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Test-Fazit: Gryphon Diablo Vollverstärker

Inhaltsverzeichnis

  1. 5 Test-Fazit: Gryphon Diablo Vollverstärker

Für 12.000 Euro sollte man schon etwas erwarten dürfen – und bekommt’s aus dem dänischen Ry auch geliefert: Klar, der Diablo signalisiert bereits in Sachen Optik/Verarbeitung, dass er nicht für kleines Geld zu haben ist – im High-End-Bereich ja auch nicht immer selbstverständlich, wenngleich das etwas unruhig-kantige Äußere unseres Probanden wohlmöglich auch nicht jedermanns Sache sein wird, ich selbst würde eine etwas klarere Linienführung jedenfalls bevorzugen.

Gryphon Diablo

Aber wahre Schönheit kommt ja bekanntlich von innen – und klangcharakterlich wird der Gryphon Diablo sicherlich viele Hörer, die nach einem amtlich-highendigen Verstärker in diesen Preisgefilden Ausschau halten, für sich einnehmen:

Dafür sorgen ein hervorragend ausleuchtender, aber gleichsam stressfreier Hochton verbunden mit einer hochangenehmen, weil sehr realistisch wirkenden klangfarblichen Substanz und Nuanciertheit sowie auffälligen Reinheit im Klangbild. Aber auch in Sachen Bühne leistet der in Doppelmono gehaltene Gryphon Diablo Großes und bildet ausnehmend differenziert und physisch ab.

Gryphon Diablo

Ein Verstärker für ausgewiesene HighEnd-Connaisseure, die es in den unteren Lagen nicht betont knochentrocken rocken lassen wollen, sondern an dieser Stelle durchaus einen Tick mehr rhythmische Gelassenheit, aber auch einen Hauch mehr Wärme schätzen.

Die passenden Lautsprecher sollten tonal neutral spielen oder sich aber etwas leichter, etwas weniger vollmundig als Normalnull geben und vorzugswiese von grobdynamisch zackigerer Sorte sein.

Der Vollverstärker Gryphon Diablo
zeichnet sich aus durch …

  • einen ausnehmend luftigen und transparent-präzisen, aber gleichsam langzeittauglichen Hochtonbereich.
  • eine sehr organisch-satt und rein wirkende, kontraststarke Darstellung von Klangfarben.
  • einen durchaus voluminösen, auf der vollmundigen Seite von neutral liegenden Tieftonbereich, der nicht zuletzt für einen recht substanziellen – gleichwohl äußerst nuanciert und durchsichtig wirkenden – Stimmbereich sorgt.
  • eine sehr differenzierte räumliche Abbildung, der Gryphon versteht es, einzelne Akteure in der Musik als etwas physisch Fassbares zu illusionieren, ihnen physisches Gewicht zu vermitteln.
  • beste feindynamische Qualitäten, grobdynamisch liefert der Diablo ordentlich Schub, lässt es im Bassbereich aber eher semidry denn betont trocken-konturiert zugehen.
  • eine hohe, dem Preis entsprechende Verarbeitungsqualität. Das beim Klopftest zu vernehmende, leichte Gehäusescheppern muss bei einem Verstärker dieser Güteklasse allerdings nicht unbedingt sein.

Fakten:

  • Modell: Gryphon Diablo
  • Preis: 12.000 Euro, Phonoboard für MM+MC optional: 1.600 Euro
  • Maße & Gewicht: 48x21x46 cm (BxHxT), 35 kg
  • Farbe: Schwarz
  • Ein-/Ausgänge: 4 Hochpegeleingänge sowie Tape-Out und Sub-Out in RCA, ein symmetrischer Hochpegeleingang in XLR, ein Lautsprecherterminal
  • Sonstiges: AV-Durchgang, dimm- und abschaltbares Display, Eingänge benennbar, Voreinstellungen von Maximalpegel sowie Pegel nach Einschalten
  • Leistungsaufnahme: 3/130 Watt (Standby/Leerlauf)
  • Garantie: 2 Jahre

Vertrieb:
TAD-Audiovertrieb GmbH
Gutendorf 14 | 93471 Arnbruck
Tel. 09945 – 9 43 36 50
eMail: gryphon@tad-audiovertrieb.de
Web: www.gryphonaudiodesign.de

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Test: Gryphon Diablo | Vollverstärker

  1. 5 Test-Fazit: Gryphon Diablo Vollverstärker

Über den Autor

Equipment

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Linnenberg Telemann, Electrocompaniet ECD 2 CD-Player: Fonel Simplicité Streamer: SOtM sMS-200 ultra & SOtM sPS-500, Auralic Aries Computer/Mediaplayer: Laptop mit JRiver MC

Vollverstärker: Abacus Ampino

Vorstufen: Hochpegel: MTX-MONITOR.V3b-4.2.1 (Upgrade von V3b), Funk LAP-2.V3 (Upgrade von Lap-2.V2)

Endstufen: Bryston 7B³

Lautsprecher: Sehring 903, Quadral Megan VIII

Kopfhörer: Audeze LCD-2, AKG K812, AKG K712 Pro, RHA T20, Soundmagic E80, Shure SRH 1840, AAW Q

Kopfhörerverstärker: NuPrime DAC-10H, Reußenzehn Harmonie III

Mobiles HiFi: Onkyo DP-X1, iBasso DX-80

Kabel: Lautsprecherkabel: HMS Armonia, WSS Platin Line LS4, Real Cable BW OFC 400, HMS Fortissimo NF-Kabel: Straight Wire Virtuoso Digitalkabel: USB-Kabel: BMC Pure USB1, AudioQuest Carbon, Boaacoustic Silver Digital Xeno Netzkabel: Furutech FP-S022N: konfektioniert mit FI-E 50 NCF & FI 50 NCF, Tellurium Q Black, Quantum-Powerchords, Swisscables Reference Netzleiste: HMS Energia MkII

Rack: Lovan Classic II

Zubehör: Stromfilter: HMS Energia MkII Sonstiges: AudioQuest Jitterbug

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 29 m² Höhe: 3,3 m

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