cambridge Audio CXN (V2)
      • Sonstiges: Farad Power Supplies Super3 (PSU)
    • Vollverstärker:
      • Audio Note Cobra, Marantz PM7000N
    • Vorstufen:
      • Hochpegel: Khozmo Passive ZFoil-Ladder-Vorstufe, Tsakiridis Alexander (Röhre), Vincent SA-32 AE (Hybrid)
      • Phonoverstärker: Tsakiridis Alexander (Röhre)
    • Endstufen:
      • Valvet A4 MKII Monos, Abacus Electronics Ampollo Dolifet
    • Lautsprecher:
      • Audes Maestro 116, Fyne Audio Classic VIII SM, Harbeth P3ESR XD
    • Kopfhörer:
      • Sennheiser HD 800S, Cambridge Audio Melomania A100
    • Kabel:
      • Lautsprecherkabel: Analog Tools CU-Line, StudioConnections Reference
      • NF-Kabel: Boaacoustic Evolution Black.xlr und Black.rca2
      • Digitalkabel: Oehlbach XXL Series 7 MKII (Coax), Oehlbach XXL Serie 80 (Toslink)
    • Zubehör:
      • Stromfilter: Adam Hall AHPCS10 Power Conditioner/Netzfilter
      • Sonstiges: bFly Pure Absorber, bFly Talis, Auralex Subdude Lautsprecherbasen, Creaktiv SC 440 Gerätebasen
    • Größe des Hörraumes:
      • Grundfläche: 18 m²
      • Höhe: 2,70